CEO 500 Classics - Wenn KI für uns einkauft: Christoph Werner (dm) über die Zukunft des Handels

Shownotes

Was passiert, wenn in Zukunft nicht mehr wir selbst entscheiden, wo wir einkaufen – sondern unsere KI-Agenten?

Als ich im November 2025 gemeinsam mit Carsten Bergmann mit Christoph Werner, dem CEO von dm-drogerie markt, gesprochen habe, war genau das eine der spannendsten Fragen unseres Gesprächs.

Heute, rund ein Jahr später, nimmt diese Entwicklung konkrete Formen an. KI verändert nicht mehr nur, wie wir Informationen finden, sondern zunehmend auch, wie wir Produkte auswählen und Kaufentscheidungen vorbereiten.

Grund genug, dieses besondere Gespräch noch einmal zu veröffentlichen.

In unserer ersten CEO 500 Classic sprechen wir über weit mehr als Technologie: über die Zukunft eines der erfolgreichsten deutschen Familienunternehmen, über Vertrauen als Führungsprinzip, über die Kunst permanenter Veränderung und darüber, wie aus kleinen Innovationen langfristig völlig neue Geschäftsmodelle entstehen.

Christoph Werner erklärt, warum ein Drogeriemarkt kein Ort der Beständigkeit, sondern ein Ort beständiger Veränderung ist. Und warum die wichtigste Frage für Führungskräfte nicht lautet, wem sie vertrauen können – sondern ob ihnen selbst vertraut wird.

Ein Gespräch über Zukunftsfähigkeit, das heute vielleicht noch relevanter ist als damals.

CEO 500 Classics – Gespräche, die bleiben. Nobody is closer.

Transkript anzeigen

00:00:03: Willkommen bei CEO-Fivehundred Classics.

00:00:07: Gespräche, die bleiben!

00:00:09: Manche Gespräche werden mit der Zeit nicht älter sondern relevanter und genau deshalb haben wir die CEO Fivehundert Classics ins Leben gerufen.

00:00:17: Als ich mit Christoph Werner dem CEO von DM gemeinsam mit Kassen Bergmann über die Zukunft des Handels gesprochen habe ging es unter anderem

00:00:25: um eine

00:00:25: spannende Frage Was passiert, wenn KI-Agenten irgendwann selbstständig Einkaufsentscheidungen für uns treffen?

00:00:32: Damals war das für viele noch ein Blick in die Zukunft.

00:00:35: Heute sehen wir wie KI-Agenten zunehmend Einzug in unseren Alltag halten und Unternehmen beginnen ihrer Geschäftsmodelle darauf auszurichten.

00:00:44: Wir haben vor einem Jahr gesprochen und die Folge könnte nicht relevanter sein

00:00:48: als

00:00:48: heute.

00:00:49: Und plötzlich

00:00:49: bekommt auch dieses Gespräch eine neue Bedeutung Denn es geht nicht nur um die Zukunft des Handels.

00:00:54: Es geht um die Frage, wie wir Unternehmen führen.

00:00:57: Denn Technologie immer mehr Entscheidung übernimmt und warum Vertrauen, Unternehmenskultur und Haltung dabei immer wichtiger werden.

00:01:05: Und genau aus diesem Grund habe ich die Episode für die CEO von Classics mit Christoph Werner ausgewählt.

00:01:11: Los geht's!

00:01:14: Moin

00:01:15: Herr Werner Hallo zusammen.

00:01:17: Karsten auch an dich herzlich willkommen

00:01:20: Herzlichen Dank.

00:01:21: Wir freuen uns, wir sind heute in Karlsruhe.

00:01:26: Ich glaube, DM muss man tatsächlich in Deutschland nicht groß vorstellen.

00:01:30: Ich habe es nicht im Bekanntheitsindex geprüft aber der ist wahrscheinlich exorbitant hoch.

00:01:37: Sie als Person ist wahrscheinlich noch mal ein bisschen spannender vorzustellen.

00:01:41: deswegen würde ich sie einfach mal bitten einmal ganz kurz in Ihren Worten sich selbst fortzustellen.

00:01:46: Ja mein Name ist Christoph Werner und ich bin Jahrgang seventy-two Und ich bin verheiratet.

00:01:51: wir haben zwei Kinder und einen Hund.

00:01:54: Ich bin hier in Karlsruhe aufgewachsen, wo ich jetzt auch wieder lebe und war viele Jahre im Ausland für andere Unternehmen tätig.

00:02:02: Wir sind hier im Dialogikum.

00:02:03: das ist wirklich ein extrem beeindruckender Bau was hier in Carlsruher entstanden ist.

00:02:08: Drei tausend sechshundert Menschen arbeiten mittlerweile an dem Standort.

00:02:12: also es ist wirklich DM.

00:02:14: Einfach mal bitte ganz kurz Wissenabfrage muss man mal zur Einordnung sagen.

00:02:19: zwei Tausend Einhundert Märkte allein in Deutschland Einfünfzigtausend Mitarbeiter und trotzdem immer überallm der Gedanke Familienunternehmen werden wir gleich mit sich halt nochmal in den Detail einsteigen.

00:02:31: Aber das sind schon wirklich beeindruckende Zahlen und auch einen sehr, sehr beeindruckender Bau hier in Karlsruhe.

00:02:36: Also herzlichen Glückwunsch dazu!

00:02:37: Habt ihr wirklich gut

00:02:38: gemacht?

00:02:38: Ja vielen Dank, wir haben uns auch angestrengt.

00:02:42: Aber wenn du grad die Zahlen sagst, Karsten ich finde es ganz spannend... Wie wirkt das auf sie?

00:02:47: Sie haben den ganzen Prozess mitgemacht, wenn heute so der liebe Carsten Bergmann hier ein bisschen die Zahlen runter radet und auch andere das geben.

00:02:56: Erfüllt sich das mit Stolz ist es so ja... Das hat sich halt zu ergeben.

00:03:00: weiter geht's wie ist das für sie in der Wahrnehmung?

00:03:03: Dass da schon wirklich nichts was einfach so einfach heute noch geht.

00:03:08: So eine Organisation in dieser Größe so oft die Beine zu stellen

00:03:12: Ja, es erfüllt mich vor allem mit Demut.

00:03:14: Das ist eine große Verantwortung und es zeigt das wir in der Vergangenheit erfolgreich waren.

00:03:20: aber es ist natürlich keine Garantie für die Zukunft.

00:03:23: deswegen besteht immer die Frage bei mir im Kopf machen wir das Richtige heute um auch morgen noch erfolgreich zu sein?

00:03:30: und das werden wir erst morgen wissen.

00:03:33: ja zukunft ist theoretisch schon morgen wenn ich sogar schon eine Stunde später bevor wir gleich tiefer reingehen, sowohl was DM angeht und auch vielleicht so ein bisschen auf die Zukunftsfähigkeit der Organisation einen Einblick zu geben.

00:03:47: Würde ich ganz gerne mit einem Spiel starten, mit dem wir immer so ein bißchen das kennenlernen, auf die etwas andere Art machen?

00:03:53: Two Truth and One Lie.

00:03:55: Drei Anekdoten aus ihrem Leben, wovon einige Lungen ist.

00:03:58: Carsten und ich werden gleich raten und ich bin schon ganz gespannt welche drei Beispiele sie uns mitgebracht haben, welche drei Geschichten.

00:04:07: Ja also... Erste Geschichte, ich bin geboren in two-seventy zwei und zwar am Wahlsonntag.

00:04:16: Bundestagswahl damals.

00:04:19: Willi Brandt Rainer Barzel waren die Spitzenkandidaten der CDU und der SPD Und ich bin geborgen worden zu einer Zeit als den Ultraschall noch nicht gegeben hat und deswegen wussten meine Eltern nicht ob ich ein Junge oder ein Mädchen sein würde.

00:04:33: Als ich geboren wurde... Ich bin eine natürliche Geburt also kein Kaiserschnittkind Und meine Mutter hatte sich sehr einen Buben gewünscht, wusste auch schon dass der Christoph heißen sollte.

00:04:44: Das hat es sie sich also schon.

00:04:45: als Jugendliche war das klar und er würde Christoph heisen.

00:04:49: War dann die Frage des Arztes der mich entbunden hat soll er Willi oder Rainer heißen?

00:04:55: Und das war das Signal an meiner Mutter, dass ich ein

00:04:58: Junge bin.

00:05:00: Okay!

00:05:03: Erster Anekdote.

00:05:04: Zweite Anek-Dote Also, wir sind viel in der Schweiz gewesen als Familie und da sind immer viele Transporthubschrauber rumgeflogen.

00:05:17: Und deswegen hatte ich die Fliegerei als spannendes Berufsfeld erlebt und wollte deswegen ursprünglich mal Rettungshubschropperpilot werden und konnte mir überhaupt nicht vorstellen, mal in einem Unternehmen zu arbeiten wo man mit Krawatte und Anzug rumläuft und in Besprechungsräumen sitzt.

00:05:36: Kann ich sehr gut noch verstehen, ja.

00:05:39: Und ich bin ein Waldorfschüler... Ich bin also auf die Waldorf-Schule gegangen auch in den Waldorfkindergarten und davor war ich in einem protestantischen Kindergarten mit Nonnen und da ich ja damit unterschiedliche Systeme so ein bisschen kennengelernt habe wo ich die meisten Zeiten der Waldorf Schule war hat es dazu geführt dass unsere Kinder auch beide Waldorfschüler gewesen sind, ihre ganze Schutzzeit über.

00:06:11: Oh, das ist schwer!

00:06:12: Ja, Monstergeschichten wirklich großartig.

00:06:19: Okay zwei glaube ich ein bisschen auch aus der Recherche raus können.

00:06:23: Das ist Verschlüsse-Schweizflugzeug.

00:06:27: Ich glaube irgendwas bei eins stimmt nicht.

00:06:30: Dann könnte ich jetzt zumindest nicht mehr genau sagen, ich bin Zwei-Nachtzigerjahrgang.

00:06:35: Was war zu der Zeit mit Ultraschaltwährstand zur Wahl?

00:06:40: Ich würde auf eins tippen!

00:06:41: Okay...

00:06:42: Ich glaube an den Rettungsschrauber, da glaube ich noch nicht ganz dran.

00:06:46: Das ist so

00:06:47: mein Bauchgefühl.

00:06:49: Aber lass uns mal... Guck mal wir haben ja jetzt noch ein bisschen was

00:06:52: vor uns und

00:06:53: so viel zu erzählen.

00:06:54: Alles klar Lass uns ein bisschen mit dem großen Thema anfangen, wenn wir auch über Generationen im Wandel sprechen und die Marke DM besprechen.

