Anna Alex – Warum Wirkung im Boardroom mit Zahlen beginnt – nicht mit Haltungen
Shownotes
In dieser Episode von CEO 500 geht es nicht um schnelle Antworten – sondern um langfristige Entscheidungen. Anna Alex nimmt uns mit durch ihre unternehmerische Reise: von der Aufbauphase großer Scale-ups über einen der frühesten Exits im Climate-Tech bis zur Frage, wie CEOs heute mit Natur- und Klimarisiken umgehen müssen.
Themen der Episode:
- Warum die spannendste Phase eines Unternehmens oft „0 auf 1“ ist
- Wann Loslassen eine Stärke ist – und kein Scheitern
- Weshalb Nachhaltigkeit im Boardroom nur wirkt, wenn sie in Euro übersetzt wird
- Wie Naturrisiken zu echten Geschäftsrisiken werden
- Warum Technologie kein Selbstzweck ist – sondern Verantwortung trägt
- Was CEOs heute entscheiden müssen, um morgen noch relevant zu sein
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00:00:00: Wenn man sich mal anschaut, was beschäftigt CEOs laut dem World Economic Forum, die bringen immer verschiedene Listen raus in Kurzfristigkeit und in der Mittelfristig, was ist sozusagen Top of Mind.
00:00:16: dann sind Naturrisiken und Wetterrisiken da ganz oben.
00:00:19: Und auch kurzfristig, nicht nur auf zehn Jahreshorizont, sondern auch auf fünf Jahreshorizont.
00:00:25: Und gleichzeitig verstehe ich natürlich auch und habe alles Verständnis der Welt dafür, dass es viele Themen gibt, mit denen man sich gerade beschäftigen muss.
00:00:33: Das ist mit AI, wo stehe ich eigentlich da, werde ich gerade irgendwie abgehängt, gleichzeitig irgendwie mit Defens etc.
00:00:43: Volles Verständnis, es gibt sehr viel Komplexität und sehr viele Themen.
00:00:47: Und ich glaube, das Thema Rundumnachhaltigkeit wird dieses Jahr erwachsen, noch erwachsener, letztes Jahr, das ist im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es noch erwachsener, es geht raus aus einem... Nice to have, hin in ein, wo können wir wirklich Kosten sparen, weil wir auf erneuerbare Energien setzen, wo kann ich Kosten sparen durch Effizienzgewinne, wo kann ich handfeste Ersparnisse, dadurch, dass ich mich als Unternehmen besser verhalte und die gibt es.
00:01:18: Und da muss man nur offen für sein.
00:01:20: Und so eine gewisse Haltung, die damit schwingt, wird, glaube ich, von Konsumenten sehr, sehr belohnt.
00:01:31: In der heutigen Episode spreche ich mit Anna Alex, Unternehmerin, Macherin und einer der prägenden Stimmen der deutschen Start-up-Szene.
00:01:40: Als Co-Formlerin und Co-CEO von Artfittery hat sie ein Scale-Up durch Wachstum, Internationalisierung und Krisen geführt, unter Home-Erwartungsdruck und öffentlicher Beobachtung.
00:01:51: Ich spreche mit ihr über Entscheidungen in Hochphasen, über Verantwortung als CEO und über ihren Exit
00:01:58: mit Planetly.
00:02:00: Ein spannendes Gespräch über die Frage, bis wohin begleite ich eine Firma, was kann ich wirklich gut und wie treffe ich dann auch die klare Entscheidung für Ich gehe, ich verkaufe, ich starte neu.
00:02:14: Heute ist Anna Investoren und baut in einer neuen Rolle mit Nala ein Unternehmen mit einem klaren Fokus auf Wirkung, Vertrauen und langfristiger Relevanz.
00:02:24: Es war ein Gespräch, das mir extrem gut gefallen hat, denn es zeigt, wie sich Unternehmertum im Laufe der Zeit verändern kann.
00:02:32: Und jetzt finde ich euch viel Spaß mit einem wirklich sympathischen Gespräch mit Anna Alex.
00:02:38: Los geht's!
00:02:42: Moin Anna.
00:02:43: Hey.
00:02:44: Ich freue mich, dass du da bist, hier im Winter Wonderland, ein bisschen in Berlin.
00:02:49: Lass es mal so ein bisschen mit, weil du alle Perspektiven tatsächlich mitbringst.
00:02:54: Nicht mit einer Vorstellung anfangen, die machen wir gleich, sondern ich will dich erst mal mit einer Frage direkt anspitzen.
00:03:01: Wenn du gründen heute und damals vergleichst, wo sind die Unterschiede?
00:03:08: Also gründen heute und damals heute, im Jahr zwanzig, damals meine erste Gründung, zwanzig zwölf, also mal vierzehn Jahre dazwischen.
00:03:20: Ich glaube, als ich damals zum ersten Mal gegründet habe, als ich damals ein paar Jahre vorher, das war im Jahr zwanzig acht, zum ersten Mal so Start-up-Luft geschnuppert habe, war das alles noch sehr viel Hemdzermläger.
00:03:32: Das Grund, das war so, das war so richtige Aufbruchsstimmung.
00:03:35: Es war so, alles verlagert sich ins Internet und in Amerika machen die da irgendwie krasse Sachen und wir wollen da auch mitspielen.
00:03:44: Und heute hat sich alles sehr viel, unsere Szene sehr viel professionellisiert.
00:03:49: Mit einem guten, was damit einhergeht, aber auch mit dem, was vielleicht ein bisschen schade ist.
00:03:55: Aber Investoren sind professioneller geworden, die ganzen Finanzierungsstrukturen einfach auch.
00:04:03: Die Menge an Geld, die uns gründern und Gründerinnen zur Verfügung steht.
00:04:08: Aber auch die Gründer und Gründer selber haben sich sehr stark professionellisiert.
00:04:13: Findest du, dass das mindset sich beim Gründen auch ein Stück weit verändert hat?
00:04:18: Ja, also ich...
00:04:20: Nicht andersrum gefreihe ich mich auf Frank.
00:04:22: Warum hast du damals angefangen?
00:04:27: Was war für dich der Beweggrund, tatsächlich dann zu sagen, okay... nicht klassisch in eine Organisation rein.
00:04:33: Wir haben eine Idee und wollen die umsetzen.
00:04:37: Bei mir war das der entscheidende Schritt.
00:04:40: Es war nicht direkt ins Gründen rein, sondern dieser Schritt in die Start-up-Szene rein.
00:04:48: Ich bin zu Rocket gekommen, da war ein Rocket.
00:04:53: Ich war die einzige Nicht-WHU-lerin.
00:04:58: Weil die BRU war die erste Universität und auch damals die Einzige, die Unternehmertum überhaupt unterrichtet hat.
00:05:04: Ja, allen anderen war das noch überhaupt gar kein Begriff an den Unis.
00:05:07: Die Leute, wenn man damals über Start-ups gesprochen haben, haben immer gesagt, Start-ups.
00:05:13: Es war so lustig.
00:05:14: Es war kein Begriff.
00:05:15: Also die deutsche Gründerszene existierte praktisch nicht und wurde ja durch Rocket schon auch sehr stark vorangetrieben.
00:05:25: Genau in dieser Zeit bin ich damals zu Rocket gekommen, nachdem ich schon während des Studiums gemerkt habe, dass ich nicht in große Konzerne passe.
00:05:32: Damals im Praktikum in der Steuerabteilung in Frankfurt irgendwie im Kostümchen aufgelaufen und irgendwie nach drei Stunden gemerkt, das ist nichts für mich.
00:05:43: Und nach drei Monaten gesagt, Gott sei Dank und jetzt nie wieder.
00:05:49: Also, da hab ich recht früh gemerkt.
00:05:52: Ich pass da einfach nicht rein.
00:05:54: Und hab aber auch, glaub ich, recht früh hier drückblickend gespürt, dass ... Ich pass hier jetzt aber nicht rein, irgendwie nicht rein.
00:06:06: Ich aber jetzt auch nicht vierzig Jahre lang irgendwie mal die Zähne zusammenweisen kann und das dann trotzdem mache, sondern ich eher, wenn es nicht passt ... muss man was ändern und dann muss ich versuchen, was zu mir passt.
00:06:19: So, ich glaub, selbst so was dann hatte ich relativ früh.
00:06:22: Und hab deswegen gesagt, ich will nicht ins Investmentbanking, ich will nicht in die Big Four, ich will auch nicht in die Beratung, also richtig kickt es mich nicht.
00:06:30: Und after all, es ist meine Lebenszeit, so, die ich hier tradee.
00:06:35: Und dann hat ein Freund von der WHO, ich war nicht an der WHO, aber er war da, hat gesagt, versuch's doch mal einen Startup.
00:06:43: Und so bin ich dann ... Erst bei Smawa gelandet, heute eines der ältesten, aber auch mittlerweile eines der größten Fintechs, die wir haben.
00:06:55: Noch immer, der Gründer von Smawa ist noch immer einer meiner Mentoren auf dem Weg gewesen, von dem ich sehr viel gelernt habe, mit dem ich auch immer noch im engen Kontakt bin.
00:07:05: Ich bin da erst bei Smawa gelandet, hab mich dann bei Smawa verliebt in die Start-up-Szene, in diesen Spirit, in diesen Gründer-Spirit.
00:07:13: Und aber auch in den Junior Product Manager, der jetzt heute auch mein Mann und Vater und drei Kinder ist.
00:07:21: Wo kam dann der Kick?
00:07:22: am Ende zu sagen, okay, bei Sma war dann auch raus und dann wirklich ins eigene.
00:07:28: Es war ein Praktikum damals.
00:07:29: Ich hab dann einen Praktiker gemacht und dann war ich bei Rocket.
00:07:32: und dann haben die bei Rocket sofort gesagt.
00:07:34: Das war damals verrückt.
00:07:35: Die haben gesagt sofort, hey, ich guck dich mal an.
00:07:37: Okay, du kannst was.
00:07:38: Morgen fängst du an.
00:07:40: Es wurde einfach jeder gebraucht.
00:07:42: Die Leute wurden wie verrückt.
00:07:45: Als Rocket dann auch ein bisschen internationalisiert hat.
