Von der Politik ins Unternehmertum: Anna Christmann über Europas Innovationslücke
Shownotes
Anna Christmann war Beauftragte der Bundesregierung für digitale Wirtschaft und Startups, außerdem Koordinatorin für Luft- und Raumfahrt. Heute ist sie CEO von SAI Europe und arbeitet an genau der Schnittstelle weiter, an der viele Zukunftsfragen entschieden werden: zwischen Staat, Startups, Forschung und Industrie.
In dieser Episode geht es um mehr als Technologie. Es geht um Entscheidungsfähigkeit.
Anna beschreibt, warum Deutschland und Europa viele Chancen in der Vergangenheit haben liegen lassen, warum föderale und politische Komplexität Innovation oft verlangsamt und weshalb man Dinge häufiger unter Unsicherheit starten muss, statt auf perfekte Konzepte zu warten. Ihr Satz dazu ist glasklar: Zeit ist eigentlich wichtiger als Geld.
Wir sprechen darüber,
- warum Europa bei Cloud, Rechenzentren und Hardware mehr eigene Optionen braucht,
- in welchen Feldern Europa heute real wettbewerbsfähig ist,
- weshalb Startups oft die eigentliche Übersetzungsleistung von Forschung in Markt übernehmen,
- und welche Rolle SAI Europe dabei spielt, staatliche und unternehmerische Logiken zusammenzubringen.
Außerdem geht es um:
- Quantencomputing, Fusionsenergie, Robotik und MedTech als europäische Chancenfelder
- innovative öffentliche Beschaffung statt Standard-Einkauf
- Start-up Factories und Ausgründungen aus Hochschulen
- Datenräume, KI-Weiterbildung und neue europäische Konsortien als nächste Projekte von SAI Europe.
Transkript anzeigen
00:00:00: Es gibt Bereiche, in denen sind wir wirklich wettbewerbsfähig in Europa.
00:00:03: Aber es ... Wir müssen jetzt halt auf die auch setzen!
00:00:06: Das eine ist der ganze Bereich Kantencomputing.
00:00:08: So da muss jetzt der nächste Schritt kommen hier noch mal richtigen Boost reinzugeben.
00:00:14: dann haben wir hier potenziell Unternehmen, die wirklich weltweit auch Wettbewertfähigkeit sein können.
00:00:20: andere Dinge sind solche neuen Sachen wie Fusionsenergie Ein Bereich, wo wir wahnsinnig stark sind.
00:00:26: Wo wir jetzt auch mehrere Start-ups haben.
00:00:29: Wo so eine Forschungsstärke gerade in Unternehmen übertragen wird die dann am Markt erfolgreich sein können braucht aber Wahnsinnig viel Investition ist ja Teil der berühmten Hightech Agenda.
00:00:41: Robotik würde ich vielleicht auch noch nennen und den ganzen Medizinbereich.
00:00:45: Wir sind, was so die KI in physische Systeme reinzubringen.
00:00:50: Sind auch nicht so schlecht wie wir vielleicht manchmal denken und können.
00:00:54: hier mit einigen Unternehmen, die sich da gegründet haben, in der Vergangenheit müssen wir uns auch nicht
00:01:00: verstecken.".
00:01:04: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von CEO-Fivehundert!
00:01:09: Mein heutiger Gast ist Anna Christmann, CEO von Say Europe.
00:01:14: Viele kennen sie aus der Politik.
00:01:16: Sie war Beauftragte der Bundesregierung für digitale Wirtschaft und Startups, sie war Koordinatorin der Bundesregierung for Luft- und Raumfahrt im Wirtschaftsministerium.
00:01:26: Sprich sie kennt die Schnittstelle von Politik, Wirtschaft, Startup und Innovationen und sie war aktiv am Gestalten.
00:01:35: Heute arbeitet sie daran Unternehmertum Innovation und die Startup Szene in Europa
00:01:40: aktiv zu stärken.
00:01:42: Gemeinsam sprechen wir über ihren persönlichen
00:01:45: Werdegang, warum
00:01:46: nach der Politik gerade sehr Europe der nächste Schritt für sie war und was sie aus beiden Welten gelernt hat.
00:01:53: Ein wirklich abwechslungsreies Gespräch über Unternehmergeist, Entscheidungslogiken und die Zukunft von Innovationen in Deutschland und Europa.
00:02:03: Los geht's!
00:02:10: Ich freue mich, dass wir hier ja heute bei doch im winterlichen Zuständen hier in Berlin zusammengekommen sind.