00:07:02: Was macht die Marcke DM für Sie aus?

00:07:05: Ganz persönlich!

00:07:08: Ja es ist ja zunächst mal unsere Familiengeschichte weil mein Vater ist schon in einer truggesten Familie geboren worden.

00:07:17: das war der oder der Urgroßvater, der die Drogerie Werner gegründet hatte und mein Vater sollte ja Nachfolger seines Vaters werden in Heidelberg.

00:07:26: Und als er dann ins Unternehmen eingestiegen ist hat es nicht funktioniert und die beiden haben sich relativ schnell entzweit.

00:07:33: Dann ist er nach Karlsruhe gekommen, hat hier in einem Drogerierunternehmen gearbeitet, hatte dann die Idee von Drogeriemarkt.

00:07:42: Das wurde von den Gesellschaftern damals abgelehnt, als nicht realisierbar.

00:07:47: Und daraufhin hat er dann gekündigt und hat DM-Trogeriemarkt selbst gegründet und Dreiundsebzig dann den ersten DM-Markt aufgemacht.

00:07:56: Ich bin ja Jahrgang seventy-two, deswegen seit ich zurückdenken kann, hat DM bei uns in der Familie eine Rolle gespielt.

00:08:03: Es ist ein Unternehmen was in der Zeit, als mein Vater es verantwortet hat sehr dynamisch gewachsen ist, sich aber auch dynamisch verändert hat von einem Konzept, welches im Prinzip wie der klassische Discounter für Drogerie waren war.

00:08:16: Also der Aldi-Führ-Drogerie-Wahn.

00:08:19: das war so die Idee damals zumal man wissen muss dass Aldi war das revolutionäre Konzept Ende der Sechziger Anfang der Siebziger Jahre und damit habe ich einfach gesehen was auch das Anliegen war von DM Für Mein Vater über das unmittelbare Betriebswirtschaftliche hinausdenken wollte und hat es eigentlich als eine biografische Aufgabe gesehen, da sich auch in die Welt einzubringen.

00:08:44: Und das habe ich natürlich beobachten können, hab auch in anderen Unternehmen dann gearbeitet und hab dann auch in andere Unternehmen einfach erleben können wie Rahmenbedingungen große Auswirkungen darauf haben, wie Menschen sich in ein Unternehmen einbringen können.

00:08:56: Jetzt ist es ja so dass man viel Zeit bei der Arbeit verbringt.

00:08:59: in der Regel Und damit sind die Rahmenbedingungen, die man in einem Unternehmen gibt für die Menschen, die dort arbeiten wesentlich im Hinblick auf ihr Leben welches sie auch gestalten.

00:09:11: Also Werte wie man miteinander umgeht, wie man nach Hause geht und wie man morgens vielleicht doch die Türe abschließt.

00:09:18: Die Chance dann einfach zu sehen dass ich hier in diesem Unternehmen solche Rahmenbedinger maßgeblich mitgestalten kann mit meinen Kollegen und Kollegen in der DM-Geschäftsführung ist etwas was mich da... schon lange, schon lange fasziniert und mir die Möglichkeit gibt mich ins Leben zu stellen und hoffentlich einen Unterschied zu machen.

00:09:40: Ich würde es ja eigentlich normalerweise eine andere Frage stellen aber die eine liegt mir jetzt tatsächlich total auf der Zunge.

00:09:46: wenn ich sie jetzt fragen würde die vier fünf Faktoren die tatsächlich bei einem Unternehmen den Unterschied machen im Sinne fühle ich mich wohl oder fühle nicht wohl?

00:09:57: Welche Rahmenbedingungen wären das oder welche Rahmenbedingungen haben Sie selber hier geschaffen, wo sie von ausgehen.

00:10:03: Deswegen haben wir vielleicht eine andere

00:10:05: Art von

00:10:07: Gefühl und auch letztendlich vielleicht Unternehmensbindung und dem Ganzen was das ausmacht.

00:10:10: Kultur

00:10:11: ja

00:10:11: hier in unserer Organisation als woanders.

00:10:14: Na ich würde mal sagen Menschen sind Sinnwesen glaube ich wenn es nicht immer zum Ausdruck kommt aber ich glaube ist es immer da.

00:10:21: Und wenn der Mensch als Sinnwesener auch leben kann verhält er sich in einer Art und Weise, die sich unterscheidet von anderen.

00:10:30: Und die auch dazu führt dass der Mensch sein ganzes Potenzial seine ganze Kraft wirklich einbringen kann.

00:10:36: Also ist die Frage im Unternehmen was es der Sinn des Unternehmens?

00:10:40: Und ich glaube da gehen Unternehmen sehr unterschiedlich mit um.

00:10:43: das habe Ich auch erleben können in meiner zeit den anderen unternehmen wo ich gearbeitet habe.

00:10:48: Wie hat sich das dann auf anderen seite entwickelt?

00:10:51: also was wir ja auch ganz oft gesehen haben ist auch gerade im thema Generation im Wandel.

00:10:57: Wie wurde im Hause Werner auch über Nachfolge gesprochen, Integration in die Organisation?

00:11:04: Was für Sie ... Sie haben selber gesagt, sie waren an anderen Stationen unterwegs und eine längere Zeit.

00:11:10: War das von Anfang an klar hier auch eine tragende Rolle zu spielen oder war es ein Stück weit offen oder war das schon von vornherein?

00:11:18: Es wird den Zeitpunkt geben dann wird das passieren.

00:11:22: Das war offen!

00:11:23: Ganz eindeutig.

00:11:23: offen kommt auch sicherlich daher, dass mein Vater ja die Erfahrung gemacht hat das sein eigener Plan den er hatte und der auch von seinem Vater also von meinem Großvater vorgesehen war es sich so nicht realisiert hat.

00:11:35: Und deswegen hat mein Vater eigentlich immer den Ansatz gehabt Die Kinder müssen ihren Weg finden und bei mir war's dann halt so, dass ich dann Interesse am Unternehmen entwickelt habe Und dann mein Weg gegangen bin und das Riesenglück hatte, meinen Vater wie so ein Coach im Hintergrund zu haben.

00:11:54: Den ich halt mit Fragen auch immer gelöchert habe und der sich die Zeit genommen hat auf meine Fragen einzugehen, die sie natürlich im Laufe meines Lebens verändert haben und immer versucht hat mir Hinweise zu geben, er hat mir eigentlich selten Antworten gegeben aber er hat mich meistens geholfen die Perspektiven zu wechseln um dann selbst Antworten finden zu können.

00:12:13: Also im Grunde auch wenn ich das mal zusammenfassen darf, ein ganz anderes Bild was man auch in Teilen von patriarchisch geführten Unternehmen hat wo dann halt der Grund oder die Vorgängergeneration natürlich klar vorgegeben hat.

00:12:26: Auch versucht hat den eigenen Weg auf die nächste Generation zu übertragen.

00:12:29: also bei Ihnen im Grund dass geim Rezept wenn ich es mal so beziffern darf war sie durften sich an der Spitze so frei entwickeln, dass das Geschäft auch nach Ihren Denken, nach Ihrem Vorstellung weiter gepusht wurde.

00:12:42: Weiter dynamisch

00:12:43: gewachsen ist.

00:12:44: Also ich bin ja relativ spätestens unternehmen gekommen.

00:12:46: Ich war Ende meiner dreißiger Jahre und hatte schon viel Erfahrung gesammelt.

00:12:52: Jetzt ist es natürlich so, ich glaube wenn man von Familienunternehmen spricht da muss man immer auch auf die Größe gucken und auf die Kompliziertheit oder Komplexität der Organisationen.

00:13:00: DM ist sehr dynamisch gewachsen.

00:13:03: mein Vater hatte dann auch ziemlich bald eine ziemliche Prominenz in Deutschland weil er sich oft geäußert hat zu gesellschaftlichen Themen Und das ist natürlich für jemand, der dann in so eine Familie geboren wird und damit auch konfrontiert wird durchaus ein bisschen einschüchternd.

00:13:19: Weil natürlich alle sagen na und wirst du mal an die Fußstapfen treten?

00:13:22: Das sind ein paar große Fußstapeden die du mal treten wirst.

00:13:24: ne und traust dir das denn zu?

00:13:28: Man

00:13:28: hat ja die Fähigkeiten und Fertigkeiten noch gar nicht.

00:13:31: Zumal mein Vater jemand gewesen ist, der das Unternehmen gegründet hat.

00:13:35: Und dessen Fähigkeit sind gewachsen an den Aufgaben, die das Unternehmen an ihn gestellt hat aufgrund des Erfolgs welches es hatte?

00:13:43: Mein Vater sagt auch oft er hat auf den Eindruck gehabt dass das Unternehmen ihm permanent über den Kopf gewachsen ist und er deswegen sich entwickeln und verändern musste um mithalten zu können und für das Unternehmen noch da sein zu können.

00:13:54: Ist im übrigen hier auch der Grund warum manch ein Gründer ausscheidet nach einer Weile oder verkauft, weil er einfach in seinem Skillset merkt dass er da nicht mehr so beitragen kann und dann gründete er lieber wieder neu.

00:14:08: Weil da ist er weder in seiner Komfortzone.

00:14:10: Bei meinem Vater war das anders.

00:14:11: der ist also dem Unternehmen wirklich treu geblieben und hat es entwickelt.

00:14:15: für einen der dann als Sohn kommt Da ist natürlich ein Entwicklungsgab, das auch der Grund warum beispielsweise ich dann studiert habe und die vielen Unternehmen war um natürlich zu versuchen diesen Gap möglichst schnell zu überwinden.

00:14:30: Und mich in der Lage zu fühlen auch so eine Verantwortung zu übernehmen.

00:14:35: Dann kann ich ja nicht so weitermachen wie meinen Vater.

00:14:38: aber mein Vater hat Antworten auf die Fragen seiner Zeit gefunden.

00:14:42: Aber man muss immer die Antworten finden auf die jeweilige Zeit in der man lebt.

00:14:48: hilft es auch nicht, sich dann an den Vorgängern zu orientieren im Hinblick auf das was sie tatsächlich

00:14:53: getan haben.

00:14:55: Wobei... Sie sagten ja, Eingangsdemut ist ein ganz wichtiger Treiber bei der Größenordnung.

00:15:00: Mittlerweile reden wir über auch mit internationalen Neunzigtausend.

00:15:03: Ich bin heute der Mann der Zahlen, merke ich gerade.

00:15:04: Neunzigtausende Mitarbeiter.

00:15:06: Das ist eine Dimension.