00:07:48: Hier ist das, okay, morgen fährst du nach Singapur.
00:07:51: Oder morgen fährst du nach Sydney und baust jetzt das australische XY-Hauf, wie auch immer.
00:07:57: Wir waren alle irgendwie jung und ungebunden und abenteuerlustig.
00:08:01: Und auch davon überzeugt, dass das, was wir da machen, schon auf was sehr Besonderes ist, was es, glaube ich, auch wahrblickend.
00:08:07: Und insofern wollen wir da auch für alle Abenteuer zu haben.
00:08:15: Ich finde diese Wege immer total faszinierend, weil sie natürlich auch ein Stück weit zeigen, was deine eigenen ... Ich finde Entscheidungslogik heute aber auch natürlich ein Stück die Persönlichkeit ausmacht.
00:08:24: Lass uns dann doch vielleicht mal kurz einsteigen, wenn dich heute jemand fragen würde, stelle dich mal kurz vor Anna.
00:08:30: Was sagst du dann?
00:08:32: Wenn ich es sehr king abmache, sage ich, ich bin Gründerin.
00:08:35: Ich bin mittlerweile mehr als nur Gründerin.
00:08:37: Ich bin auch Investorin.
00:08:39: Ich muss jetzt in ein paar Beiräten, aber ich glaube, wenn ich mich um für Eins entscheiden möchte, dann identifiziere ich mich immer noch als Gründerin.
00:08:47: Als jemand, der etwas startet, der neue Sachen aufbaut und etwas dort schafft, wo davor nichts war.
00:08:56: Was hatte ich am Ende, gerade wenn du sagst, der was schafft, der was aufbaut, entwickelt und so weiter.
00:09:03: Wenn du das zum Beispiel mit deiner, ich glaube bei Outfitter, kann man ja sagen, ist ja fast alle Stufen durchgelaufen von... Wie hat man angefangen?
00:09:10: Man hat internationalisiert, man hat die komplette Investorenphasen durchgemacht und so weiter und so fort.
00:09:15: Was hat dich da extrem geprägt in dieser Zeit?
00:09:18: Oder was hat dir am meisten Spaß gemacht?
00:09:20: Das Aufbauen.
00:09:21: Es hat mir in all meinen drei Unternehmen, die ich jetzt mit gegründet habe, immer die sauer.
00:09:28: Die erste Phase, die ist von null auf eins, immer am meisten Spaß gemacht.
00:09:34: Also, sich zu überlegen, welches Geschäftsmodell.
00:09:36: Womit fangen wir an?
00:09:37: Was sind vielleicht kleine Hacks?
00:09:39: Wie können wir uns von der Konkurrenz absetzen?
00:09:42: Wie können wir diesen Markt?
00:09:43: Wie können wir die ersten Kunden gewinnen?
00:09:44: Wie können wir diesen Kunden zuhören?
00:09:47: Also, es hat mich immer ... Diese Aufbaufase hat mir am allermeisten Spaß gemacht.
00:09:53: Obwohl es eine der stressigsten Phasen ist, wenn man jetzt rein auf die Stunden ... Schaut.
00:09:58: Hat mir trotzdem immer die meiste Energie gegeben.
00:10:00: Also, wenn man mal auf seine eigene Energiebilanz guckt.
00:10:05: Du gibst was rein, kriegst irgendwie was raus und es muss langfristig, muss es irgendwie in einer guten Balance sein.
00:10:11: Weil sonst wird es irgendwann ungesund.
00:10:13: Hat mir trotz dieser langen Stunden diese erste Phase immer am allermeisten Energie gegeben.
00:10:20: Wenn ich mal mit vielen Leuten darüber spreche, sagen mir auch viele, dass es auch sehr anders ist, sag ich mal, ob man ... Am Anfang sozusagen als Gründer unterwegs zu der Gründerin, auch gerade was die Entscheidungslogiken angeht.
00:10:33: Oder wenn die Reise weiter und weiter geht, die Organisation immer größer und größer wird.
00:10:39: Was findest du eigentlich der größte Unterschied, wenn du an die letzten Entscheidungen bei Outfitory denkst, bleiben wir mal bei der ersten Station so ein bisschen da im Kontext, als zu denen den ganzen Anfang war?
00:10:50: Also ich glaube nur der Fernes halber muss man sagen, dass ich... mich ja bisher noch sozusagen darum gedrückt habe, wirklich so eine späte Phase eines Unternehmens mitzumachen.
00:11:03: Ich bin nach sechs Jahren, bin ich bei Outfitory raus, meine Mitgründerin Julia Börsch hat noch weitere sechs, sieben Jahre weitergemacht danach.
00:11:15: Diese Phase habe ich nicht mehr miterlebt.
00:11:17: Diese Phase habe ich auch in meinen ... anderen Unternehmen mich nicht miterlebt.
00:11:21: Das Zweite, weil wir es verkauft haben.
00:11:23: Das Dritte, weil wir noch noch nicht so weit sind und ich auch da in einer anderen Rolle, dann können wir noch mal tiefer drauf eingehen.
00:11:28: Insofern habe ich diese wirkliche Skalierung, diese Phase des paar Hundert Mitarbeiter, sechs, sieben Jahre plus, als Alter des Unternehmens habe ich bisher noch nicht mitgemacht.
00:11:44: Und ich glaube aber, dass auch nicht nur irgendwie aus versehen, sondern durchaus aus Prinzip, weil ich einfach weiß, dass diese erste Phase mir am meisten Freude bringt und ich dann da drin aber auch am besten bin.
00:11:56: Wann kommt bei dir der Punkt, wo du sagst, hier gibt ich genug.
00:12:01: oder gibt es denen, wo man sagt, ich meine, es war eine Unterschiedezeit, mein Auto, du hast gerade gesagt, sechs Jahre.
00:12:08: Ja.
00:12:08: Wie lange war Planet
00:12:09: League?
00:12:09: Planet League haben wir nach zwei Jahren verkauft.
00:12:11: Nach zwei Jahren.
00:12:13: Bleiben wir bei Planet Lease, vielleicht ist das einfacher, weil es ein anderer Kontext ist.
00:12:17: Warum?
00:12:18: Verkauf.
00:12:19: Also wenn ihr es auch weiterführen könnt oder war verkauft die beste Option zu dem Zeitpunkt, war das dann groß genug, ausgeprägt genug, um es auch wirklich verkaufen zu können.
00:12:29: Wo war der Punkt, wo du selber gesagt hast, jetzt ein guter Zeitpunkt loszulassen?
00:12:33: Ja,
00:12:33: also es ist vielleicht mal ganz klar gesagt, es ist sehr ungewöhnlich, dass du ein Unternehmen startest und noch zwei Jahren verkaufst.
00:12:41: Also die meisten Startups werden irgendwas zwischen acht bis zehn Jahre nach Gründung verkauft.
00:12:47: Bei Planetly kam es auch für uns sehr überraschend, das Angebot.
00:12:54: Und angenommen, also ein Angebot von einem amerikanischen Käufer.
00:12:58: Und angenommen, damals haben wir es, weil uns ganz klar war, dass wir ein Thema Klimaschutz, die USA nicht einfach ausklammern können und sagen können, ja, wir machen hier in Europa irgendwie alles toll, aber solange die nicht mitziehen, sondern dass wir das Thema wirklich groß denken müssen und das wollten wir mit dem Käufer zusammen machen.
00:13:15: Letztendlich ist alles anders gekommen, aber das war damals der Grund.
00:13:18: Wir wollten es groß machen, wir haben ein Credo gehabt bei Planet League, das war... Impact ist die Gleichung aus Purpose und Scale.
00:13:26: Das heißt, alles, was wir machen, muss einen guten Purpose haben, aber es muss auch skaliert werden.
00:13:31: Sonst haben wir keinen wirklichen Impact.
00:13:33: Und genau das haben wir in dieser Option gesehen.
00:13:35: Deswegen werden wir das jetzt überraschende Verkaufsangebot aus den USA angenommen haben.
00:13:41: War es schwer, dann loszulassen?
00:13:44: Oder war es im Endeffekt, okay, das waren damals die richtigen Parameter, die richtige Entwicklungs-Story, sag ich mal, die sich erst mal da aufgetan hat und dann war es der beste Weg.
00:13:54: oder war es schon
00:13:54: schwer?
00:13:55: Der Käufer hat unser Baby, auch wenn ich immer diese Familienmetapher nicht so mag, aber hat uns rechtlich behandelt.
00:14:03: Insofern war das schon sehr schwer.
00:14:05: Wir hatten tolle Leute.
00:14:06: Wir sind mit Planetly damit sehr schnell gewachsen.
00:14:09: Wir sind nur zwei Jahre auf zweihundertfünfzig Mitarbeiter, dreihundertfünfzig Unternehmen gewachsen, also dreihundertfünfzig Kunden, mit denen wir gearbeitet haben.
00:14:19: Und dann haben die innerhalb von einem Jahr alles zerstört.
00:14:21: Und das tat weh, auf jeden Fall.
00:14:24: Wenn du jetzt zurückblickst, gibt es Grund dafür, warum es dann nicht mehr so gut weitergelaufen hat?
00:14:30: Hat das mit euch was zu tun?
00:14:31: Oder am Ende einfach nur die strategische Entscheidung der Kampel?
00:14:34: Also, ich will jetzt nicht sagen,
00:14:34: dass ich da ... Ich will
00:14:37: dir einfach nur gekauft, um sie runterzumachen.
00:14:40: Nee,
00:14:41: so war es auch nicht.
00:14:42: Es war nicht so, dass die uns gekauft haben, um uns schließen zu wollen, aber ... Amerikaner sind einfach noch viel stärker.
00:14:51: Das habe ich gelernt, auch in dieser Zusammenarbeit.
00:14:53: Irgendwie basiert auf Trends, reagieren die.
00:14:57: Und dann war plötzlich halt ESG und Carbon und so weiter, war plötzlich halt dann doch nicht mehr Kern ihrer Strategie.
00:15:04: Deswegen sie uns dann einfach nicht mehr braucht.
00:15:09: War das auch ein Grund dafür, Nala?