00:02:16: Meine Frage die erste wäre an dich Warum bist du jetzt in deine neue Rolle als CEO bei SAI eingestiegen?
00:02:26: Weil es einfach die spannendste Option war.
00:02:29: nach jetzt sieben Jahren aktiver Politik, war die Frage was mache ich jetzt?
00:02:34: und ich wollte auf jeden Fall weiter selber gestalten.
00:02:37: Und das bietet sich natürlich an das in einem eigenen Unternehmen zu tun und die Chance war da also habe ich sie genutzt.
00:02:43: Total spannend, wir gehen nachher auch nochmal richtig rein.
00:02:46: Lass uns kurz weil du es gerade schon minimal angesprochen hast einmal auf deinen Werdegang geschauen erklärt doch mal kurz in paar Sätzen dich als Person.
00:02:56: wie würdest du dich vorstellen?
00:02:58: Ich bin jemand der sich wahnsinnig interessiert für alles was mit Zukunft und Innovation zu tun hat und das habe ich eigentlich in meinem Bleiben die ganze Zeit gemacht, erst in der Wissenschaft als Forscherin.
00:03:11: Dann in der Politik wo ich eben erst im Wissenschaftsministerium dann im Bundestag mich um Innovationsthemen Start-ups gekümmert habe und jetzt eben selbst als Unternehmerin.
00:03:21: und ich glaube mich verbindet dass es überall darum geht selber was zu machen, selber Dinge anzustoßen und tatsächlich auch umzusetzen.
00:03:29: und das ist eigentlich das was mich ja schon Seit der Schulzeit umtreibt, bisschen klischemäßig war ich natürlich auch Spülersprecherin in der Schule und das hat sich vielleicht hinterher auch so ein bisschen durchgezogen.
00:03:41: Wo kam die Neigung tatsächlich für Zukunft?
00:03:44: Für Innovationen?
00:03:45: Für Themen?
00:03:45: du hast lange Zeit nicht nur die digitalen Themen auch Wirtschaft und Start-ups geprägt.
00:03:50: Du warst in der Luft- und Raumfahrt mit dabei davor ist aber klassisch auch Politikwissenschaften glaube ich studiert.
00:03:55: genau.
00:03:56: Wie kam das dann?
00:03:57: Ist es aus dem Wellegang entstanden oder war die Neigung schon relativ früh für dich in den Bereich da.
00:04:04: Ich würde sagen beides, also ein bisschen was fängt natürlich schon immer früh an und ich würde schon den Atari in meinem Elternhaus ein bisschen mitverantwortlich machen dass sich irgendwie früh mit Technologiethemen in Berührung gekommen bin.
00:04:15: Also meine Eltern waren auch Unternehmer im Übrigen, kommen wir vielleicht später noch drauf und hatten schon früh einfach Computer zu Hause an denen ich dann auch schon im frühen Kindesalter in der Grundschulzeit mit einerseits Spiele gespielt habe, was man nicht unterschätzen sollte.
00:04:31: Aber auch tatsächlich so ein paar Programmier-Sachen schon ausprobiert hab und kannte das dadurch auch irgendwie von zu Hause dass man einfach früh und neugierig auf neue Sachen zugeht und guckt was man damit alles Tolles machen kann.
00:04:44: Und das hat sich dann so bisschen weiterentwickelt etwas später stärker in die politische Richtung gegangen.
00:04:51: Das kam ein bisschen durchs Studium, weil ich mich dort einfach angefangen habe vor Ort dann in Heidelberg war das politisch zu engagieren und bin aber dann dadurch so ein bisschen in diese wissenschaftspolitische Ecke gekommen.
00:05:04: Und der Punkt, wo ich dann wirklich mich angefangen hab auch beruflich mit Technologie- und Innovationspolitischen Themen zu befassen war eigentlich als ich im Wissenschaftsministerium in Stuttgart gearbeitet habe.
00:05:14: Weil wir zu der Zeit fegen so ein bisschen der KI-Hype an.
00:05:17: Wir haben einen Forschungszentrum für künstliche Intellienz gegründet damit die Typingen mit Max Tank zusammen Und ich habe die Digitalstrategie des Landes Baden-Württemberg auf Arbeitsebene, wie man so schön sagt.
00:05:28: Also als Mitarbeiterin damals mit vorangetrieben und aufgeschrieben.