00:15:08: Die ist gigantisch für die meisten von uns gar nicht greifbar was das für eine Verantwortung bedeutet.

00:15:14: und gleichzeitig merken wir hier in jeder Faser des Unternehmens die Werte, die ihr Vater geprägt hat, die sie fortführen.

00:15:21: Die werden ja gelebt und werden auch ins Zentrum des Ganzen.

00:15:25: Also der Mitarbeiter, die Persönlichkeit... ...die freie Entfaltung auch, das Mitgestalten, dass aktive partizipieren.

00:15:32: Wie gelingt Ihnen das?

00:15:34: Das stelle ich mir in die ganze Zeit.

00:15:38: Jeden wird man nicht erreichen können, aber einen überwältigenden Teil der Mitarbeiter genau mit diesen Werten zu überzeugen.

00:15:43: Wie wird die Unternehmenskultur in so viele unterschiedliche Filialen getragen?

00:15:49: Wie vermitteln Sie diese Werte, dass sie auch nachhaltig bestand haben?

00:15:52: Ja gut das ist letzten Endes die Unternehmen Skulptur natürlich, die da wesentlich ist weil die Unternehmer Kultur stabilisiert ein System oder eine Organisation vor allem wenn sich so subsidiär aufgesetzt ist wie es bei dem Trockeriemarkt der Fall ist.

00:16:06: Und deswegen ist es wichtig an der Unternehmenskultur permanent dran zu bleiben.

00:16:10: Weil die Unternehmskultur ist etwas, das bildet sich nach und nach.

00:16:14: Gibt's ja auch Definitionen von Edgar Schein, dass er einander hier oft genannt wird, die ich da sehr gut finde.

00:16:19: Der sagt also, konkrete Verhalten der wertsetzenden Persönlichkeit im Konfliktfall ist, welches von den Menschen im Unternehmen mit feinen Antennen wahrgenommen und zu allgemein Regeln verallgemeinert wird.

00:16:36: Das ist Unternehmenskultur.

00:16:38: Das heißt also als Führungskraft wird man sehr genau beobachtet – vor allem wenn es mal schwierig wird wie man sich dann verhält und sagt die Menschen, das so läuft dir der Hase!

00:16:49: An den Grundsätzen permanent zu arbeiten ist unheimlich wichtig Und da haben wir schon ein paar, die wir versuchen hochzuhalten.

00:16:57: Wir haben beispielsweise vielleicht die Szenen aufgefallen als sie vorhin hier ins Dialogikum gekommen sind und im Eingangsbereich hängt ein Banner mit einem Spruch drauf.

00:17:06: Auch der einzige Spruch meine ich, der hier hängt weil es soll ja kein Museum sein aber das ist ein Spruch von Theodor Sturm, der gesagt hat... Der eine fragt was kommt danach?

00:17:16: Der andere fragt nur ist es recht?

00:17:18: und also unterscheidet sich der Freie von dem Knecht?

00:17:22: Also wenn man diesen Spruch sich mal anschaut, da steckt eine ganze Menge drin von dem was wir versuchen bei DM Drogeriemarkt zu beherzigen.

00:17:30: im Hinblick auf Was ist Verantwortung?

00:17:32: Wie arbeiten wir zusammen?

00:17:34: und dann von den Grundsätzen ist es einmal die konsequente Kundenorientierung.

00:17:39: Die uns natürlich auch beweglich hält weil Kunden Menschen verändern sich permanent Und wenn wir das im Blick behalten, werden wir immer wieder die Notwendigkeit sehen uns zu verändern.

00:17:48: Aber Kundenorientierung bedeutet ja nicht nur der Kunde jetzt, der bei uns in den DM-Märkten einkauft sondern man hat hier auch in einem Unternehmen eine Leistungsbeziehung wie da mit internen Kunden.

00:17:59: also das gilt genauso für die internen Kunden und die internenen Lieferanten, die.

00:18:03: man hat Also diese Kundenorientation wirklich ganz konsequent gedacht.

00:18:08: Und das andere ist, dass wir Veränderungswilligkeit und Veränderung Fähigkeit hochhalten.

00:18:13: Es braucht ja beides, ne?

00:18:14: Also zum einen brauchst du die Willigkeit also auch sich auf Veränderungen einzulassen und Ver Änderungen nicht als eine Bedrohung zu sehen sondern als eine Chance weil man eben Ziele hat, die man noch erreichen möchte und die erreicht man natürlich nur wenn man Dinge verändert.

00:18:28: Diese Willigkeit aber auch die Fähigkeiten versetzen wir uns in die Lage Veränderungs- und Entwicklungsfähig sind.

00:18:36: Und das wiederum die Frage, wie wir miteinander zusammenarbeiten – inwiefern wir uns auch gegenseitig ermutigen?

00:18:41: Wie wir damit umgehen wenn Dinge mal misglücken?

00:18:45: Also diese sogenannte Fehlerkultur, wie sie genannt wird.

00:18:48: also Wenn wir Dinge verändern wollen dann bedeutet es Trampelpade zu verlassen und uns ins Risiko zu begeben.

00:18:55: Glückt auch nicht alles.

00:18:56: Wie gehen wir damit um?

00:18:58: Also an diesen Dingen permanent zu arbeiten.

00:19:00: und dann viele Grundsätze, die wir haben, die immer wieder wie so geflügelte Worte verwenden wie zum Beispiel Betroffene zu Beteiligten zu machen.

00:19:07: also wenn was angepackt wird sich zu überlegen wer muss da ins Projekt team rein?

00:19:12: wem geben wir die Möglichkeit?

00:19:13: wie öffnen wir das dass wir unsere Unternehmensphilosophie die wir ja haben immer wieder uns klarmachen?

00:19:20: Unternehmsphilosofie ähm ich zitiere sie mal kurz.

00:19:23: Er sagt, wir sehen als Wirtschaftsgemeinschaft die ständige Herausforderung ein Unternehmen zu gestalten.

00:19:30: Durch welches wird die Kundenbedürfnisse veredeln?

00:19:33: Den Zusammenarbeiten Menschen Entwicklungsmöglichkeiten bieten und vorbildlich in unserem Umfeld wirken wollen?

00:19:39: also sich daran immer wieder zur Orientierung das ist ja relativ allgemein gehalten Da steht doch nicht Drogerie drin jetzt, da steht es auch nicht Handelsunternehmen drin.

00:19:48: Aber da kommen mehrere Sachen zum Ausdruck die immer wieder sich dazu machen helfen.

00:19:52: also zum einen wir sehen die ständige Herausforderung.

00:19:55: also wir sind uns nie fertig wir müssen

00:19:56: immer daran arbeiten.

00:19:58: dann die drei wesentlichen Stakeholder Gruppen Die Kunden und Kunden.

00:20:02: Bedürfnisse veredeln, ja was heißt das?

00:20:05: Wie sieht ein Sortiment aus wenn ich Kundenbedürfnisse veredelen möchte.

00:20:08: Was heißt denn veredelt?

00:20:09: also?

00:20:09: da sind lauter Fragen die im Prinzip aufkommen wo wir immer wieder versuchen müssen Antworten zu geben Im Hinblick auf die Mitarbeiter nicht nur Erfüllungsgehilfen sondern Menschen Entwicklungsmöglichkeiten bieten damit sie ihre Biografie leben können über sich hinaus wachsen können Fähigkeiten ihnen zuwachsen können und dann natürlich vorbildlich in unserem Umfeld wirken.

00:20:29: Das heißt also nicht nur gute betriebswirtschaftliche Ergebnisse erzielen, die wir natürlich auch brauchen um uns weiterentwickeln zu können, um kreditfähig zu sein, kreditwürdig zu sein damit auch die Lieferanten bereit sind uns zu bezahlen mit Zahlungszielen.

00:20:43: Aber eben auch dass wir eben Wirtschaft als mehr sehen als nur Betriebs-Wirtschaft sondern eben auch das ist etwas ist was letzten Endes unser soziales Gefüge in Deutschland mitprägt.

00:20:55: Also öffentlicher Auftrag in gewisser Form.

00:20:59: Zumindest den Anspruch zu haben, also sich sozusagen mal moonshotten nicht nur klein klein sondern durchaus auch mal weit und da kann man noch viele von solchen Merks setzen die ab und zu sich klarzumachen einfach helfen sich an ihnen zu orientieren um dann eben immer daran zur Arbeit relevant für unsere Kundinnen und Kunden

00:21:18: zu bleiben.

00:21:19: Ich würde mal an der Stelle einmal versuchen, das ein wenig konkreter für mich zu begreifen.

00:21:23: Weil für mich ist natürlich ein Drogeriemarkt ein Ort der Beständigkeit im Grunde.

00:21:27: Dort werden vornehmlich natürlich Produkte ... Für meine Familie drei Jungs zuhause fahren wir immer hin oder zu unseren.

00:21:36: in Hannover gibt es natürlich auch Rossmann aber deswegen werde ich an dieser Stelle immer keine Wertung vornehmen.

00:21:41: Aber das ist also ein Drogariemarktest für mich einen Ort der beständigkeit.

00:21:44: was sind die wenn sie nach vorn schauen so die größten Herausforderungen?

00:21:48: darum geht Veränderung, weil eigentlich bin ich ja zufrieden mit dem was dort passiert.

00:21:53: Ich fühle mich ja wohl!

00:21:53: Ich gehe da hier hin, weil dort gibt es dann die Produkte, wo ist der Veränderungsdruck?

00:21:58: Was pressiert von außen auf Sie?

00:22:02: Also ich glaube ehrlich gesagt wenn sie sagen ein Ort der Beständigkeit, das ist eher ein Ort Vertrautheit für sie.

00:22:09: Nämlich wenn wir mal schauen wie sich auch die Drogeriemerk den Deutschland verändert haben über die Jahre, dann war das nicht so.

00:22:14: Da war vielleicht die Veränderungen beständig aber Sozusagen die Momentaufnahme von vor fünf, zwanzig, dreißig Jahren unterscheidet sich sehr von dem was wir heute haben.

00:22:24: Insofern ist es kein Ort der Beständigkeit sondern ein Ort der beständigen Veränderung Die allerdings immer so nah offensichtlich an den Menschen war und auch an ihnen persönlich jetzt dass das für sie vertraut war und Sie deswegen sich dort offensichtlich wohl fühlen.

00:22:40: Das ist genau die Aufgabenstellung für die Zeit, die vor uns liegt.

00:22:44: Also wie können wir weiterhin dieses große Vertrauen welches wir haben bei den Menschen, die ihre Konsumbedürfnisse bei uns befriedigen wollen oder man kann auch sagen ihre Kaufkraft bei uns ausgeben möchten?