00:15:12: Oder war das aus anderen Beweggründen?
00:15:14: Naja, also sagen wir es mal so.
00:15:17: Ich habe bisher ein Unternehmen gegründet, Outfitory, was jetzt nicht Nachhaltigkeit im Kern dessen hat, was ein Unternehmenszweck hatte.
00:15:26: Jetzt habe ich zwei Unternehmen gegründet, die das haben, die im weitesten Sinne, Klimaschutz, Naturschutz, Nachhaltigkeit, halt solche Themen bedienen.
00:15:35: Und ich glaube, das war für mich auch eine der allerschbannsten Dinge zu sehen.
00:15:42: dass man diesen Themen verheiraten kann mit einem starken Geschäftsmodell.
00:15:51: Also, dass es nicht zwangsläufig ist, dass wir in einer Welt leben, in der große Konzerne viel Geld verdienen und dafür die Natur zerstören und auf der anderen Seite kleine Non-profit-Organisationen mit einem Bruchteil des Budgets irgendwie versuchen, die Natur ehrenamtlich zu retten.
00:16:12: Das passt halt einfach nicht.
00:16:15: Das ist aber die Welt, in der ich groß geworden bin.
00:16:19: Dann gibt es diese beiden Seiten.
00:16:22: Was wir mit Planet-Liebewiesen haben, ist, so muss es nicht sein, sondern wir können was Gutes tun, wir können Klimaschutz voranbringen und wir können aber gleichzeitig damit Geld verdienen und ein gutes Geschäftsmodell dahinter haben.
00:16:35: Wenn wir das schaffen, diese Modelle zu finden und diese Modelle so aufzubauen, stehen uns ja auch viel mehr Gelder dafür zur Verfügung.
00:16:44: Die ganzen Investorengelder und die ganzen Millionen, die gerne in sowas investiert werden.
00:16:48: So, und ich glaube, das war meine größte große Erkenntnis und meine große Freude tatsächlich mit Planetly, das beweisen zu können.
00:17:00: Insofern ist Nala schließt sich rein logisch daraus an, weil wir dort das Ähnliches tun.
00:17:06: Wir gucken nicht auf CO² mit Nala, sondern mit Nala schauen wir auf die Naturrisiken für Unternehmen und bringen so die Natur überhaupt erst mal in den Boardroom, bringen die Natur auf den Tisch der großen Unternehmen, sagen, bist du dir überhaupt darüber bewusst, dass du hier ein Risiko hast?
00:17:26: Flut, durch Dürre, durch Überschwemmung, aber auch durch Ökosysteme, die nicht mehr so stabil sind wie früher.
00:17:32: Wenn die Beschleuber wegfallen, dass du nicht mehr produzieren kannst, dass deine Lieferketten in Gefahr sind und so weiter.
00:17:38: Und auf das alles, auf diese ganzen Naturrisiken, kleben wir ein Euro oder ein Dollarzeichen und können die quantifizieren.
00:17:47: Und plötzlich haben wir auch dann die Aufmerksamkeit der CEOs und der CEOs dieser Welt.
00:17:52: Also, und insofern ... Und will ich sagen, ist sozusagen mit Nahler, der logische nächste Schritt nach Planetly, wieder einen starken Purpose mit einem starken Geschäft von DEL zu verheiraten.
00:18:09: Bevor wir gleich da nochmal reingehen, weil es interessiert mich natürlich auch, wie man ein Stück weit auch da überhaupt bei all den Themen, die wir da draußen haben, sensibilisieren kann tatsächlich im Borken.
00:18:19: Du hast es vorhin erwähnt, Planetly hat... Und auch Nala hat jetzt nicht so viel mit Outfitory zu tun.
00:18:24: Im ersten Blick, sag ich mal.
00:18:27: Wie kam für dich irgendwo der Shift?
00:18:28: Also dann gesagt hast du gehst bei Outfitory raus und dann letztendlich du gehst
00:18:33: viel
00:18:33: stärker in die Nachhaltigkeitsthemen, in das Thema Klimaschutz und so weiter.
00:18:38: Wo kam für dich da die Leidenschaft her?
00:18:40: War dich immer schon da irgendwie und das war da irgendwie nicht ausgeprägt und dann hat sich das ergeben oder?
00:18:45: Ich glaube, es ist eine Kombination, dass sie war auf jeden Fall schon da.
00:18:47: Ich war schon immer sehr tierlieb und sehr naturverbunden.
00:18:52: Dann wurde zwischen Outfitory und Planetly meine Tochter geboren, was, glaube ich, auch immer noch mal ein einschneidendes Erlebnis für Menschen ist, sich darüber Gedanken zu machen, welche Welt wir hinterlassen.
00:19:07: Und ich glaube, es gibt aber auch noch eine dritte Komponente, und zwar, dass ich selber gewachsen bin, in überhaupt das Selbstbewusstsein rein zu sagen.
00:19:21: Wenn der Bereich mich nicht interessiert, inhaltlich, egal, wie sehr trendy oder wie viel Geld ich damit verdienen kann, dann will ich es nicht machen.
00:19:35: Und so kam ich dann recht schnell dahin, dass ich gemerkt habe, ja, ich will ...
00:19:42: Ich
00:19:42: finde alle Themen rund um, ich finde immer Nachhaltigkeit, das ist jetzt so ein Unwort, das darf man nicht mal sagen, irgendwie das der Mode, wie auch immer.
00:19:50: Es ist halt so spannend.
00:19:53: Es ist so unfassbar krass, was wir als spezies Mensch mit diesem Planeten anstellen.
00:19:59: Und wie... dumm und kurzsichtig, wir sind in unserem Handeln.
00:20:05: Und wie gleichzeitig die Natur alles so wahnsinnig faszinierend das Klima für uns regelt auf unserem kleinen Planeten, der so unwahrscheinlich ist, dass er überhaupt existiert, dass wir eine Atmosphäre haben, die Luftschaff, die wir atmen können, dass die Bäume auch noch diese Luft aufmachen.
00:20:22: Es ist alles so irre und es ist einfach... Ich weiß nicht, ob wir das Ruder rumreißen.
00:20:29: Das ist eine lange Diskussion.
00:20:31: Aber es ist einfach unfassbar schön und spannend, sich dafür jeden Tag einsetzen zu können.
00:20:37: Wie wichtig ist es auf der anderen Seite, damit solche Themen auch... Ich finde, sie sind wirtschaftlich funktionierbar, aber dass sie überhaupt im Kopf funktionieren, auch Momentum im Sinne von... Es ist ein Bewusstsein auch da, was natürlich wahrscheinlich heute viel stärker in bestimmter Art und Weise ist als vielleicht noch vor zehn Jahren.
00:20:55: Wie wichtig ist das auch für das Geschäftsmodell?
00:20:58: Weil du sagst natürlich auch, es gibt Trends, es gibt dann irgendwie Gegentrends, es gibt Dinge, die irgendwie so bleiben, aber irgendwo entwickeln sich ja die Themen weiter, regulatorisch zwingt Unternehmen sich, damit ein Stück weit auseinanderzusetzen.
00:21:11: Auf der anderen Seite sehen wir natürlich auch heute, wir haben es mit so vielen Themen zu tun als Organisation, wenn es darum geht, überhaupt wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben.
00:21:20: Wie schafft man es da tatsächlich dann dieses Thema?
00:21:23: im Bordroom sauber zu vertreten.
00:21:25: Ist es emotional?
00:21:26: Ist es sachlich?
00:21:26: Wie läuft zum Gespräch ab?
00:21:29: Ehrlicherweise mache ich mir über diese Frage sehr viele Gedanken und überlege auch immer wieder was der neue Ansatz um diese Themen irgendwie aufzuarbeiten.
00:21:37: Ich glaube, ich kann nicht mal sagen, was ich glaube, was nicht funktioniert, was wir in den letzten Jahrzehnten gesehen haben, also nicht funktioniert ist.
00:21:46: Man den Finger zu erheben und zu sagen, wir müssen aber und wir sollten also dieser moralische Imperativ.
00:21:54: Da brauchst du im Bord nicht mitkommen.
00:21:57: Das auch nicht funktioniert jetzt aus Naturschutzperspektive.
00:22:01: ist irgendwie einzelne Spezies nach vorne zu stellen.
00:22:04: Ja, der
00:22:04: arme Eisbär auf der
00:22:06: Scholle.
00:22:07: Oh ja, aber der Eisbär ist schön, der ist jetzt halt zu weit weg.
00:22:11: Ja, ich sitze halt jetzt hier in meinem Boardroom und der Eisbär sitzt woanders.
00:22:16: Er tut mir leid, aber er ist halt sehr weit weg.
00:22:19: Also, das funktioniert auch nicht.
00:22:21: Deswegen gehen wir bei Nala den Ansatz zu sagen, gut, wir übersetzen.
00:22:28: all die Leistungen der Natur des Planeten in die Einheit, die die Unternehmen verstehen und das ist Geld.
00:22:36: Und insofern ist diese Übersetzung von den Naturrisiken wirklich in handfeste Euro-Dollar-Beträge schon der Ansatz, den ich gerade am vielversprechenden Pfund finde.
00:22:52: Wie macht ihr das dann konkret?
00:22:56: Kann auch ich bin jetzt Zulieferer eines Automotive irgendwie Bauers, wo ich am Ende auf natürlich Ressourcen zugreife, die verarbeite in meinen Werken und am Ende als Produkt zur Verfügung stelle, wo wie fangt ihr an, wo fangt ihr an, um am Ende zu sagen, das.
00:23:15: Was du verbrauchst heißt das in zahlen und mehr oder weniger das in.
00:23:22: Also ich gebe dir mal ein konkretes Beispiel aus der aus der food and beverage Branche.
00:23:27: wir arbeiten mit verschiedenen Branchen zusammen nicht nur food and beverage aber da ist die Abhängigkeit häufig schön sichtbar und deswegen auch ein bisschen einleuchtende.
00:23:36: sagen wir mal, du bist ein Joghurthersteller und du brauchst Blaubeeren und diese Blaubeeren kaufst du dir ein und du brauchst spezielle Wildblaubeeren, weil darauf sind deine ganzen Rezepte angepasst.