00:05:33: Und dadurch bin ich dann wirklich in diesen Bereich gekommen und hab dann Lust gehabt das selber zu machen und bin dann eben im Bundestag gekommen, hat das Glück gehabt genau gewählt zu werden und habe mich dann auf diese Themen spezialisiert und war im Wissenschaftsausschuss und später dann im Wirtschaftsministerium für Startups zuständig.
00:05:53: Ich würde sagen, diese Technologie-Affinität habe ich schon aus dem Elternhaus mitgekriegt.
00:05:57: Hab dann so ein bisschen noch den politischen Laufbahn dazu ergänzt und dann kamen Politik und Technologie zusammen.
00:06:03: Und das ist eigentlich eine wahnsinnig spannende Mischung.
00:06:06: Lasst mich vielleicht die Themenfälle zusammen mit einer anderen Frage irgendwie vielleicht zusammenfassen?
00:06:14: Was tatsächlich fasziniert dich aktuell wenn du über Technologie oder Innovation, was auch gerade künstliche Gänze
00:06:22: etc.,
00:06:23: erwähnt, was fasziniert dich gerade am meisten?
00:06:26: Für mich steht natürlich immer die Frage im Raum, wie können uns solche Innovationen helfen?
00:06:31: Die Herausforderungen zu lösen, die wir als Gesellschaft haben.
00:06:33: Und das ist immer die Verbindung im Grunde auch zur politischen Frage.
00:06:36: Wie wollen wir eigentlich leben in unserem Land weltweit?
00:06:40: Wie kommen wir dahin, dass wir hier einfach Wohlstandgerechtigkeit und eine Zukunft für unseren Planeten haben?
00:06:47: Da ist dann sicherlich auch der grüne politische Hintergrund ein bisschen mitrelevant.
00:06:51: Deswegen stelle ich natürlich immer mal die Fragen so wo können uns Technologien auch helfen Klima zu schützen, CO-Zweih einzusparen.
00:06:59: Das Gesundheitssystem besser zu machen – all das sind Themen die mich beschäftigen und wo ich glaube Technologie und Innovation in der Vergangenheit schon eine wahnsinnige Rolle gespielt hat und dass auch weiter tun werden.
00:07:11: Und es gibt dann politisch immer so ne Debatte sozusagen können wir technologisch die Welt retten oder sind das nicht ganz viele andere gesellschaftliche Fragen die dazu lösen.
00:07:21: Das Stimmtechnologie allein reicht nicht aus, aber sie spielt doch eine ganz entscheidende Rolle.
00:07:25: Und bei vielen Fragen gerade wenn es um Klimaschutz geht, gerade wenn's um neue medizinische Erkenntnisse geht sind einfach Technologien wahnsinnig wichtig bis hin zu wie leben wir einfacher?
00:07:37: Wenn wir die ganzen Digitalisierungsfragen in der Verwaltung anschauen, die uns auch das Leben leichter machen könnten und ob es wäre auf den Punkt zu bringen Auch Windräder sind ja nicht von immer da gewesen, auch Solarenergie ist nicht schon immer da geworden.
00:07:52: Und jetzt haben wir die Chance mit einer neuen Technologie im Bereich künstlicher Intelligenz viele Dinge einfach noch viel effizienter zu machen und man darf dann nicht naiv sein.
00:07:59: Die Technologien bringen natürlich auch viele Herausforderungen mit sich aber genau diese Frage zu beantworten und voranzutreiben das ist was mich umtreibt.
00:08:08: Was ich total spannend finde es du hast ein Stück weit beide Seiten im Austausch erlebt dabei gewesen.
00:08:16: Ich finde ja ganz oft, dass politische Entscheidungen ein Stück weit anders getroffen werden als die von Unternehmenseite her.
00:08:21: Wenn ich dich jetzt frage wie findet denn tatsächlich eine Abwägung für Technologien im politischen Kontext statt?
00:08:29: Weil was du ja gerade sagst und was auch das Verständnis mit sich bringt ist, dass Ja-Technologien sind total wichtig.
00:08:36: wir müssen uns mit denen auseinandersetzen.
00:08:37: Nichtsdestotrotz hat man das Gefühl grade in deutschsprachigen Kosmos da sehr viele Schlüsseltechnogen die letzten Jahre an uns vorbeigelaufen sind.
00:08:45: Wie schafft man es tatsächlich, Konsens zu finden im Sinne von ja wir sehen vielleicht die Technologie nicht einfach nur als wichtig an sondern auch wir kommen ins tun.