00:22:56: Das wird es auch weiterhin erhalten.

00:22:59: Bevor wir gleich nochmal vielleicht ein bisschen tiefer das Geschäftsmail reingehen noch so ein bisschen wo Zukunftsfähigkeit tatsächlich entwickelt wird.

00:23:09: Lassen Sie mal ganz kurz eine Stufe höher gehen.

00:23:12: Wir haben es gerade eben schon ein bisschen angesprochen.

00:23:15: Veränderungsfähigkeit, wir leben ja momentan in einer Welt wenn man nach draußen blicken Wo man sicher theoretisch ne Krise aussuchen kann ob das für viele demografische wandel ist die geopolitischen Situation Ob das digitalisierungs Themen sind Klimawandel Egal.

00:23:31: Was ist ihr Blick gerade so ein Stück was auch auf Deutschland noch wie Deutschland als Land gerade mit diesen veränderungsfaktoren mehr weniger umgeht.

00:23:41: Alle hoffen auf Aufbruch, alle wollen irgendwie eine Signalwirkung.

00:23:46: Wie nehmen Sie gerade das eigene

00:23:48: Land wahr?

00:23:50: Ich erliebe Deutschland im Umbruch im Moment.

00:23:53: Wir hatten eine Phase der Stabilität die dazu geführt hat, dass wir geglaubt haben das würde entewig so weitergehen.

00:24:01: Ich glaube es kommt auch einfach historisch weil wenn wir mal schauen nach den grauen und der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs und des Nationalsozialismus war ja über sehr viele Jahre.

00:24:14: über vierzig Jahre war das Thema Wiedervereinigung etwas was immer die Vision war in der deutschen in der westdeutschen Politik, also in der außenpolitik aber auch in der wirtschaftspolitik und neunundachtzig ist es dann tatsächlich überraschend eigentlich.

00:24:31: Auch wenn das alle so logisch scheint, aber so war's ja nicht jetzt für uns Zeitzeugen Das dann realisiert.

00:24:39: und plötzlich dieses ganze Thema Gefahr eines Atomkrieges.

00:24:46: Deutschland ist ja an der Nahtstelle zwischen Ostblock und Westblock, also NATO gewesen.

00:24:51: Hier hätte dieser Krieg stattgefunden.

00:24:53: das weit was mich als Kind nämlich beschäftigt hat auch die Präsenz des Militärs alles was man da nach dem Doppelbeschluss im Mittelstrecken Raketen Das war etwas, was uns glaube ich sehr bedrückt hat in Deutschland auch.

00:25:08: und dann plötzlich ist das gelungen.

00:25:10: Und dann kam die Abrüstung und dann war von dem europäischen Haus die Rede und dass alles anders würde.

00:25:17: Also die Hoffnung des Ende der Geschichte, Fukuyama, hatte zwar so ganz nicht gemeint wie sie ihm danach ausgelegt wurde aber das war schon etwas... Ja, was wie eine große Erleichterung war.

00:25:28: Friedensdividende, die Rüstungsausgaben konnten reduziert werden, konnte für etwas anderes ausgegeben werden.

00:25:33: Die Wehrpflicht wurde ausgesetzt und damit hat sie einfach nicht mehr stattgefunden.

00:25:38: Und wir haben gedacht es würde ewig so weitergehen.

00:25:41: Und sind deswegen auch mit dieser permanenten Veränderung nicht mehr so konfrontiert gewesen?

00:25:47: Zumindest haben wir das ausgeblendet Ich möchte sagen schon darin eingerichtet, auch wenn ich das jetzt nicht werden möchte.

00:25:54: So und plötzlich hat sich die Welt verändert um uns herum und es ist sozusagen bei uns angekommen.

00:25:59: Und wir haben ja schon viel diskutiert.

00:26:02: also zum einen des Thema für unsere Sicherheit waren die Amerikaner verantwortlich, die weiterhin viele Militärausgaben hatten und da auch handlungsfähig geblieben sind.

00:26:14: Für unsere günstige Energie als Export-Urussion war das russische Gas über Pipelines, was natürlich extrem günstig ist.

00:26:22: Weil man Transportkosten hat die gegen Null gehen und dann für unser Wirtschaftswachstum und damit die Arbeitsplätze und die Steigerung der Einkommen in Deutschland waren die Exportmärkte letzten Endes Ausschlag geben.

00:26:36: Und da war China ganz wesentlich und diese drei Dinge sind weggebrochen, und gleichzeitig glaube ich dass wir nach der Realisierung der deutschen Wiedervereinigung kein Projekt in Deutschland hatten keine Visionen hatten in Deutschland wo wir gesagt haben dafür wollen wir uns einsetzen.

00:26:53: so jetzt habe ich sozusagen wenn ich keine visione habe und lebe sozusagen in einem zustand der Nichtveränderung, dann funktioniert es.

00:27:01: Das Problem ist nur wenn ich keine Vision habe und ich kann nicht so weitermachen wie bisher weil die Rahmenbedingungen sich verändern, dann komme ich in den Zustand... ...der Verunsicherung?

00:27:11: Der

00:27:11: Krise?!

00:27:11: Und ich glaube da befinden wir uns im Moment!

00:27:15: Entscheidende Frage im Moment für uns, glaube ich.

00:27:17: Was ist die Vision?

00:27:18: Die wir haben für die Gesellschaften der wir leben wollen?

00:27:21: und ich glaube wenn uns gelingt das zu entwickeln dann werden wir auch als gesellschaft Strategien entwickeln um dorthin zu kommen.

00:27:27: Dann wären wir zusammenrücken.

00:27:29: Dann werden wir billig gesprochen die Ärmel hoch krempeln und dann wird es wieder vorangehen.

00:27:34: Das in einem Unternehmen letzten Endes ja auch nicht anders.

00:27:36: Ich würde sagen die die Transferleistung wäre jetzt weil Das ist ja genau das Bild, also sowohl die Situationen haben sie beschrieben und auch jetzt eigentlich die Wetten, die wir verloren haben.

00:27:45: Dass es braucht ... Ich sag mal so... Die Frage können wir hier nicht ganz schlussendlich beantworten aber welche Frage wir beantwortet können natürlich auf der anderen Seite.

00:27:56: Wenn ich die Frage ... Wir blicken mal ins Jahr zwanzig dreißig Division von DM.

00:28:01: Was ist da das Narrativ?

00:28:03: Also wir haben gerade auch gesagt, wir haben für eine dem Märkte Wir haben auch große Wettbewerber, also gerade auch China drückt sehr stark in den Markt rein.

00:28:11: Nicht nur im Automotivebereich und auch im Maschinenbau usw.. Also neue Märkte sind hier vor Ort.

00:28:19: Expansion oder auch letzte Internationalisierung ist nicht mehr ganz so einfach wie es mal war.

00:28:22: die Märkte.

00:28:24: Wie stellt sich grade sozusagen die Vision aber auch ein bisschen das kommende Wachstum von DM in den nächsten Jahren?

00:28:31: Wie bildet es sich ab?

00:28:33: Also Ihre Frage riecht sich jetzt auf DM, nicht auf Deutschland.

00:28:36: Genau,

00:28:36: also rein auch auf DM-Divisionen wird genau... Also Deutschland habe ich für das...

00:28:40: Das wäre ein spannendes Thema natürlich, ne?

00:28:42: Das ist ja super spannend.

00:28:44: aber ich glaube es ist ja genau das was Sie auch sagen, dass sie auch wenn man sagt naja wir können die eine Organisation selbst in Ihrem Industrie mit der anderen vergleichen ist das meiner Meinung eigentlich möglich weil diese richtige Blaupause bis auf bestimmte Faktoren gibt es oftmals nicht.

00:28:59: deswegen ist es natürlich total spannend.

00:29:01: wenn ich sie jetzt frage okay Was ist die Vision der Eigenorganisation?

00:29:05: Ja,

00:29:05: ich kann vielleicht doch versuchen den Bogen zu spannen.

00:29:09: Also es gibt ja dieses Prinzip des schöpferischen Zerstörungen von Schumpeter, welche sich faszinierend finde weil es etwas anspricht was meines Erachtens für Entwicklung ganz wesentliches.

00:29:24: und letzten Endes die Kartellgesetzgebung basiert ja darauf dass sie die schöpfersche Zerstörung möglich machen möchte Weil Märkte, Karl Marx hat es ja schon beschrieben, neigen sich dazu zu konsolidieren und Machtstrukturen auszubilden.

00:29:44: Die sich dann in Form von Monopolen in einer Fortschrittsfeindlichkeit ausprägen.

00:29:48: am Ende.

00:29:49: Und weil diese Wirtschaftstheorie besteht ist er durch die Kartellgesetzgebung ganz bewusst versucht worden... Ich würde auch sagen, weitestgehend erfolgreich dafür zu sorgen dass diese Machtstrukturen eben nicht sich so bilden können und damit Fortschritt verhindern.

00:30:06: Deswegen glaube ich ist es wichtig für eine Volkswirtschaft eben Rahmenbedingungen immer wieder zu schaffen das das Prinzip der schöpferischen Zerstörung auch tatsächlich stattfinden kann und es hört sich jetzt so negativ an aber eigentlich positiv ausgedrückt, also Strukturen.

00:30:21: Dass das Neue immer wieder eine Chance bekommt und dass Alte nicht künstlich erhalten wird, beispielsweise durch Subventionen und was es so alles gibt Ja?

00:30:30: Und es ist in dem Unternehmen aber auch nicht anders.

00:30:32: In einem Unternehmen habe ich ja auch die Herausforderung, dass wenn ich größer werde

00:30:36: Ich

00:30:37: im Prinzip fortschrittsfeindlich werde weil Das Bewahren der bestehenden Prozesse dazu führt keine Innovation mehr möchte, weil Innovation bedeutet Verlust an Effizienz, bedeutet auch Verluste an Profitabilität zunächst mal.

00:30:54: Gerade wenn ich ein ausoptimiertes System habe und jetzt mal bezogen auf die M-Trogeriemarkt ist das schon ein Thema was uns beschäftigt.

00:31:01: Jetzt genau zu sagen wie die M Trogeriemarkt in fünf Jahren zehn Jahre, fünfzehn, dreißig Jahre aussehen wird halte ich persönlich für vermessen.

00:31:11: Wir sind ja für die Kundinnen und Kunden da.

00:31:13: Also wir müssen so sein, dass Kunden sagen... ...für DM gehe ich malenweit!

00:31:18: Da gehe ich an vielen anderen Türen vorbei um dort meinen druckistischen Bedarf einzukaufen.