00:23:47: So, und jetzt wissen wir in den Regionen, in denen du diese Blaubeeren sourst, war es zum Beispiel über eine Periode von X-Tagen zu heiß.
00:23:59: oder zu kalt oder zu nass.
00:24:03: Also im Grunde ist ja unser ganzes System Erde ist ja irgendwie ein bisschen aus dem Gleichgewicht geraten.
00:24:10: Und diese Wetterrisiken und diese Naturrisiken nehmen damit sehr, sehr stark zu.
00:24:17: Und diese Thresholds kennen wir und können damit dann sagen, okay, das heißt, die Ernte wird schlechter ausfallen aus dieser Region.
00:24:26: Das heißt, der Preis für diese Blaubeeren wird... Wahrscheinlich steigen, wird sich verdoppeln, wie auch immer.
00:24:32: Da haben wir verschiedene Backtests gemacht, dass wir das nicht nur, dass wir es auf wirklich reellen Daten sehr gut jetzt für die Zukunft her sagen können, für ganz viele verschiedene Commodities, Crops.
00:24:43: Und dieser Preis dann wiederum für dich, je nachdem, wie abhängig du jetzt genau von diesen Wildblaubären bist, für dich dann wiederum X bedeutet.
00:24:52: Wenn das nur eine kleine Produktionslinie ist, die die braucht, dann ist es vielleicht weniger, was wirklich dein Risiko dahinter ist.
00:24:59: Aber wenn es zum Beispiel ein Hauptprodukt ist, dann wird es für dich sehr viel relevanter sein.
00:25:03: Und das ist zum Beispiel ein Fall, wie wir dieses aus dem Gleichgewicht gebrachte Natur, diese Naturbalance, diese Wetterrisiken, Naturrisiken dann in Euros übersetzen.
00:25:15: Und was heißt das dann, wenn ich es in Euro besetzt habe, wenn ich es weiß, okay, hier war jetzt irgendwie die Ernte?
00:25:22: Aus dem den gründen nicht so ergibig heißt theoretisch das kilogramm x steigt jetzt um was ich zwanzig prozent.
00:25:29: geht es dann darum faire gegenüber.
00:25:32: dem Bauer zu interagieren oder auch Fähre gegenüber der Natur, damit halt mit dem Aufpreis dann auch Ressourcen wieder aufgebaut werden können?
00:25:38: Genau,
00:25:39: dann geht erst mal über die Diskussion los.
00:25:41: Jetzt hast du erst mal überhaupt das Thema auf den Tisch und sagst okay, also wir haben hier eine Preissteigerung und die kommt aber nicht von ungefähr, sondern wir können sie schon erklären.
00:25:50: Wir wissen ja schon, wo das herkommt.
00:25:51: Das ist ja nicht, dass wir total fratalistisch irgendwie besseren und schlechteren Ernten einfach so zum Beispiel ausgeliefert sind.
00:25:58: Und da gibt es jetzt dann also Unternehmen, verschiedene Dinge, die du machen kannst.
00:26:01: Kurzfristig solltest du natürlich überlegen, wo kommen denn jetzt irgendwie in den nächsten Monaten meine Blaubeeren her oder im nächsten Jahr.
00:26:08: Wenn ich sie brauche, nämlich diversifiziere, ich nehme andere Zulieferer dazu, mache ich langfristige Verträge vielleicht mit den Lieferanten, noch langfristigere Verträge oder unterstütze ich die Lieferanten auch auf noch nachhaltigere Anbaumethode umzusteigen, wie zum Beispiel die regenerative Landwirtschaft.
00:26:27: Da gibt es einige von den Supermarketten, die da sehr gut sind.
00:26:30: machen, die wirklich sagen, naja, wir sind uns, der Markt macht bewusst, die wir haben und unterstützen unsere Zulieferer und binden sie damit dann aber auch für zwanzig Jahre
00:26:43: an uns.
00:26:44: Und also es gibt ganze Klaviatur an Dingen, die man dann machen kann.
00:26:49: und letztendlich Ist es denn erst mal das Bewusstsein von Aya, okay, ist die Natur Risiken nehmen zu?
00:26:56: Und das ist ja auch nicht einfach so, sondern weil wir die Natur so behandeln, wie wir sie gerade behandeln, nämlich ziemlich schlecht.
00:27:04: Am Ende diese Risiken zu bekommen, alles verstanden, wie wichtig es zum Beispiel für euch Technologie, für die Erstellung, für die Nachverziehbarkeit, am Ende auch.
00:27:15: auf fundierten Zahlen, Daten und Fakten am Ende genau diese Erkenntnisse reinzubringen.
00:27:19: Wie wichtig ist das für
00:27:20: euch?
00:27:20: Ja, super wichtig.
00:27:21: Es ist schon sehr wichtig.
00:27:23: Also es ist sehr wichtig, weil man dadurch messen kann, weil man dadurch wirklich klare Zahlen und Fakten zeigen kann.
00:27:29: Und das ist auch genau die Schnittstelle, die mich interessiert und wo ich mich auch gerade... beschlossen habe, dieses Jahr, im Jahr ist es in den Jahr- und Jahrzehnt, noch mal sehr viel tiefer reinzugehen, von welche Technologie funktioniert wirklich im Naturschutz?
00:27:46: Welche Technologie kann wirklich für die Natur ein Benefit haben und für die Natur arbeiten?
00:27:55: Weil ich meine, es ist total faszinierend.
00:27:57: Wir haben eine Qualität an Satelliten, die um die Erde kreist wie noch nie zuvor.
00:28:04: Wir haben genau Bilder.
00:28:07: Wir haben Drohnen, mit denen wir krasse Sachen machen können.
00:28:10: Aber Technologie hat keinen Selbstzweck.
00:28:16: Das wird teilweise vergessen.
00:28:18: Einfach Technologie um das Fortschrittswillens.
00:28:21: Man muss wirklich hinschauen, was bringt wirklich was und wo kann es eingesetzt werden und auch kreativ eingesetzt werden.
00:28:29: Und gleichzeitig auch, was ist wirklich auch ein Fortschritt.
00:28:32: Und in dem Zusammenhang ist es ganz spannend.
00:28:35: Wir haben immer wieder Austausch auch mit indigenen Völkern, die ihr ganz eigene oder anderes Verständnis von Nachhaltigkeit haben.
00:28:46: Die zum Beispiel sagen, wir brauchen saubere Energie.
00:28:49: Aber dann sagen die aber, stellen wir hier keine Batterie hin, weil die Batterie ist nicht wirklich so ein Nachher, wenn die nicht mehr funktioniert.
00:28:57: Was mache ich denn damit?
00:28:59: Das ist ja nicht wirklich zirkulär und wir sagen schon, ja, okay, das war es.
00:29:03: Aber ich glaube, das zeigt einfach häufig denken wir die Dinge gar nicht zu Ende.
00:29:07: Also ich glaube, Technologie sollte von Anfang bis Ende mal zu Ende gedacht werden, wo kann uns das hinführen, wofür das hin, was passiert nach dem End of Life von Geräten etc.
00:29:19: Und wenn wir es schaffen, dieses viel mehr zirkuläre Denken und dieses wirklich im Kreislauf.
00:29:26: Denken, so wie Natur es macht, in der Natur gibt es keinen Abfall.
00:29:30: Es gibt keinen Abfall.
00:29:33: Dann ... dann ... dann können ... dann wäre viel gewonnen.
00:29:38: Wo würdest du glauben, wo ist der größere Hebel?
00:29:42: Weil das eine ist, du sprichst von Organisationen, der man hilft, zum Beispiel hier, eine höhere ... Ich würde es waren Sensibilisierung irgendwie hinzubekommen und danach auch das irgendwie für sich auch ein Stück weit besser zu verorten.
00:29:54: Auf einer Seite das eine sehr die Organisation das andere zum Beispiel eine Stadt ja wie kriegt man eine eine Stadt irgendwie auch irgendwie nachhaltiger aufgebaut gibt es ja auch sehr sehr viele Konzepte ja auch unterschiedliche Städte sich entwickeln bis hin zu.
00:30:06: Was ist ich Bundesländern Ländern und so weiter.
00:30:10: Wie groß kann man so ein Thema tatsächlich denken dass es noch für den einzelnen nachvollziehbar ist.
00:30:15: Weil ich finde immer, wenn man so über das, was ich über Deutschland redet, über Europa ist, das teilweise schon wieder so groß, wie du es vorhin auch gesagt hast, das ist ja fast wieder dieser Eisbeereffekt, wo du sagst, na ja, dass ich wieder aber zu weit weg, weil irgendwie alle reden die Überschwemmung.
00:30:28: Ich hab hier kein Wasser gesehen, ich hab zu wenig.
00:30:30: So dieses, es muss auch schon irgendwie, ich will nicht sagen spürbar sein, aber doch mal ist der Mensch dann so, ich verändere mich erst, wenn es bei mir, also mir ganz persönlich angekommen ist.
00:30:42: Deswegen, was glaubst du, wie groß ist es denkbar?
00:30:45: Ist eine Stadt gut denkbar?
00:30:47: Ja, ne?
00:30:47: Ja, das glaube ich schon.
00:30:48: Und ich glaube, wenn man mal so ein bisschen jetzt auf die letzten Jahre irgendwie mal ein bisschen Schritt zurückgeht, dann gab es Zeiten, in denen CO² und Nachhaltigkeit und so weiter ganz oben gefühlt auf der Agenda der Unternehmen, der einzelnen Stand irgendwie und so weiter.
00:31:03: Und diese Zeiten sind vorbei.
00:31:06: Es ist mittlerweile, wie vorhin gesagt, ein Unwort.
00:31:11: Es ist Nachhaltigkeit natürlich nicht.
00:31:12: Aber man muss sich schon fragen, Nachhaltigkeit allein verkauft ... halt nicht mehr, verkauft nicht mehr.
00:31:18: Das heißt, was ganz wichtig ist und Gott sei Dank gibt es die, sind die Co Benefits von nachhaltigen Handeln.
00:31:25: Und die sind ganz klar benennbar.