00:08:55: Wir schaffen die Räume.
00:08:58: ist es was wo du sagst das haben wir auch geschafft dass einfach nur wir sehen es zu wenig oder sagst du tatsächlich auch rückblickend ein Stück weit Da hätte man früher schneller agieren müssen, um tatsächlich, ich sage mal infrastrukturmäßig und auch für das ein oder andere Start-up oder die eine oder andere Organisation dann in Heimathafen zu schaffen.
00:09:17: Auch politisch besser unterstützen
00:09:19: müssen.".
00:09:20: Also die Antwort ist ja!
00:09:21: Wir hätten viele Dinge anders machen sollen.
00:09:23: der Vergangenheit gerade wenn es um Innovation und Technologie geht haben wir vieles liegen gelassen und deswegen sind wir grade an so einer wichtigen Stelle und dass das Europa im Moment ziemlich unter Druck ist, zu zeigen dass so ein Zusammenschluss von demokratischen Staaten schnell Entscheidungen treffen kann und deswegen auch weiterhin Innovationsvorreiter sein kann.
00:09:51: Weil ehrlicherweise ist genau das in den letzten Jahren unter Druck geraten weil wir sehen, dass eher autoritäre Regime zum Teil schneller Entscheidungen treffen, einfach auch hierarchischere Entscheidungen treffen und wir mit so einem sehr federierten System ja sowohl in Deutschland wo wir ja mit unseren sechsten Bundesländern durchaus auch komplexe Entscheidungsprozesse haben.
00:10:14: Und auch in Europa wo es einfach viele Mitgliedsstaaten gibt die alle eine wichtige Rolle spielen zeigen müssen dass wir das auch schaffen.
00:10:22: und das ist was mich wahnsinnig antreibt weil ich will nicht quasi entweder oder ist Autokratin Technologie vorantreiben können und Demokratien, die so ein bisschen vor sich hindümpeln weil sie halt zu lahm sind.
00:10:35: Sondern die Aufgabe ist zu zeigen klar können wir demokratisch auch Technologien vorantreiben und so einsetzen dass Sie zu unserem Wohlstand, zu unseren Wohlergehen beitragen.
00:10:46: Und da gibt es aber Dinge, die wir verändern müssen.
00:10:49: in Deutschland und Europa und sozusagen der Fach-Community wird das ja auch schon ganz breit diskutiert.
00:10:54: Da gibt's diese verschiedenen Berichte.
00:10:55: Der DRADI Report.
00:10:58: Und das jetzt zu machen, dass ist eigentlich die Aufgabe in der Politik und da kann man aber natürlich auch aus der Wirtschaft beitragen.
00:11:05: Was macht am Ende eine Entscheidung so komplex, dass sie vielleicht nicht getroffen wird?
00:11:12: Sind es die Rahmenbedingungen?
00:11:13: sind es zu viel?
00:11:14: ich muss auch Gesellschaft, Wirtschaft, alles was da ist im besten Fall in irgendeiner Art und Weise auch in die Betrachtung einbeziehen.
00:11:22: oder ist es gar nicht?
00:11:23: Oder ist es am Ende der Mut die Dinge zu machen?
00:11:27: Wo siehst du da tatsächlich, wenn du sagst wir haben damals Dinge verpasst es gilt sich aufzuholen.
00:11:33: Ist ja die Frage die mir sofort in den Kopf kommt schaffen jetzt auf zu holen weil am Ende stehen wir oftmals von den gleichen Mechanismen den gleichen Themenfelder Wenn's darum geht Dingen dann tatsächlich umzusetzen.
00:11:45: was bringt tatsächlich dinge in die Umsetzung durch auch politische Elemente?
00:11:51: Was brauchst dafür?
00:11:53: Also Dinge müssen einfacher werden.
00:11:54: Es ist tatsächlich zu komplex und das ist ja jetzt auch keine neue Erkenntnis von mir, sondern etwas was wirklich die letzten Jahre von vielen eingebracht wird oder einfach zur Rechte eingebracht wurde.
00:12:03: Und das erlebt man auch.
00:12:04: Ich war selber in einem Ministerium und bei einigen Sachen sind einfach zu viele Leute beteiligt und dadurch ... behindert man sich gegenseitig.
00:12:16: und statt dann zu sagen, wir fangen jetzt eine Sache einfach mal an.
00:12:21: Ist man häufig dann aber da ist doch das Bundesland schon dran?