00:31:23: Den es auch woanders gibt?

00:31:25: Wir müssen aber auch relevant bleiben für die Menschen, die sich überlegen wo sie arbeiten möchten also wo sie ihre Lebenszeit einbringen möchten.

00:31:32: Da müssen wir attraktiv bleiben.

00:31:34: und wir müssen natürlich auch so sein dass jetzt als Einzelhändler vermieter sich sagen in mein Laden lokal da möchte ich einen DM drin haben und nicht jemand anderes und dann bin ich auch bereit in der Verhandlung über den Mietpreis entgegen zu kommen und nicht irgendetwas zu verlangen was nur andere Formate beispielsweise sich erlauben können mit Lieferanten weitermachen und mit Banken, also in diese Richtung.

00:31:59: Jetzt weiß ich... Ich weiß ganz ehrlich nicht wie die Menschen sein werden in dieser Zeit.

00:32:04: Also ich könnte jetzt irgendwas erfinden aber das wäre eine Behauptung!

00:32:07: Und das ist schlecht weil dann bestätige Fahrt dass wir in die falsche Richtung gehen.

00:32:12: deswegen ist mein Umgang damit folgendermaßen, dass sich sage Wir müssen uns so aufstellen, dass wir immer in der Lage sind schnell wahrzunehmen was sich verändert in der Welt, in der wir tätig sind und uns dann schnell anzupassen.

00:32:29: Und Ideen eine Chance zu geben die durchaus auch das Bestehende infrage stellen.

00:32:34: aber diesen Muskel der Innovationsfähigkeit permanent zu trainieren um dann in der Lage zu sein immer vorne an der Kante zu sein und da gibt es ein paar Prinzipien die einfach hilfreich sind ist beispielsweise von Nassim Taleb des Prinzipes der Antifragilität kennen sie wahrscheinlich Aber es ist ja eigentlich das Konzept der Lernfähigkeit, des Lernens.

00:32:53: Welches er mit dem Namen der Antifragilität oder mit den Begriffen der Antefragilitäten summiert und das ist unglaublich hilfreich!

00:33:03: Was würden Sie selber als eine der größten Innovationen der letzten Jahre?

00:33:07: Wo Sie sagen, dass verdeutlicht eigentlich das was sie gerade sagen Und das sieht man theoretisch auch bei jedem Einkauf die nicht in einem dm-Laden

00:33:16: mache.

00:33:17: Was war die letzte, wo Sie sagen das war wirklich eine große Innovation, die wir in die Läden gebracht

00:33:21: haben?

00:33:24: Also ganz, ganz große Innovation.

00:33:29: Die würde ich sagen, die kamen damals als die Drogeriemärkte aus der Taufe gehoben worden.

00:33:33: Das war ne echte Innovation weil Drogerien bis dahin ähnlich wie Apotheken waren also in dem Sinne dass ist ein Bedienungskonzept es war mit einer Theke es war kein Selbstbedienungskonzept, es wurde noch viel auch zubereitet.

00:33:50: Das Sortiment war sehr groß, also sehr tief und sehr breit.

00:33:54: Und das waren echt neue Kräfte damals gemacht worden aufgrund von einer Veränderung der rechtlichen Rahmenbedingungen – der Fall der Preisbindung der zweiten Hand, also dass Einzelhändler im Trogari-Bereich die Verkaufspreise festlegen durften.

00:34:10: bei der Presse, dass die Verlagshäuser die Preise festlegen und die Kioskbesitzer die Preisen nicht verändern dürfen.

00:34:16: Sie dürfen doch keine Rabatte auf Zeitung gegeben werden.

00:34:20: Ja also so ähnlich war das, so ähnlich ist es bei Trogorin.

00:34:23: Also es war eine echte Innovation.

00:34:24: danach würde ich sagen hat DM und ich würde mal behaupten auch die anderen Einzelhandelsunternehmen jetzt in Deutschland, die ich so überblicken kann da gab's keine wahnsinnigen Innovationen.

00:34:35: Das waren kriminelle Veränderungen, die stattgefunden haben.

00:34:39: Aber dann mit Exzellenz umgesetzt.

00:34:42: und das ist im Prinzip kann man sich vorstellen wie wenn man auf Gleisen fährt und dann kommt eine Weiche und dann geht es des neue Gleis so ein bisschen zum Parkrad von dem bisherigen Gleiss ab.

00:34:57: Das am Anfang nicht groß aber wenn das konsequent beschritten wird und diese Richtung beibehalten wird der Abstand zum Bestehen immer größer.

00:35:04: Aber der Sprung kommt nicht erst den zehn Kilometer von dem Alten aufs neue Gleis, sondern ging los mit der Weichenstellung.

00:35:11: Und so hat es auch stattgefunden und so kann man jetzt sehen dass die Einzelhandelsformate sich dann differenziert haben.

00:35:19: Heute ist ja gerade der deutsche Einzel-Handelsmarkt im Lebensmittelbereich zu dem wir auch gezählt werden nach den Ussancen der Branche extrem konsolidiert.

00:35:31: Absolut!

00:35:32: Also was ich total spannend finde, ist mein Prinzip der Wettbewerbsfähigkeit von Organisationen basiert eigentlich auf fünf Punkten.

00:35:39: Innovationsfähigkeit, Digitalisierungsfähigkeit Teamfähigkeit Veränderungsfähigkeit und Verantwortungsfähigkeit in unterschiedlicher Ausprägung.

00:35:47: Einige der Punkte haben Sie jetzt tatsächlich schon mal angesprochen Und ich find's auch interessant wie sie interpretiert werden gerade im Kontext.

00:35:54: Innovation, ja das muss jetzt nicht die Disruptive sein.

00:35:57: Es kann auch mit Kriminelle Facetten haben.

00:35:59: Das kann teilweise nur das neue Lichtkonzept sein in einem Store, die neue Art der Wegeführung und so weiter.

00:36:04: Es gibt ja viele Veränderungen, die am Ende auf ein Ziel hinarbeiten dem Kunden ein spannendes intensiveres aber im besten Fall einen höheren Warenkorb Erlebnis zu bieten.

00:36:16: was ich total spannend finde ist auch wenn wir gerade auf das Thema Teamfähigkeit kommen Die Ladenfläche lebt natürlich auch von strategischen Partnern.

00:36:26: Von

00:36:27: der Frage, wo entwickeln wir uns selber Thema Eigenmarken?

00:36:32: Wo holen wir strategische Partner rein?

00:36:33: Wie schaffen wir es am Ende eine Fläche zu bespielen die sowohl für die zwölf bis dreizehn- und vierzehnjährigen bisschen zur Oma, bis hin zu der Mutter usw.

00:36:43: spannend ist?

00:36:45: wie blicken sie so selber auf das Sortiment?

00:36:48: also wenn man sozusagen daraufblickt Viele reden ja gerade von die größeren Marschen sind auch vielleicht in der Eigenentwicklung, dass man auch eigenen Produkte rausbringt.

00:36:57: Wo man gar nicht mehr in Kooperation geht bei anderen Marken ist es vielleicht irgendwie wichtig zu sagen wir brauchen auch irgendwie die Hingucker.

00:37:03: sie haben jetzt auch eine große strategische Partnerschaft.

00:37:07: auch hier zum Beispiel mit Ski Glam wird es rauskommen auch sozusagen die Produkte mit in den Markt zu bekommen die auch eine hohe Attraktion auch gerade im jungen Publikum haben Inwieweit Die Fläche auch immer das Geheimnis sozusagen die Balance dazu halten, dass für jeden was dabei ist.

00:37:26: Ja das ist ein wesentlicher Punkt.

00:37:27: ich möchte gerne nochmal ganz kurz zurückgehen zu der Frage noch mal der Innovation weil es da also sich jetzt ihn zugehört haben.

00:37:34: kann mir noch einmal der Gedanke um das mal so deutlich zu machen die Einführung von Scanner Carson bei DM und DM war der erste Händler der das damals Ende des siebziger Jahre eingeführt hat kann man natürlich mal so denken, dass man sagt prima damit muss ich keine Preiseauszeichnung mehr machen.

00:37:53: Und viele Einzelhändler haben auch in erster Linie damit nur gearbeitet.

00:37:59: Jetzt kann man weitergehen nachdem einmal diesen kleinen Schritt gegangen ist.

00:38:02: also jetzt muss sich keine Preisetiketten mehr klappen mit diesen Meto-Geräten da drauf tackeln und die Menschen an der Kasse oder müssen sich die Preise nicht mehr merken.

00:38:12: an der Casera konnten ja die Preisse im Kopf des Preisgruppen gab Und das kann man sagen ein kleiner Schritt, naja aber jetzt habe ich plötzlich Scanner Kassen.

00:38:22: Jetzt hab' ich plötzlich wahnwirtschaftliche Zahlen.

00:38:26: Ich kann plötzlich sehen wie eingekauft wird wie Sortimentsanteiligkeiten sich verschieben.

00:38:32: Ich weiß genau, was habe ich einen Deckungsbeitrag an dem Tag gemacht?

00:38:35: Weil bis dahin konnte ich den Deckungsbeitrag nur theoretisch rechnen in dem ich durch die Nachbestellung gesehen hab, was für eine Bezugsspanne ich hatte und dann kann ich plötzlich weitergehen, kann geschlossenes Warnwirtschaftssystem haben, kann wesentlich effizienter arbeiten, kann Kundenkarten einführen, kann jetzt plötzlich sehen, wie die Menschen im Zeitverlauf einkommen, kann ganz anderes Kommunikations- Konzept deswegen machen.

00:38:59: Also man sieht sozusagen aus dem ersten Schritt, das Entscheidende ist dass ich da nicht stehen bleibe sondern dass sich den Weg dann weitergehe und die Chancen nutze, die sich mehr geben.

00:39:09: also das nochmal im Hinblick auf wie findet Innovation jetzt gerade in so einem Unternehmen statt welches eine enorme Größe hat im Laufe der Zeit wo ich auch nicht einfach von links mal auf rechts gehen kann oder von rechts auf links weil die Prozesse müssen ja klappen Also für sich immer wuchtige Prozesse, die wir haben.

00:39:29: Dass das auch wirklich so klappt, dass die Ware pünktlich da ist in der Menge wie es gebraucht wird mit hohem Erstverräumungsgrad und des mit scharf kalkulierten Preisen, die dazu führen, dass am Ende des Unternehmens betriebswirtschaftlich erfolgreich unterwegs sind.

00:39:42: also Da muss man, da kommt dann wieder die Demo rein.