00:31:29: Im Unternehmenskontext sind es geringere Risiken, zum Beispiel mehr Zirkularität, etc.
00:31:36: Das sind ja ganz klare, handfeste Vorteile, die du hast.
00:31:41: Von erneuerbaren Energien ist es einfach ein geringerer Preis, geringere Abhängigkeit von Öl und Gas, etc.
00:31:50: Haben wir auch gelernt, dass das durchaus was sehr... positiv ist.
00:31:54: Und ich glaube, wenn man jetzt mal so auf Städte, Kommunen, Level und so weiter das Ganze denkt, dann ist es einfach eine gesteigerte Lebensqualität.
00:32:02: Also die Städte, die autofrei sind.
00:32:04: Was kann auf dieser Straße, auf einer autofreien Straße alles sein?
00:32:10: Können?
00:32:10: Cafés, die Leute sitzen auf der Straße, Immobilien haben teilweise fünfzig Prozent Wertsteigerung.
00:32:17: Wenn du einen kleinen Park davor hast.
00:32:20: Und da rede ich wirklich von so tiny forests.
00:32:25: Da reden wir nicht von einem riesen Park.
00:32:26: Das sind dreißig Quadratmeter ein paar Bäume und alle schön gepflanzt.
00:32:30: Und ein paar Bänke.
00:32:31: Das ist ja einfach das, was Lebensqualität schafft.
00:32:34: Und insofern... Ich glaube, wir müssen weg von dieser Obers verlieren.
00:32:39: Ich kann nicht mehr mit meinem Auto in die Stadt fahren.
00:32:42: Sondern wirklich was gewinnig.
00:32:44: Und aus der Perspektive denkt man doch, ich weiß doch irre.
00:32:48: Das ist der Menschen- und Gewohnheitstier.
00:32:50: Nur weil wir irgendwie daran gewöhnt sind, dass der Fahrradweg irgendwie zehn Prozent breit ist und irgendwie die Rassen an neunzig Prozent der Straße für Autos reserviert sind.
00:33:01: Stellen wir das gar nicht so in Frage.
00:33:03: Sollten wir mal.
00:33:04: Und ich bin da kein Gegner.
00:33:05: Ich hab selbst ein Auto, ich hab Kinder und so weiter.
00:33:07: Wir haben natürlich auch einen Lastenrad.
00:33:11: Man muss einfach Dinge anders denken.
00:33:12: Und ich glaube, die Kobene für Zvernachhaltigkeit, nachhaltigen Wohnen, Leben sind sehr, sehr hoch.
00:33:18: Sauere Luft.
00:33:20: Einfach Leben auf der Straße.
00:33:23: Auf
00:33:24: der Lärm, die Belästigung.
00:33:25: Es sind ja viele Verzettel da, wie du sagst.
00:33:28: Gibt es gute Beispiele?
00:33:29: Ich finde immer z.B.
00:33:30: was man sieht natürlich ist Paris, Madrid, Kopenhagen, auch andere.
00:33:36: Also so Städte, die sich so in ihren Bereichen schön entwickelt haben, finde ich.
00:33:40: Man merkt es auch, wenn man zugegen ist.
00:33:42: Ganz genau.
00:33:44: Gibt es für dich irgendwie so ein, ich will nicht sagen Happy Plays, aber einem, du siehst, da ist eine Balance auf eine ganz andere Art und Weise.
00:33:50: Schon entstand im letzten irgendwie fünf, sechs, sie acht Jahre.
00:33:52: Ja, ich war neulich an einem Ort, der mich sehr fasziniert hat.
00:33:57: wäre sehr dafür, davon in Deutschland auch mehr zu schaffen.
00:33:59: Und zwar ist das genauso ein Tiny Forest.
00:34:02: in London.
00:34:04: Und zwar ist das ein altes Industriegebiet.
00:34:07: Welchen Stadtteil ist das?
00:34:08: Weißt
00:34:08: du es noch?
00:34:09: Ich gucke es nach, dann können wir es in die Shownotes dazu tun.
00:34:14: Es ist nämlich wirklich sehr, sehr schön.
00:34:15: Und da sind jetzt Wohnungen entstanden.
00:34:17: Und da ist aber auch eben ein Park entstanden, der gar nicht viel Platz einnimmt, aber ganz biodiverse.
00:34:24: Verschiedene Hölzer und Tiere und Leute, die wirklich was verstehen.
00:34:32: die Natur sich selbst überlassen.
00:34:33: Und es ist so ein schöner Ort.
00:34:35: Und du bist in dieser lauten, anstrengenden Stadt London und dann bin ich da reingelaufen.
00:34:39: Ich dachte so, wow, ist das schön hier.
00:34:42: Ich habe wirklich zwei Stunden da gesessen, dort gelesen.
00:34:45: Ich war dort gar nicht mehr weg.
00:34:46: Es war herrlich.
00:34:47: Es war ein ganz angenehmer Luft und kühler, so ein heißer Tag, etc.
00:34:52: Also, es war toll.
00:34:55: Ich finde es total faszinierend.
00:34:58: Mir geht es auch selber so, wenn ich da bin.
00:35:00: Ich kann mir jetzt aber auch vorstellen, Gehen wir mal eine andere Perspektive rein, wie hoch ist der Preis, sich für diese Themen einzusetzen.
00:35:09: Weil der nächste, der um die Ecke gekommen ist, da können wir auch noch drei Parkplätze hineinbauen, da können wir genau den Gegenentwurf, Kapitalismus, Wirtschaftlichkeit und so weiter.
00:35:20: Ist es schwer, die Themen dauerhaft zu vertreten und da auch die Balance zu halten.
00:35:25: oder hat sich das auch schon geändert?
00:35:26: Also manchmal stelle ich mir das schwieriger vor, je nachdem wo die Projekte sind.
00:35:31: Oder ist das... Ist das nicht mehr der Fall?
00:35:33: Also ist es schon so, ich würde mal sagen, angekommen, dass man einfach offen darüber diskutieren kann, ohne dass einer sagt, was ist das?
00:35:42: Also, ähm,
00:35:46: ehrlicherweise, es gibt Tage, es gibt solche und solche Tage.
00:35:50: An manchen Tagen freue ich mich einfach, dass ich über solche Dinge nachdenken darf und über solche spannenden Dinge reden darf und nicht über ... irgendwas anderes reden muss.
00:36:04: Und dann gibt es Tage, an denen ich denke, es kann noch nicht sein, dass ihr es nicht sehen wollt oder so.
00:36:14: Manchmal bin ich irgendwie Vorträgerhalter oder so, wo ich schon merke.
00:36:20: Eigentlich, ich komm da nicht durch.
00:36:23: Und es zieht mir schon Energie.
00:36:25: Was machst du, um die Leute zu triggern?
00:36:27: Also, um sie dann ... Also in einer Vortragssituation ist ja noch was anderes, wo du sagst jetzt mal, ich kenne das ja auch.
00:36:34: Du bist bei einer Organisation, du weißt genau, was hier der Kontext ist.
00:36:36: Hier weißt du nicht ganz genau, wer es sich alles im Plenum befindet, also vielleicht das große Überschiff drüber.
00:36:42: Aber gibt es die ein, zwei Dinge, die die Leute wirklich trägern, wo sie definitiv zumindest die Aufmerksamkeit schenken?
00:36:53: Also ich glaube, ein guter Ansatz... sind häufig die Kinder und auf die nächsten Generationen schon setzen.
00:37:06: Ich hab schon viele CEOs gehört, sagen wir jetzt mal so ein bisschen.
00:37:13: Weiß nicht, Mitte.
00:37:17: Fünfzig.
00:37:18: Mhm.
00:37:19: Weiß, wie auch immer so, die dann gesetzt haben.
00:37:22: Und dann hat meine Tochter mich am Frühstückstück gefragt, warum machen wir das eigentlich so?
00:37:26: Das kann doch nicht sein, dass du das immer noch so machst und ich hatte keine Antwort und jetzt will ich es ändern.
00:37:32: Also ich glaube schon, dass die eigenen Kinder, die als eigene herausfordern von, was hinterlässt du eigentlich?
00:37:40: Und gleichzeitig auch eine Tür aufmachen von, ich sag nicht, dass dein ganzes Lebenswerk für die Katz ist.
00:37:49: Aber... Aber in Zukunft zählt vielleicht nicht mehr, wie groß das Haus, das Auto, das Pferd ist, sondern was in die Werte, die du vertreten hast, für die du dich eingesetzt hast, was hast du wirklich bewirkt in dieser Welt und worauf werden wir irgendwann zurück?
00:38:06: gucken und sagen, guck mal, das hast du, das hast du geschafft.
00:38:10: Also diese Hintertür, ich glaube, es ist wichtig, dass man nicht sagt, die Werte, die vielleicht irgendwie vor dreißig, vierzig Jahren irgendwie noch erstrehmenswert waren, sind heute einfach nicht mehr die gleichen.
00:38:21: Es ist trotzdem nicht falsch gewesen.
00:38:23: Ich will niemanden schämen.
00:38:25: Nein,
00:38:25: ich glaube es auch nicht.
00:38:26: Und gleichzeitig kann sich trotzdem jeder, der jetzt gerade und heute und hier in der Machtposition sitzt, entscheiden kann über ein Unternehmen, über viele Mitarbeitende, über viele Kunden.
00:38:36: über Produkte, die produziert werden und so weiter, kann sich an die eigene Nase fassen und überlegen, in Zukunft, wie will ich es da machen und wie ist es da richtig, so dass ich später stolz drauf bin und auch meine Kinder auf mich stolz sind.
00:38:49: Welche Punkte würdest du dann am Ende sagen, sind für einen, ob das jetzt der CFO ist oder der CEO ist, für das Board wirklich entscheidend mit der Thematik sich auseinanderzusetzen?
00:39:02: Also richtig, jetzt höhere sind es ja mehrere Facetten.
00:39:04: Das eine ist... Was natürlich die co benefits dahinter ja also den markt verstehen vielleicht sogar auch lieferanten könnten nachhaltig abzusichern haben einfach ein gutes verhältnis dadurch aufbaut durch die sensibilisierung.