00:39:46: Da kann ich nicht einfach so agieren wie so ein Dotcom-CEO der einfach mal so ganz spontan mit hoher Cash-Burn-Rate das mal so macht und mal somacht.

00:39:56: also das ist schon was anderes.

00:39:57: aber jetzt zum Sortiment.

00:39:59: Wir gehen jetzt

00:40:00: zur Sortimente aber dann habe ich nochmal eine andere Frage weil das ist total spannend.

00:40:05: Früher hat man ja gesagt im Handel Der Einkauf entscheidet über den Gewinn Also so gut wie man einkauft.

00:40:11: Der Gewinn liegt

00:40:12: im Einkauf, oder?

00:40:13: Genau!

00:40:15: Heute ist es ja oftmals so dass wir sagen okay und Sie haben gerade ein Stück weit beschrieben wo wahrscheinlich auch sehr viel des Wachstums der letzten Jahre herkommt.

00:40:25: Wir haben den Kunden besser

00:40:26: verstanden

00:40:27: Daten haben uns dabei geholfen neue Technologien Was ist für sie gerade die ich will mal sagen der spannendste Teil von Technologie, auch jetzt gerade im Hypthema Künstigens und so weiter.

00:40:41: Wo sie auch ein DM sehr stark damit auseinandersetzt weil es einfach extrem wichtig ist, weil Kundenansprache, Kundengewinnung aber auch letztendlich die vielleicht auch die Entwicklung des Sortiments, die Balance des Sortiments basiert sozusagen auf noch mehr profundem Wissen und auch letztlich einem guten Vorkast.

00:40:59: wie wichtig ist Technologie in ihrer Vision?

00:41:03: enorm wichtig.

00:41:04: enorm wichtig, weil wenn wir mal schauen wie groß Unternehmen heute sind also wie viel Umsatz

00:41:09: mit wie viele

00:41:11: Kolleginnen und Kollegen generiert wird dann ist es ja gewaltig verglichen mit vor fünfzig Jahren.

00:41:17: Und das ist natürlich nur durch Technologie möglich, weil Technologie den einzelnen Menschen auch in so einer großen Organisation in die Lage versetzen kann gute Entscheidungen zu treffen.

00:41:27: Entscheidung muss er schon noch selbst treffen am Ende aber natürlich die Vorbereitung für eine Entscheidung, also durch eine bessere Wahrnehmungsfähigkeit.

00:41:36: was eigentlich los ist wird natürlich erst durch Technologie ermöglicht.

00:41:40: Deswegen ist Technologie wichtig und ich glaube was wir im Moment erleben ist das Aufkommen oder die Einführung einer neuen Basistechnologie und das alles was jetzt unter diesen generativen Modellen, also large language models gekommen ist Also noch in den Kinderschuhen ist, ging ja damit los was einfach sozusagen der Interface zwischen Mensch und Maschine vereinfacht wurde.

00:42:02: Dass ich eben über diese generativen Modelle im Prinzip mir das Wissen der Technik verfügbar machen konnte indem ich meine eigene Sprache verwende Und meine eigene Begrifflichkeit und die Maschine mit mir in meinen Begriffen kommunizieren konnten.

00:42:18: Also das war lange ja anders, da musste ich ja Programmiersprache können.

00:42:21: Da musste ich auch mit Masken arbeiten... die ich ja auch erst kennenlernen musste, also das ist das eine was wir jetzt sehen.

00:42:28: Aber jetzt geht es ja weiter.

00:42:29: Jetzt geht's ja dahin weiter dass wir uns wissen ganz anders verfügbar machen können viel schneller verfügbaren können viel weniger Zeit dafür aufbringen müssen dadurch der einzelne wesentlich mehr ermächtigt werden kann was die Arbeit anbelangt.

00:42:42: aber es wird wahrscheinlich da hingehen dass künftig Menschen wie Agenten haben werden die Entscheidungen für sie treffen werden und eben auch Einkaufsentscheidung treffen werden.

00:42:54: Und es wird für uns natürlich bedeuten, wie werden wir uns dieser Herausforderung stellen können?

00:43:01: Dass vielleicht Menschen wesentlich weniger selbst entscheiden möchten wo Drogerieartikel gekauft werden und dass vielleicht Agenten künftig übernehmen werden also virtuelle Agenten.

00:43:12: und wie werden diese Agenten entscheiden?

00:43:15: Bedarf es, damit solche Agenten eine Entscheidung treffen bei denen die M-Trogerie markkünftig auch noch eine Rolle spielen wird?

00:43:21: Das sind die wesentlichen Fragen, die auf uns zukommen.

00:43:23: Aber das ist wirklich Zukunftsmusik!

00:43:26: Es ist wichtig sich diese Fragen zu stellen weil das natürlich unsere Wahrnehmungsfähigkeit schärft und wir dann einfach viel besser wahrnehmen wenn es da Entwicklungen in dieser Richtung gibt, die wir vielleicht aufgreifen können oder verstärken können.

00:43:37: Vielleicht können wir selbst einen Beitrag leisten und so wird Zukunft

00:43:40: gemacht Bedeutet im Umkehrschluss halt auch nochmal wirklich eine herausragende Möglichkeit in der Individualisierung des einzelnen Marktes.

00:43:48: Also das Sortiment, natürlich ich habe den Eindruck als ganz normaler Konsument.

00:43:53: Ich gehe in jeden DM und irgendwie überall gefühlt ist das gleich vom Lockenfield immer dieses Heimatgefühl.

00:43:58: Aber wenn ich sie richtig verstehe, je genauer die Daten natürlich dann sind.

00:44:01: Das so zielgerichteter kann man halt auch den Einkauf steuern und das Sortiment steueren.

00:44:05: Ist das die Vision wie man sich DM zukünftig vorstellen kann?

00:44:08: Dass man zum Beispiel in Bayern ein ganz anderes Sortiment findet... Die marken immer noch da aber ein ganz andere Sortiment als zum Beispiel im Norddeutschland?

00:44:16: Also anders kuratiert durchaus möglich?

00:44:19: Durchaus möglich!

00:44:20: Es hat allerdings natürlich alles seinen Trade-off also einen Strafessortiment mit hohem Umschlag ermöglicht niedrigere Preise als ein sehr breites, ausrufendes Sortiment mit niedrigen Umschlag.

00:44:33: Also dann ist wieder die Frage was das Vertriebskonzept und was is den Menschen wie wichtig?

00:44:38: Ist ihnen die Auswahl wichtiger als der Preis?

00:44:41: oder ist der Preis des entscheidende Kriterium welches da natürlich im Hinblick auf die betriebswirtschaftlichen Möglichkeiten auch dann das Handlungsfeld für den Händler einschränkt?

00:44:52: damit muss man umgehen.

00:44:53: Aber das hat schon, also diese Personalisierung der Kuratierung des Sortiments bedeutet dass die Grundgesamtheit der Artikel eher größer wird und das hat dann schnell große technische Implikationen.

00:45:05: Also möchte ich mal anschaulich machen, weiß nicht wie vertraut es jetzt ist so eine Handelslogistik wenn sie einen Logistikzentrum ein Verteilzentrum haben wo das Prinzip der Kommissionierung Person zur Ware ist Sie haben Kommissionierplätze, wo die einzelnen Artikel sind und dann ganz bildlich gesprochen mit der... Mit dem Ehubwagen geht dann der Kommissionierer an den einzelnen Kommissioniertplätzen vorbei und pickt sich die Ware, die in der Bestellung für den einzelne Markt ist.

00:45:37: Dann ist der limitierende Faktor die Anzahl an Kommissioniereplätzen, die sie haben.

00:45:41: Die können Sie auch nicht einfach ausweiten weil das hat Frage von Flächen und von Infrastruktur.

00:45:48: Wenn Sie dann allerdings mit einer Logik arbeiten, die Ware zur Person ist dass der Kommitionierer also nicht mal durchs Lager läuft an den Kommissionierplätzen vorbei, sondern dass er an einer Palette steht und die Ware ihm angedient wird.

00:46:03: Dann können sie nicht mehr die Restriktion der Kommissionärplätze haben.

00:46:08: aber sie brauchen einen ganz anderen Technologisierungsgrad das heißt ein bisschen höhere Investitionen machen.

00:46:13: eine hohe Investition in Technik bedeutet auch eine Festlegung wesentlich weniger flexibel.

00:46:18: Aber Sie können natürlich mit dem größeren Artikelspektrum arbeiten welches sie dann kuratiert.

00:46:23: einzelnen.

00:46:33: Das ist

00:46:42: total absolut nachvollziehbar, gerade der Automatisierungsgrad.

00:46:45: Darüber könnte man eine komplette Folge machen wenn es so... in welchem Bereich und so weiter.

00:46:51: Ich will gerne mal auf ein Thema, weil ich glaube der ist ja auch für die Zukunft und auch die Attraktivität der Läden, auch der realen vorzufindenen Läde extrem wichtig.

00:47:02: was sich vorhin meinte das Thema Sortiment.

00:47:04: DM ist eine spannende Kooperation eingegangen mit einem, sagen wir mal einen Konzern, der auch so ein bisschen vielleicht in unterschiedlicher Art und Weise medial dargestellt wird.

00:47:14: Nichtsdestotrotz hat zum Beispiel die Produktion mit Chiclam, also die Produkten, die auch jetzt eigentlich in den Märkten von DM stattfinden eine wahnsinnige Anziehungskraft im sozialen Medien etc.

00:47:26: Wie wichtig ist es am Ende auch genau das offen für die Veränderungen?

00:47:32: Offen auch für einen Produktvielfalt zu sein, der mal so und mal so sein kann?

00:47:38: Das heißt ja nicht dass sie für immer so ist oder sich auch nicht weiter verändert.

00:47:42: Wie stark guckt man da auch auf internationale Aspekte?

00:47:45: Was funktioniert, wie funktioniert es also.

00:47:47: Wie kam am Ende zum Beispiel so eine Kooperation zustande?

00:47:50: wird das abgewegt?

00:47:51: wird genau geguckt bei der M?

00:47:53: ok was könnte gut funktionieren für die bestimmte C-Kruppe?

00:47:56: Also wie schafft man es solche Kooperationen in die Läden zu bekommen?

00:48:00: aber auf anderen seite auch wie selektiert man diese?

00:48:04: ja?

00:48:04: also Zunächst ist es wichtig, sich klarzumachen so einen Sortiment bei uns.

00:48:09: Wenn ich jetzt mal offline und online zusammennehme über ein ganzes Jahr haben wir ungefähr so achtzehntausende Artikeln.

00:48:15: Und die Reaktion ist oft, war's so viel?