00:39:15: Auf einer Seite sehe ich es total spannend zu sagen okay wie schaffe ich natürlich was für die nachwärtnächste generation aber auch für den recruiting prozess also auch leute.
00:39:23: Damit irgendwie ich will nicht sagen zu können aber schon den auch zu verstehen zu geben.
00:39:29: Egal wer wir sind, wir setzen uns damit irgendwie ernsthaft damit auseinander, also auch ein gutes Storytelling hinzubekommen.
00:39:36: Auf der anderen Seite frage ich mich dann, okay, wenn ich dieses Thema wirklich mache und auch jetzt in deiner Konstellation viele, ich finde das ja momentan irgendwie ein bisschen schwierig, wenn es darum geht, na ja, ich... Der eine ist extrem nachhaltig, sag ich es mal, verkauft in seine Bilanzen, seine Zertifikate irgendwie, dann weiter in seine Wertschaffungskette, um die irgendwie auch davon profitieren zu lassen.
00:40:01: Wie denkst du dann über so was nach?
00:40:04: Denkst du dann darüber nach, naja, das ist dann so ein bisschen, mach das mal.
00:40:07: Ist es am Ende ja nur positiv, wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzt?
00:40:11: Also, durfte gesagt, der eine, bleiben wir im Fußbereich.
00:40:15: Du hast jetzt einen, der irgendwie eine sehr, sehr große Flotte hat, jetzt in den LKWs und so weiter.
00:40:20: Und der ist sehr aktiv im Bereich Nachhaltigkeit, der macht sozusagen seine CO-Zwei-Bilanzen sauber, der macht irgendwie seine Zertifikate und so weiter und gibt ihr weiter sozusagen innerhalb seiner Lieferantenkette.
00:40:34: Ist sowas positiv, also solche Domino-Effekte in der Nachhaltigkeit?
00:40:39: Ja klar, also es geht vor allem... Wenn man auf die Effektivität der unserer Actions schaut, dann geht es immer um den globalen Süden.
00:40:51: Warum?
00:40:51: Weil wir bei uns im globalen Norden ist die schon alles zerstört.
00:40:55: Sei ich jetzt mal ein bisschen übersrieben.
00:40:56: Aber wenn man schaut, wo sind noch die großen Wälder, wo sind noch die ursprünglichen Urwälder
00:41:03: etc.,
00:41:04: also da sind wir ganz schnell bei Amazonas natürlich, Lunge der ganzen Erde.
00:41:09: Regenwald im Kongo, wahnsinnig wichtig für unser Wetter in Europa.
00:41:13: Es ist halt einfach, Natur kennt keine Landesgrenzen.
00:41:17: Nee.
00:41:18: Und insofern ist alles, was du in die Lieferketten reingibst, immer sehr effektiv und sehr, sehr wichtig.
00:41:24: Also, wo du wirklich hinschaust, wo kommt das Zeug denn her?
00:41:28: Ja, und nicht sagen, ach, weiß ich leider nicht.
00:41:30: Ja, dann mach ich jetzt mal weiter so wie bisher.
00:41:34: Weil jetzt finde ich momentan, deswegen will ich darauf, also ich finde es momentan schwierig dann teilweise in die Supply Chain oder auch in die komplette Wertschlüsse wirklich Transparenz rein zu bekommen.
00:41:43: Ja, ist das schwierig?
00:41:44: Und gleichzeitig?
00:41:45: Ja, es ist schwierig, aber es ist auch so schwierig, weil halt vor zwanzig Jahren und auch vor zehn Jahren noch keiner gefragt hat.
00:41:53: Wo kommt denn das Zeug wirklich her?
00:41:56: Wo kommen denn meine Produkte wirklich her?
00:42:00: Was können wir alles als Menschen?
00:42:02: Das ist Wahnsinn.
00:42:02: Alleine wenn du mal eine Steuererklärung gemacht hast oder unsere Buchhaltung anguckst, dann schaffen wir es, dann zeigt es sich, dass das menschliche Gehirn schafft mit ziemlich komplexen Systemen doch umzugehen.
00:42:16: Aber mit einer komplexen Lieferkette, da sage ich dann plötzlich, das weiß ich jetzt leider nicht.
00:42:20: Sorry, da kann ich nichts machen.
00:42:21: Das kann mir auch keiner erzählen.
00:42:23: Ich glaube, es ist immer, wo ein Wille ist, es ist auch ein Weg.
00:42:26: Heute definitiv.
00:42:29: Ich möchte das jetzt aber wissen, nicht von heute auf morgen, aber in Gespräche zu gehen mit den Vorlieferanten, ich möchte diese Transparenz gewinnen.
00:42:37: Und im nächsten Jahr möchte ich noch ein bisschen mehr wissen und im Jahr darauf noch ein bisschen mehr.
00:42:40: Das ist auf jeden Fall sehr wichtig.
00:42:43: Wie wichtig ist auf der anderen Seite ganz kurz in eine Organisationenstruktur reinbringen?
00:42:47: Du hast vorhin gesagt, Trend ist natürlich wichtig.
00:42:50: Es ist natürlich auch Timing.
00:42:52: Aspekte sind wichtig.
00:42:53: Auch Technologie ist wichtig.
00:42:54: Wie wichtig ist Team?
00:42:56: Also wie wichtig ist für dich, dass das richtige Team nicht zu klein, nicht zu groß an der Seite zu haben, um Dinge zu entwickeln?
00:43:06: Oder ist das am Ende nur bedingt für bestimmte Themen in dem Fortschritt?
00:43:13: Ich glaube, es wäre jetzt überraschend, wenn ich sagen würde, das Team ist so unwichtig.
00:43:16: Letztendlich sind es die Menschen, die die Themen voranbringen.
00:43:19: Es sind die Verbindung zwischen den Menschen.
00:43:22: Auch, dass das Team als solches gut miteinander funktioniert und gute Ehrlichkeit hat miteinander.
00:43:31: Das sind alles ganz viele Themen, auch die ich wirklich bei Outfitory, bei Planetly gelernt habe, in der Führung etc.
00:43:40: Also natürlich ist es sehr, sehr wichtig.
00:43:42: Und ich glaube, es ist aber auch ganz wichtig, in diesem Team auch verschiedene Perspektiven zu haben.
00:43:47: Also, das ist eben nicht nur die Naturschützerin ist, die das irgendwie seit dreißig Jahren für ihn einen Non-Profit gemacht hat und jetzt irgendwie, ne, so glaubt man, ein bisschen anders machen zu können.
00:43:57: Sondern das ist halt gleichzeitig auch vielleicht irgendwie die CFO ist noch, die mit dazukommt, die vorher im Investmentbanking war oder dann ein Entwickler, der vorher, weiß ich nicht, Krypto gemacht hat oder wie auch immer.
00:44:09: Also, dass du ganz verschiedene Hintergründe hast.
00:44:11: und damit Perspektiven hast, ist schon sehr wichtig.
00:44:14: Kommunikationsexperten und Expertinnen, irgendwie also raus aus diesem... Ich kriege ja viele Pitches irgendwie und Unternehmen, die gerne... bisschen Geld haben wollen von mir.
00:44:27: Und dann schicken die mir die im Nachhaltigkeitsbereich, was meinst du, wie viel Prozent dieser Companies ein grünes Logo haben, weil sie im Nachhaltigkeitsbereich sind.
00:44:37: Und da sage ich immer so, nein, auch Branding ist wichtig, auch im Nachhaltigkeitsbereich.
00:44:44: Wie nennst du das Ganze?
00:44:45: Wie sieht es aus?
00:44:47: Wie fühlt sich es an?
00:44:48: Warum sollen wir denn geiles Branding nur den Produkten überlassen, die irgendwie ... ja.
00:44:54: Ja, die völlig nicht so gut sind.
00:44:56: Also solche Sachen.
00:44:59: Aber worauf schaust du dann, wenn du gerade selber sagst, du bist hier auch als Investorin, die auch ein Stück weit aktiv, was ist für dich ausschlaggebend?
00:45:07: Es ist schon
00:45:08: ein wichtiger Aspekt.
00:45:10: Also von wie offen bin ich als Gründer Gründerin, die Sachen auch mal neu zu denken, das ganze Toolset zu nutzen, was ... ... Produkte oder Services oder Unternehmen erfolgreich machen kann ... ... für diesen guten ... ... für diesen guten Purpose.
00:45:30: Das finde ich schon ganz wichtig.
00:45:32: Und nicht zu glauben, ... ... ach ja, weil ich ja einen guten ... ... guten Unternehmen, ... ... die zwei Karp reiche das jetzt.
00:45:37: Ja, dann ... ... das heißt, ich kann mich jetzt ausruhen ... ... als Gründer und muss mich nicht weiterentwickeln und ... ... und so weiter, ne?
00:45:43: So, nee.
00:45:46: Wenn du jetzt auf dieses Jahr ... ... so ein bisschen guckst ... Was ist dein Ziel für sechsundzwanzig, siebenzwanzig?
00:45:54: Was sind die Themen rund um Nala, die gerade jetzt sozusagen Anfang sechsundzwanzig in den Büchern stehen?
00:46:00: Also mein Ziel mit Nala und meinen Co-Foundern bei Nala, die vor allem operativ daran arbeiten.
00:46:13: ist das Thema Naturrisiken noch handfester zu machen, noch weiter auf unsere Agenda nach vorne zu bringen.
00:46:20: Wenn man sich mal anschaut, was beschäftigt CEOs laut dem World Economic Forum?
00:46:28: Die bringen immer verschiedene Listen raus in Kurzfristigkeit und in der Mittelfristig.
00:46:34: Was ist sozusagen Top of Mind?
00:46:36: dann sind Naturrisiken und Wetterrisiken da ganz oben.
00:46:39: Und auch kurzfristig, nicht nur auf zehn Jahreshorizont, sondern auch auf fünf Jahreshorizont.
00:46:45: Und gleichzeitig verstehe ich natürlich auch und habe alles Verständnis der Welt dafür, dass es viele Themen gibt, mit denen man sich gerade beschäftigen muss.
00:46:53: Das ist mit AI, wo stehe ich eigentlich da, werde ich gerade irgendwie abgehängt, gleichzeitig irgendwie mit Defens etc.