00:48:19: Soviel braucht man wirklich so viele?

00:48:21: Dann ist meine Antwort immer also sie brauchen nicht so viele!

00:48:25: Aber für unsere gesamte Kundschaft glauben wir dass das im Moment das optimale Artikelspektrum ist welches wir anbieten.

00:48:33: Weil letzten Endes eben jeder aufgrund seiner Lebensgewohnheiten, seiner Situation und seiner Überzeugung sich seinen Sortiment zusammensucht.

00:48:41: Und es macht halt schon einen Unterschied jetzt.

00:48:44: Haare habe, die lockig sind.

00:48:48: Wo ich vielleicht eher die Tendenz zu sehr dünn Haare hab oder zu fettigen Haaren.

00:48:53: Das führt dazu dass ich unterschiedliches Shampoo brauche und schon geht es los mit der Auswahl.

00:48:57: Dann gibt's unterschiedliche Marken, die ja auch ihre Konsumforschung machen und ihre Werbung machen und dann gibts eben Präferenz in was Marken anbelangt.

00:49:04: Und was wir jetzt ja sind als Einzelhändler ist wer Verkaufen natürlich Artikel aber was wir wirklich sozusagen als Leistung als Nutzen verkaufen ist die Kategorie Kompetenz.

00:49:13: das ist sagen, wenn es um Haare geht beispielsweise oder um Gesichtspflege.

00:49:17: Dann gehe ich mal zu DM.

00:49:18: Oder jetzt weil Sie von Skikläm gesprochen haben das ja eine Kosmetik-Markt, also Dekorative Kosmetika, wenn's um dekorative Kosmete geht dass die Menschen sich sagen Ich geh' einmal zu DM weil da finde ich das was im Moment gerade angesagt ist und natürlich gibt es noch ganz viel mehr Marken.

00:49:33: aber die wesentlichen Marken die finde ich da und dann kann ich in der Auswahl treffen und kann mich wieder mit anderen Dingen beschäftigen.

00:49:42: Und was wir jetzt hier ja haben bei uns im Sortimenzmanagement, sind Menschen die im Prinzip wie so Fährtenleser versuchen zu sehen.

00:49:51: Was gibt's da draußen?

00:49:52: Was kommt denn da an?

00:49:53: Wo ist denn das Bedürfnis?

00:49:55: Wo is'n auch eine Entwicklung, die wir sehen können, die an Bedeutung gewinnt und die maßgeblich dafür notwendig ist, um die Kategorie Kompetenz immer wieder einlösen zu können.

00:50:08: Deswegen verändert sich unser Sortiment auch permanent.

00:50:10: Die Hälfte unserer Artikel jedes Jahr wird ein und ausgelistet, permanente Veränderung im Sortiment und deswegen dann in der dekorativen Kosmetik immer die Frage welche Marken gehören heute zu einem attraktiven und aktuellen Sortiment?

00:50:27: Und da ist jetzt die Beurteilung gewesen, der Verantwortlichen in unserem Sortimentecorative Kosmetik.

00:50:33: Dass sie gesagt haben wir sehen dass eine große Interesse von gewissen Zielgruppen an der Marke Ski Glamm ist und dann wird die sich mal genauer angeguckt also wird Kontakt aufgenommen zu dem Hersteller und Dann wird natürlich auch geschaut ist es von der Qualität so das die Menschen sagen Ja bei DM Da kann ich mich auf die Qualität verlassen da muss Ich Jetzt nicht alles durchlesen und alles recherchieren weil wenn das er ausgesucht hat, dann ist es so dass ich mich darauf verlassen kann.

00:50:59: Das Wieder des Vertrauen welches wir als Händler uns erarbeitet haben und was ein sehr sehr hohes Gutes.

00:51:06: Und jetzt ist es eben dann wichtig auch bei so einer Marke da einfach drauf zu gucken und sagen ja was haben man tatsächlich vorliegen?

00:51:12: Und das unheimlich wichtig glaube ich, dass wenn nicht anfangen dogmatisch zu werden weil dann fangen wir an zu glauben dass wir den Menschen vorschreiben können was sie konsumieren sollten.

00:51:21: Das kann man machen aber wenn man da halt zu ideologisch wird Die Menschen auch überfordert, dann ist er das Schöne.

00:51:30: Dass die Menschen sich entscheiden können woanders einzukaufen.

00:51:33: und deswegen ist ganz wesentlich für uns immer die Kundenresonanz uns anzugucken und sicherzustellen, dass die Qualität, die wir haben, das die in Ordnung ist.

00:51:40: Und es ist im Falle von Schiecklärm jetzt so gewesen, dass da selbstverständlich auch die Qualitet geprüft wurde – mit den Verantwortlichen gesprochen wurde, geschaut wurde wo wird es hergestellt?

00:51:50: Das sind wir der Meinung, dass es den Qualitätsstandard entspricht, die auf der einen Seite regulatorisch am, aber auch unsere Ansprüche sind ein qualitativ hochwertiges Sortiment.

00:52:01: Ich bin total spannend weil ich glaube was Sie sehr gut geschafft haben dieses Vertrauen aufzubauen.

00:52:10: Also ich gehe in den DM und habe das Vertrauen, dass die Produktauswahl, die ich davor finde am Ende auch was ich den Qualitätsanspruch hat ein richtiges Preiselement hat usw.

00:52:19: Es ist natürlich ein hohes Gut wenn man das jetzt mal nach vorne denkt.

00:52:24: Auch gerade im Zeitalter Sie haben es gesagt ja irgendwann hat man sein Avatar weil grade auch bei Ihnen ist wenn ich es mal nach vorn breche der große Herausforderung zu sagen ok sind achtzehntausend Artikel Die Endstufe oder haben irgendwann mal Achtzigtausend so.

00:52:39: Können wir das mit dem Vertrauensgedanken machen?

00:52:42: Das finde ich total, total spannend und ich glaube da könnten wir auch noch ewig weiter machen.

00:52:47: Ich möchte jetzt aber nochmal eine andere Abbiegung machen.

00:52:50: Sie sind jetzt in der Weile dabei.

00:52:52: Was waren Ihre persönlichen Highlights dann?

00:52:54: sind immer auf einer anderen Ebene.

00:52:55: gehen ein bisschen zum Ende des Podcasts.

00:52:57: was waren ihre letzten wirklich persönliche Highlights wo sie sagen Das ist Ihnen in Erinnerung geblieben, im Kontext mit DM in den letzten Jahren.

00:53:05: Ja also die Corona-Pandemie, das war schon etwas.

00:53:10: Das hat viele Aspekte gehabt.

00:53:15: zum einen natürlich die unmittelbare Bedrohungslage und die Frage jetzt als Verantwortlicher wie gehste damit um?

00:53:21: Gerade am Anfang wo er noch nicht bekannt war, wie gefährlich das Virus tatsächlich ist, wie tödlich auch bevor der Einzelhandel dann so zugemacht wurde.

00:53:34: Aber wir konnten hier offen bleiben, inwiefern setzen die sich einem gesundheitlichen Risiko aus welches auch tödlich sein kann?

00:53:41: Das war ja unklar.

00:53:44: und jetzt als Gesamtverantwortlicher das ist dann eine Entscheidung die können sie nicht delegieren, die müssen sie treffen und vertreten.

00:53:51: Also diese Erfahrung damit umzugehen, das war natürlich eine echte Herausforderung und der ich auch unheimlich viel gelernt habe wie geste da dann vor.

00:54:00: Aber jetzt im Hinblick auf Highlight ist ein Wies uns gelungen es als Organisation damit um zu gehen weil die ... Das Phänomen was wir ja hatten obwohl wir aufbleiben durften ist dass viele unserer DM-Märkte enormen Umsatz verloren haben Also gerade die, die sehr vom Grenzverkehr getragen werden normalerweise.

00:54:18: Da sind die Umsätze also wirklich zusammengefallen auch die Märkte in Einkaufszentren waren wo alle Einzelhändler zuwahren.

00:54:28: Da war es ja Stockeduster zum Teil weil die Beleuchtung normaler aus den Läden kommt und sie haben natürlich die Beleistung abgeschaltet um Kosten zu sparen.

00:54:35: Auch die Rolltreppen wurden zum Teil abgeschaltet von den seiner Betreibern, weil Rolltreppe richtig viel Energie brauchen.

00:54:41: Und da war dann gar nichts mehr los.

00:54:42: und in den Innenstädten, in den Fußgängerzonen war auch nichts mehr Los.

00:54:47: Da ist natürlich der erste Reflex weil Cashes King in so einer Situation muss man sehr auf den Cashflow achten damit das Geld nicht ausgeht.

00:54:55: Ist natürlich dann Kurzarbeit.

00:54:56: Das ist ja das Instrument welches wir in Deutschland haben um in solchen Situationen Unternehmen zu stützen damit die eben nicht in die Insolvenz gleich rutschen.

00:55:03: Und es ist natürlich den Reflex denn noch erst mal da ist.

00:55:06: Wir sind damit wirklich anders umgegangen.

00:55:10: letzten Endes war das auch Glück glaube ich, dass wir die richtige Intuition hatten.

00:55:14: Dass wir gesagt haben jetzt haben so viele Menschen in unseren DM-Märkten.

00:55:18: Wir haben volle Läden im Hinblick auf die Regale, ja wir haben breite Gänge aber keine Kunden mehr da.

00:55:25: und jetzt haben es so viele menschen die da sind und warten und sagen wir können noch etwas tun.

00:55:31: was haben wir denn für Tätigkeiten die diese Menschen tun könnten wofür sie sonst keine Zeit haben?

00:55:37: Und gleichzeitig haben wir gesehen, dass online natürlich einen Wahnsinnsschub gekriegt hat.

00:55:41: Weil die Menschen sich nicht unter Menschen begeben wollten aber sie sich trotzdem versorgen mussten noch viel mehr versorgn mussten als sonst weil sie waren ja zu Hause und sind nicht in Restaurants gegangen usw.

00:55:49: Also es war ein größerer Bedarf eigentlich da und dann natürlich mit der bestehenden Infrastruktur von online mit den Online-Verteilzentren natürlich enorme Lieferzeiten plötzlich Echter Engpass wurde.

00:56:00: Und da hatten wir die Intuition zu sagen, jetzt setzen wir voll auf Filialkommissionierung.

00:56:04: Das heißt in unseren DM-Märkten packen wir jetzt die ganzen Aufträge und die DHL kommt nicht um Ware zu liefern sondern Ware abzuholen bei uns.

00:56:13: Und das hat dazu geführt dass wir ganz wenig auch in Kurzarbeit Menschen schicken mussten.