00:47:04: Positionieren wir uns da etc.
00:47:05: Also ich, volles Verständnis, es gibt sehr viel Komplexität und sehr viele Themen.
00:47:10: Und ich glaube, das Thema rund um Nachhaltigkeit wird dieses Jahr erwachsen, noch erwachsener, letztes Jahr, das ist im Jahr zwanzig angefangen, dieses Jahr wird es noch erwachsener.
00:47:20: Es geht raus aus einem... Nice to have, hin in ein, wo können wir wirklich Kosten sparen, weil wir auf erneuerbare Energien setzen, wo kann ich Kosten sparen durch Effizienzgewinne, wo kann ich handfeste Ersparnisse, dadurch, dass ich mich als Unternehmen besser verhalte?
00:47:39: und die gibt es.
00:47:40: Und das muss man nur offen für sein.
00:47:43: Und ich glaube, es wird auch in der Kommunikation.
00:47:46: wird es wird es sehr viel erwachsener.
00:47:49: also kein ich muss jetzt hier reporten sondern auch kein greenwashing.
00:47:56: ich reite jetzt die welt ist es nämlich auch nicht so sondern zu sagen das sind unsere ganz ehrlichen anstrengungen hier sind wir noch nicht gut hier haben wir aber hingeguckt hier drüber reden wir und so eine gewisse haltung die damit schwingt wird glaube ich von konsumenten sehr sehr belohnt.
00:48:15: Was ich total spannend in den Aspekt, den hatten wir jetzt noch nicht, lass ich da mal mal kurz reingehen, egal ob wir jetzt, nehmen wir jetzt zum Beispiel ein Tech-Thema und wir können das eins zu eins gleich auf die Natur übertragen.
00:48:26: Was wir gerade sehen ist, dass immer mehr Abhängigkeiten entstehen.
00:48:29: Also wie möchte ich mich weiterentwickeln, innovativ, mit welchen Themen, welcher Software, Hardware und so weiter.
00:48:36: Das hat jetzt auch, was weiß ich, viele Themen zeigen das gerade von Nvidia.
00:48:39: und hast du nicht gesehen.
00:48:41: Wie groß ist das Thema Abhängigkeiten, gerade wenn wir über Ressourcen sprechen?
00:48:44: Wenn ich mir jetzt vorstelle, wir gehen lassen jetzt mal fünf, sechs, sieben, acht, zehn Jahre nach vorne gehen, dann wird es bestimmt in der Welt irgendwo Regionen gehen, wo man bestimmte Anbausachen nicht mehr so machen kann.
00:48:55: Also die Anbaufläche wird vielleicht bestimmte Bereiche weniger werden.
00:48:59: Wir sehen das ja auch jetzt gerade, wenn zum Beispiel im Café oder so, ja, Cafébohnen.
00:49:04: Wie groß.
00:49:06: sind auch hier, ich sage mal, strategische Allianzen, die am Ende überhaupt eigentlich meine Ressource nachhaltig zur Verfügung stellen.
00:49:15: Ja,
00:49:16: wahnsinnig wichtig.
00:49:17: Also ganz wichtig.
00:49:18: Ich hab von Supermarketten erwähnt, da gibt es mehrere Große, die sich in solchen nachhaltigen Allianzen zusammentun, wo sie wirklich, sie sind Konkurrenten und gleichzeitig wissen sie, wir sind noch viel mächtiger, wenn wir es gemeinsam tun.
00:49:34: wenn nicht der eine irgendwie Nachteil hat, sondern sich beide verpflichten oder mehrere verpflichten, das zu tun.
00:49:41: Ganz klar ist Resilienz der Natur wahnsinnig wichtiges Thema, deswegen würde ich auch jetzt... Gerade weniger von clean tech oder green tech oder kleine tech sprechen und eher von resilience tech.
00:49:56: Also wo kann Technologie wirklich helfen?
00:50:02: Die Resilienz der Systeme und in dem Fall hier jetzt ganz besonders dem System Ökosystem und dem System Planet und Natur, zur Helfen Resilienz zu bleiben.
00:50:14: Weil diese Resilienz fordern wir ganz schön heraus, indem wir eben sehr... viel schon zerstört haben von der Natur.
00:50:24: Lass uns zum Schluss dann mal zwei kleinen Themen, was mich interessiert.
00:50:28: Du kommst jetzt mal in der Health-Bereich, bist ja sehr, sehr stark mit dabei, wir sind auch jetzt im Climatech-Bereich, davor war auch schon im Retail-Bereich, wie stark unterscheiden sich sozusagen Entscheidungs-Logiken, auch gerade im Stemme auch vor, dass einer eine ganz andere, wo Zeit eine ganz andere Komponentmeier mehr oder weniger auch hat.
00:50:47: Ist das anders, wenn du heute guckst, okay, was mache ich in dem Bereich, mit welcher Organisation sprechen wir, dass da andere Entscheidungsloggen da sind, sag ich mal, um.
00:50:57: Keine Ahnung, zu einem Deal zu kommen oder zu einer Sensibilisierung zu kommen, als das in anderen Bereichen war.
00:51:04: Und dann erscheinen die sich gar nicht gar nicht so groß.
00:51:09: Es ist eine gute Frage, also wir sehen, dass.
00:51:13: Ich würde den zeitlichen Horizont jetzt ein Stück weit anders definieren, wenn ich sage, okay.
00:51:18: Keine Ahnung, wo kriege ich die Fests nächstes Jahr her, Kollektion XYZ oder was passiert da?
00:51:23: Also der ist der Wandel sehr viel schneller.
00:51:26: Auf der anderen Seite, okay, wie sieht klimatische Bewegung sozusagen, was ja meistens ein bisschen länger eingepreist wird in der Zeitdimension, was natürlich eine andere Logik mit sich bringt.
00:51:38: Also das Thema ranzuholen ist schwieriger meiner Meinung als bei Themen, die eh sehr nah dran sind, wenn wir sagen, okay, wir reden über den Herbst.
00:51:47: Ja, natürlich.
00:51:48: Also es ist, glaube ich, unter anderem die Wurzel allen Übels, dass wir sehr kurzfristig denken und auch kurzfristig handeln und natürlich irgendwie börsenrotierte Unternehmen, die dann auf die nächsten Quartal zahlen etc.
00:52:04: optimieren, sich das erst erarbeiten müssen, auch so eine Langfristigkeit in ihrem Denken haben zu können, sie sich dann aber, glaube ich, auszahlt.
00:52:16: Das... Gleichzeitig aber auch Mittelständler, die weniger abhängig von kurzfristigen Quartalszahlen sind, diese Langfristigkeit auch mitbringen können.
00:52:28: Ich glaube auch genau das eigentlich die Aufgabe eines einer CEO umfasst, langfristigärt zu denken, als so der Orte-Normalverbraucher das tut oder als vielleicht ein Mitarbeiter in meiner Firma das tut.
00:52:45: Es geht ja darum wirklich zu antizipieren.
00:52:48: Wie entwickelt es sich und welche Rolle möchte ich da drin spielen?
00:52:53: Also, sobald wir mal unseren Zeithorizont von einem Jahr raussoomen und mal über fünf Jahre oder über zehn Jahre denken, wären viele Entscheidungen sofort schon anders getroffen.
00:53:04: Und das finde ich ganz faszinierend.
00:53:06: Also, wenn es einen Hack gibt, den man mal vielleicht mitnehmen kann oder sowas wirklich mal aufzuschreiben.
00:53:12: Was ist, wie sieht die Welt in zehn Jahren aus, in der ich als CEO dieses Unternehmens XY oder sowas hier irgendwie noch noch federführend irgendwie bestimmen kann.
00:53:26: Welche Rolle wir da spielen war so ein Zukunftsszenario, einfach mal aufzuschreiben auf einer jener vierseite.
00:53:30: Ich glaube, das ist ganz spannend.
00:53:32: Absolut.
00:53:33: So Nordstern zu haben.
00:53:34: Das ist auch gerade aus einer ganzheitlichen Perspektive.
00:53:38: Findet man, dass er wirklich dann sehr klein ja in.
00:53:41: Total.
00:53:42: Eine Perspektive würde an einem Kundensegment oder sonstiges, aber da bin ich voll bei dir.
00:53:47: Und
00:53:47: ich glaube, das ist auch das, was du vorhin gesagt hast.
00:53:49: Wie ist es für mich, diese Themen voranzutreiben?
00:53:53: Manche Tage sind anstrengend, aber was ich schon immer habe, ist, ich kann dieses Rauszoomen und denken, zählt es wirklich?
00:54:04: Was macht es wirklich für einen Unterschied?
00:54:06: gerade irgendwann sind wir alle tot so viel ist sicher und womit habe ich irgendwie meine zeit verbracht.
00:54:12: Und es gibt gerade in unserer welt gibt es so viel noise ja so viel.
00:54:19: So viel menschen sind so laut und erzählen irgendwas und so weiter was ich nicht wirklich spüre dass es zählt.
00:54:25: und dann andere leute die gar nicht so laut sind machen so.
00:54:29: tolle Sachen.
00:54:30: Also ich glaube, für sich selbst zu definieren, was zählt wirklich, was zählt für mich, was zählt für mein Unternehmen, für meine Mitarbeiter.
00:54:39: Wie bleibst du selber resilient?
00:54:42: Also du beschreibst es ja gerade selber, ist dann der Rückzugsort Familie?
00:54:48: Ja,
00:54:48: es ist schon sehr Familie.
00:54:50: Mein Mann hält mir sehr den Rücken frei, kümmert sich sehr viel um unsere Kinder und auch ums Haus.
00:55:03: Das ist schon ein ganz wichtiger Teil für mich.
00:55:05: Häufig ist es aber auch, dass ich Samstagmorgen oder Sonntagmorgens aufwache und sage, ich muss jetzt in den Wald.
00:55:11: Also auch die Natur wirklich als Ort, in dem ich Energie tanke, ist für mich sehr wichtig.
00:55:18: Hast du eine Routine für dich, wo du sagst immer, es gibt ja so den einen oder anderen, ich bin auch selber so ein Typ, wenn wirklich wichtige Entscheidungen angehen, die treffe ich meistens im Wald beim Spaziergang mit meinem Hund.