00:56:20: es gab wenige Ausnahmen die begründet waren aus der Situation heraus aber Diese Kapazität, die wir hatten genutzt um online einen weiterhin guten Service Level unseren Kunden anbieten zu können und das hat uns natürlich ein unglaubliches Zutrauen von den Kunden dann letzten Endes beschert, welches danach zu einem Vertrauen wurde das DM als Online-Anbieter auch ernst genommen wurde.

00:56:43: Und damit war es wie eine Art von Initialzündung dass wir gesagt haben Omni Channel Retailing ist etwas was in Deutschland funktioniert, was wir uns zutrauen und was wir hinbekommen werden.

00:56:53: Und vor allem hat es dazu geführt, dass danach als sich die Dinge wieder normalisiert haben von den vielen Kolleginnen und Kollegen unseren DM-Märkten online nicht als Bedrohungen gesehen wurde, was ja das Problem sonst im stationären Einzelhandel als letzten Jobvernichter gesehen wird für den stationären Einzelhandel.

00:57:11: Aber bei uns wurde wirklich erlebt, dass wir online und offline so miteinander verbinden können, das es uns insgesamt stärker macht und damit diese Bereitschaft auch jetzt gerade wenn wir heute Expressabholung im DM-Markt anbieten, die dann die Aufträge auf ihre Smartphones bekommen.

00:57:29: Das schneit ja so rein mit unserem Versprechen.

00:57:32: Nach zwei Stunden ist es auch bereit, dass die Kolleginnen und Kollegen dann nicht sagen mache ich nicht will ich nicht gehört nicht zu meinem Aufgabenumfang sondern sagen Ja klar Die Kunden die bei uns Expressabholung in Anspruch nehmen kommen in unseren dm-Markt Und kommen in unser Laden und wir haben die Möglichkeit in der Inszenierung des dm Marktes Trotzdem das Interesse dieser Kunden weiterhin Zu erhalten damit sie weiterhin bei uns einkaufen und eben nicht zur online pure player abwandern.

00:57:58: und sofern war Jetzt unter dem Gesichtspunkt Corona ein echtes Highlight im Hinblick wie die Organisation daran gewachsen ist.

00:58:07: Und was dazu auch noch gekommen ist in dieser Zeit, ist dass wir ja diese Corona-Schnelltestszentren angeboten haben als einer der ersten oder einer der wenigen Einzelhändler bis zu fünfhundertundzwanzig Corona Schnelltestzentren hatten.

00:58:19: Eben eine Kapazität, die wir hatten, wo wir gesagt haben das machen wir jetzt.

00:58:22: Als dann so die Überlegung kam es brauchten ein Zertifikat um wieder gewisse Lokalitäten aufsuchen zu können.

00:58:28: und da haben wir eben erlebt zwei Dinge die ganz wesentlich waren auch zu unserer Gesundheitsinitiative die wir jetzt ja gerade starten ist zum einen haben wir gesehen dass Menschen die im Tokari-Markt zutrauen auch solche Tests zu machen Und zum anderen, dass die bei uns überwiegend ausgebildeten Druckistinnen und Druckisten auch bereit waren eine Aufgabe zu übernehmen.

00:58:51: Die sie sich eigentlich nicht vorgestellt haben als ich beim DM-Trogeriemarkt

00:58:53: bewahren und den Arbeitsvertrag mit drin machen.

00:58:57: Da sind wir wieder am Thema Innovationswilligkeit ja?

00:58:59: Nicht nur Fähigkeit sondern Willigkeit!

00:59:01: Ich möchte mal einmal ganz kurz reingehen weil wir sprechen ja auch über Generationen im Wandel.

00:59:05: jetzt sind Sie mit drei fünfzig haben sie noch würde ich mal sagen zehn Jahre zu gehen.

00:59:11: Ich hoffe,

00:59:13: ich hab mir noch ein

00:59:14: bisschen länger gesportet.

00:59:17: Aber die Frage, die ja darüber genau steht jetzt ihre Kinder.

00:59:20: Sie hatten damals das große Glück sie sind studieren gegangen haben andere Companies kennengelernt sind dann mit Ende dreißig in das Unternehmen eingestiegen.

00:59:29: was sagen sie denn ihren Kindern wenn es darum geht Unternehmensnachfolge was DM ausmacht?

00:59:34: ist ihr Traum dass eines ihrer Kinder Ihr Nachfolger wird oder ist das überhaupt gar kein Thema bei Ihnen zu Hause?

00:59:42: Also es kommt immer darauf an, ob die Kinder sich dafür interessieren.

00:59:46: Ja und ich sage meinen Kindern auch immer, wenn sie mal bei der M-Verantwortung übernehmen wollen dann ist die beste Ausgangslage dass die Menschen sich sagen Mensch wann kommt er?

00:59:58: oder wann kommt sie denn endlich?

01:00:01: ja Und wie schön, dass Sie jetzt da sind.

01:00:04: Ich hatte das Riesenglück, dass ich es damals erlebt habe.

01:00:07: Bin ja mein beruflichen Werdegang in anderen Unternehmen gegangen

01:00:10: und hab

01:00:11: wirklich sagen vom Praktikanten bis zum Mittel der Geschäftsführung.

01:00:15: auch diesen Weg bin ich wirklich gegangen in andere Unternehmen wo jetzt die EM nicht so bekannt war weil ich im Ausland war und hat damit eine ganze Menge Erfahrung sammeln können, die ich dann noch hier einbringen konnte als ich gekommen bin.

01:00:26: also bin bei DM nicht mehr in der Ausbildung gewesen, als ich dann eingestiegen bin operativ.

01:00:32: Und das ist natürlich etwas was unheimlich wichtig ist dann als Führungskraft es auch zu erleben weil ich glaube was wichtiges sich klarzumachen ist wenn zum Vertrauen geht.

01:00:41: die Frage als Fährungskraft ist nicht wem können sie vertrauen?

01:00:45: Die entscheidende frage ist wird ihnen vertraut!

01:00:49: Weil wenn ihn vertraute wird dann sind Menschen bereit auch mal ihren Ideen zu folgen ohne dass sie's beweisen können.

01:00:55: Und es gelingt natürlich am besten, wenn die Menschen sagen der hat schon viel Erfahrung.

01:01:00: Der hat was gelernt und was uns stärker machen wird.

01:01:04: Wann kommt er denn endlich?

01:01:06: Und das ist auch der Rat den ich meinen Kindern gebe.

01:01:10: Ich glaube es ist dann schon wichtig dass man sich als junger Mensch dieses Ziel setzt.

01:01:15: Das muss ich auch überlegt.

01:01:16: und was brauche Nachdem man seine Karriere erst mal außerhalb des Unternehmens gegangen ist, dass man gelernt hat in großen Organisationen auch zu arbeiten.

01:01:31: Also in einem Start-up zu arbeiten hat im Hinblick auf das Initiative, auf das wirklich Polyvalente hat große Bedeutung.

01:01:39: und Also wir sagen immer, es ist nicht so wichtig wie eine klare Vision und eine unendliche Liebe zum Detail.

01:01:47: Und diese unendlich liebe zum Detay das hat man natürlich in Startups kann man das lernen weil man muss schon gucken dass die Sachen dann auch klappen und ist sozusagen im Alm involviert.

01:01:55: Das zweit ist aber die unendlichen Vision also die klare vision Die klarevision und die kriege ich in großen Organisationen weil da ganz anders gearbeitet wird und er ist noch als Führungskraft Arbeitet man ganz anders.

01:02:06: wenn Ich In die Verantwortung die ich jetzt habe kommen würde Mit nur einer Erfahrung aus einem Start-up würde ich die ganze Organisation wahnsinnig machen.

01:02:17: Ich muss ja ganz anders führen und das kann ich lernen in großen Organisationen, deswegen ist es glaube ich wichtig wenn meine Kinder sich dafür entscheiden sollten bei der Verantwortung zu übernehmen dass sie auch in großen Organisationen gearbeitet haben und zwar nicht nur den Top Jobs sondern wirklich in der Organisation einfach zu erleben, wie erlebe ich denn die Führungskräfte?

01:02:38: Und da muss ich sagen... also da könnten wir noch einen ganzen Podcast machen.

01:02:41: Da habe ich sehr viel gelernt damals!

01:02:44: In der Beobachtung, wie sich Führungskräfte verhalten positiv oder negativ und davon zähre ich heute

01:02:48: noch.

01:02:51: Ja tatsächlich, ich glaube da sehr gerne machen wir nochmal eine andere Podcastfolge.

01:02:58: Zu guter Letzt was war die

01:03:01: Lüge?

01:03:03: Das Dritte war die Lüge.

01:03:06: Unsere Kinder sind nicht ihre ganze Schulzeit auf eine

01:03:08: Wald-auf-Schule gegangen.

01:03:09: Ja, denen ist bei er gut

01:03:12: her.

01:03:12: Rettungspilot?

01:03:13: Was ja ...

01:03:13: Ein mega Traumjob

01:03:14: oder?

01:03:14: Jeder will auch mal die Luft fern.

01:03:16: Richtig Kerlejob!

01:03:18: Prima also an der Stelle.

01:03:19: ich kann mich nur echt herzlich bedanken.

01:03:22: Ich glaube da gab es ganz ganz viele Impulse Ganz viele spannende Gedanken Wie man so ein gigantisches Unternehmen wie DM in dieser breite, echt auf ein neues Level führen kann.

01:03:33: Also vielen Dank dafür für diese vielen spannenden Eindrücke!

01:03:37: Ja vielen dank, dass Sie gekommen sind die Reise auf sich genommen haben und vielen Dank für Ihre Zeit und alles

01:03:41: Gute!

01:03:42: Wir kommen wieder!

01:03:44: Danke fürs Zuhören!

01:03:51: Und wenn dir dieser Episode unser Format gefällt dann unterstütze unseren Weg mit einem Like eine Bewertung oder einer Empfehlung.

01:04:01: Teile unsere Inhalte mit Menschen in deinem Umfeld die Verantwortung tragen, Entscheidungen treffen oder Impulse für morgen zu.

01:04:09: Denn wissen wird wertvoll wenn wir es weitergeben!

01:04:13: So oder so.

01:04:14: ich sage Dank für deine Unterstützung.

01:04:16: geh gerne mit uns in den Austausch.

01:04:18: gib uns Anregungen

01:04:19: Fragen

01:04:20: Gäste Vorschläge.

01:04:21: Wir freuen uns drauf und in diesem Sinne bis zur nächsten Episode von

01:04:27: CEO-Fivehundert.

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