00:55:30: Also wo ich wirklich aktiv auch bewusst rausgehe und mir so ein bisschen auch die Zeit zu nehmen hast du auch für dich so.
00:55:38: Verfahren oder so deine eigenen Hacks wo du sagst das tut mir eigentlich ganz gut darüber irgendwie mal nachzudenken oder wo ich darüber nachdenke.
00:55:46: oder
00:55:47: also Spaniergang und Wald ist auf jeden Fall ein Klassiker.
00:55:51: Dann natürlich ganz klar nicht aus der Situation heraus, sondern lieber mal ein paar Tage abwarten, bis eine Entscheidung getroffen wird.
00:56:00: Journaling, also am Ende des Tages irgendwie aufschreiben, Tagebuch schreiben.
00:56:05: Und auch mal ein paar Tage hintereinander, sich einfach mal hinzusetzen.
00:56:10: Und die Sachen aufzuschreiben hilft auf jeden Fall auch enorm.
00:56:14: Ich finde, dass du den eigenen Aspekt nur gesagt hast, den fand ich spannend.
00:56:18: Auch Entscheidungen vielleicht nicht gleich sofort zu treffen.
00:56:20: Oftmals trifft man ja wirklich auch sehr schnell auch vielleicht eine emotionale Entscheidung aus der Situation heraus.
00:56:27: Gibt es Entscheidungen, wo du sagst, boah, die habe ich mal irgendwie getroffen.
00:56:31: Die hätte ich echt mal anders treffen sollen.
00:56:33: Ich hätte mal zumindest irgendwie meine Nacht oder mal zumindest zehn Minuten darüber nachdenken müssen, eben nach hinein.
00:56:41: Naja, also ich glaube eine der... Weitereichsten Entscheidungen waren damals der Verkauf von Plenadly, wo wir uns für entschieden haben, obwohl.
00:56:54: Aber gab es schon Anzeigen da, dass es irgendwie dann vielleicht in eine andere Richtung geht oder?
00:56:58: Wir
00:56:58: hätten, ich denke mir im Nachhinein schon, hätte ich mehr hingucken müssen.
00:57:04: Da hätte ich noch mal mit den CEO schnappen müssen und sagen müssen, ich zehe mir mal, wo ist Nachhaltigkeit in fünf Jahren noch, oder Accounting, Carbon Management, in fünf Jahren noch?
00:57:17: im Kern dessen deiner Vision für dieses Unternehmen.
00:57:20: Wo stehen wir da wirklich, besser verstehen zu können, wo ist die Wichtigkeit wirklich von dieser Aquisition für das... ... das ganze Unternehmen etc.
00:57:28: Also ... ... das ist schon ... ... das war ... ... Rückblicken ... ... falsche Entscheidungen und ... ... es hat viele Leute betroffen und ... ... ja ... ... aber im Nachhinein ist man noch mal klüger.
00:57:45: Absolut.
00:57:47: Du hast ... ... deine Rolle ... ... ich habe da mal ein Interview gesehen, ... ... ist gerade nicht so weit her, ... ... dich als founding angel ... ... beschrieben.
00:57:55: Was liebst du an deiner aktuellen Rolle am meisten?
00:57:59: Das ist ja so ein bisschen so ein Twitter.
00:58:00: Du bist nicht wirklich ein Operativen.
00:58:02: Du kannst auch ein Stück weit von außen drauf gucken.
00:58:04: Trotzdem bist du voll dabei.
00:58:06: Was macht es für dich so aus gerade?
00:58:08: Also, ich habe zwei ganz tolle Mitgründer, die Geschäftsführer von Nala sind.
00:58:17: Ich selber bin Founding Angel.
00:58:19: Das heißt, ich habe das erste Geld reingegeben bei Nala.
00:58:23: und habe operativ mitgearbeitet, aber ziemlich über die Jahre immer mehr wieder raus.
00:58:29: Und damit bediene ich eigentlich genau das, was wir am Anfang besprochen hatten.
00:58:33: Wie bring ich etwas von Null auf Eins, also wie schaffe ich es in der Phase, die so mein Sweetspot ist, wirklich meine Stärken einzubringen und habe das damit sozusagen institutionalisiert.
00:58:44: Und gleichzeitig macht es mir wahnsinnig Spaß und nur dann Spaß, wenn ich tolle Mitgründer und Mitgründerin habe dabei.
00:58:53: zwei ganz tolle Mitgründer, zwei Schweizer, die mit viel Ruhe und Kraft Nala voranbringen.
00:59:01: Und dort, was mir Spaß macht, ist genau zwischen diesen Ebenen, die du beschreibst, so hin und her zu wandern.
00:59:08: Auf der einen Seite das Team so gut zu kennen, um genau auch da den Finger reinlegen zu können, wo es vielleicht mal weh tut.
00:59:18: Und gleichzeitig aber auch das Interesse daran zu haben, wirklich auch in die kritischen Themen reinzugehen, weil ich auch Shareholder bin.
00:59:26: Und ich glaube, das ist eine ganz schöne Kombination, weil häufig, wenn du nur Shareholder oder Investor bist oder sowas.
00:59:33: hast du ja gar nicht so tiefe operative Einblicke.
00:59:35: So mal zu sagen, hey, ist diese Person, die für uns gerade total wichtig ist, ist die eigentlich noch motiviert?
00:59:41: Ja, passt denn eigentlich das Incentive-Paket für den?
00:59:43: Warum ist denn so keine Ahnung?
00:59:46: Solche Sachen, also kritisch zu hinterfragen und anzustoßen, macht mir sehr viel Spaß und ist auch für meine Mitgründer wertstiftend.
00:59:56: Und da tauschen wir uns auch ganz häufig wieder darüber aus.
00:59:59: Wie kann ich jetzt am meisten Mehrwert für euch hier noch?
01:00:03: Stiften oder ist es solch einfach ein Weg gehen.
01:00:06: Es
01:00:08: ist am Ende auch ein Vehikel für dich ein Stück weit, um sozusagen deine Erfahrung und die Expertise der letzten Jahre auch ein Stück weit da einzubringen in der Rolle, der du bist.
01:00:17: Weil du gesagt, wenn du rausgehen würdest, mehr wäre es nicht kritisch in irgendeiner Art und Weise für die Weiterführung von der Organisation.
01:00:29: Also es ist nicht keine Entweder oder.
01:00:31: Entscheidungen, weil oftmals ist es einfach so, wenn die CEO sich direkt dann rausgehen, mask, ich weiß nicht, wenn ich schon bei out, bist du ein bisschen dabei, aber am Ende ist irgendwie so eine Entscheidung, wir müssen jetzt gehen oder nicht, so hält es es ja für dich persönlich ein Stück weit auch offen.
01:00:46: Ja, also wir haben schon, ich werde jetzt in diesem Jahr mich auch noch weiter aus dem operativen Geschäft zurückziehen, gleichzeitig bleibe ich natürlich ein Shareholder und... Und habe große Freude daran, das Thema noch weiter voranzutreiben.
01:01:03: Aber genau, ich glaube, dass es immer die Position eines Gründers einer Gründerin sein sollte, sich selbst möglichst überflüssig zu machen und Systeme aufzubauen, die nicht nur an dir hängt.
01:01:16: Und ich glaube, jeder, der was anderes behauptet, tut das erst einem Ego heraus, was nicht immer hilfreich ist.
01:01:26: Gibt es schon?
01:01:27: Ein anderes Projekt, ein anderes Thema, was dich schon irgendwo wiederreizt.
01:01:32: Also ich mache ja, ich mache ja so einen ganzen Blumenstrauß an dem.
01:01:36: Sehr umtriebig
01:01:37: da in dem Kontext.
01:01:39: Und ich genieße diesen Blumenstrauß sehr und auch meine Freiheit.
01:01:43: Also ich mache Investments, ich mache Halteporträge, ich investiere in Fonds und... Ich bin neuerdings auch im Stiftungsrat der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, einer der etwas weniger bekannten, aber dann noch sehr großen und wichtigen Naturschutzorganisationen.
01:02:03: Also halt damals mein Zeh ins Wasser irgendwie bei Non-profits, wo ich aber gleichzeitig auch weiß.
01:02:10: Ich komme ja aus der For-profit-Welt und das sind auch sehr relevante Erfahrungen, die ich da gemacht habe.
01:02:15: Also ich habe einen ganzen Blumenstrauß an Sachen und ich weiß, dass das leitende Motiv in diesem Jahr, ich weiß noch nicht genau, wie die Ausgestaltung ist, aber es ist definitiv diese Schnittmenge zwischen Natur und Technologie im weitesten Sinne.
01:02:31: Und diese beiden Themen, wo kann Natur und Technologie sich gegenseitig stärken und Alles, was damit zusammenhängt, dafür bin ich sehr offen.
01:02:44: Und interessiert.
01:02:45: Total spannend.
01:02:47: In diesem Sinne, würde ich sagen, ganz lieben Dank für deine Zeit, für den kleinen Auszug, den wir hier gemacht haben.
01:02:53: Ich glaube, da waren ganz viele unterschiedliche Aspekte dabei, wo man was mitnehmen kann.
01:02:59: In diesem Sinne, ganz lieben Dank.
01:03:01: Danke dir.
01:03:08: Danke fürs Zuhören.
01:03:09: Und wenn dir diese Episode unser Format gefällt, dann unterstütze unseren Weg mit einem Like, einer Bewertung oder einer Empfehlung.
01:03:20: Teile unsere Inhalte mit Menschen in deinem Umfeld die Verantwortung tragen, Entscheidungen treffen oder Impulse für morgen zu.
01:03:28: Denn Wissen wird wertvoll, wenn wir es weitergeben.
01:03:31: So oder so.
01:03:32: Ich sage Dank für Deine Unterstützung.
01:03:35: Geh gerne mit uns in den Austausch.
01:03:37: Gib uns Anregungen, Fragen, Gästevorschläge.
01:03:40: Wir freuen uns drauf.
01:03:41: Und in diesem Sinne bis zur nächsten Episode von CEO-Fivehundert.
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