00:12:24: Und hier gibt es doch aber noch die rechtliche Frage zu klären und dann gibts manchmal sogar in einem Ministerium irgendwie zwei Abteilungen, die sich darum streiten welche Abteilung nun eigentlich zuständig ist.
00:12:35: und so in diesem Wirr war verliert man doch häufig viel Zeit und schnell ist man dann wenn die Sachen sozusagen zur Chefsache erklärt werden oder zur Chefinensache.
00:12:46: Aber du kannst natürlich nicht sämtliche Prozesse in einem Ministerium der Politik zur Chefinensache erklären, sondern die Dinge müssen ja auch ein Stück weit in der Breite vorangetrieben werden von den verschiedenen Mitarbeitenden und von verschiedenen Zuständigen.
00:13:01: Und das ist sehr kompliziert geworden!
00:13:04: Und deswegen ist es schon wichtig, dass wir Regeln vereinfachen.
00:13:08: Was ja jetzt zum Teil auch angefangen worden ist.
00:13:10: Dieses, das man nicht mehr ewig auf Genehmigungen warten muss und dann sagt na gut wenn ich nach drei Monate von der Behörde nichts gehört habe, dann ist meine Baugenehmigung halt erteilt so.
00:13:19: Dann ist die Behörden in der Bringschuld schneller zu sein weil nach drei Monaten darf ich halt bauen egal was die Behöhrte sagt.
00:13:25: solche Dinge sind unheimlich wichtig um Sachen schneller zu machen.
00:13:29: Auch bei der Digitalisierung da haben wir ein eigenes Ministerium dafür was ja sehr spannend ist, wo jetzt auch es notwendig sein wird das die halt sehr schnell dazu kommen wirklich auch ein paar Sachen vereinfachen zu können und sich nicht selber Teil dieses ganzen Akteurswürfer da zu sein.
00:13:48: Da gab's ja auch verschiedenste Sachen am Anfang welche Kommission zu wem kommt und so sind sie damit beschäftigt sondern da ist es auch wichtig dass der Bund auch ein Paar Standards wird vorgeben können jedes Bundesland, jede Kommune wieder ihr eigenes Ding macht.
00:14:03: Sondern diese Standardisierungen und Vereinfachungen sind sehr wichtig und die haben wir im Moment zu
00:14:08: wenig.".
00:14:11: Wenn ich dich frage... Du musstest ja selber auch einige viele Entscheidungen treffen, die sich auch relativ sozusagen umfangreich in bestimmten Bereichen da irgendwie ergeben haben.
00:14:24: Was sind für dich wichtige Kriterien für deine eigene Entscheidungsfindung?
00:14:29: Es ist eine gute Datenlage, ein gutes Vertrauen zu bestimmten Personen.
00:14:33: Also worauf beziehst du am Ende deine Entscheidungslogik?
00:14:38: Also für mich spielt tatsächlich Zeit oft eine wichtige Rolle und im Zweifel zwei entscheide ich gerne lieber, früher unter mehr Unsicherheit als quasi zu warten bis ich vermeintlich alle Informationen habe.
00:14:51: Und dann mit dem Versuch an einer hundertprozentigen Sicherheit zu landen dass sich eine Entscheidung treffen kann.
00:14:58: sondern ich glaube genau daran mangelt es momentan bei uns das man oftmals nicht bereit ist Risiko auch einzugehen dass etwas nicht klappen kann.
00:15:10: Sondern ich glaube, wir müssen Dinge einfach anfangen und dann im Erproben lernen und Dinge besser machen.
00:15:16: aber wenn du Dinge gar nicht erst anfängst weil du meinst das Konzept ist noch nicht ganz fertig dann kommt es halt nie.
00:15:24: Und das ist in der Politik häufig ein Problem, was ich wahrgenommen habe.
00:15:27: Dass erst die Konzepte zu hundert Prozent durchgearbeitet sein müssen und dann gibt es dann erst die Finanzierung dafür.
00:15:35: Und bis das alles steht dauert halt sehr lang.
00:15:37: Deswegen hab' ich immer sehr dafür geworben mit Dingen einfach mal anzufangen.
00:15:43: Absolut!
00:15:44: Was mich auch ganz spannend finde ist – auch gerade bei CEO-Fall Funwood wollen wir doch sehr stark auf Perspektiven der Macherinnen schauen Nicht nur auf Deiner, auch natürlich ein Stück weit auf die, die dich umgeben haben.
00:15:57: Wenn du so bisschen in den politischen Kospels oder generell auf deinem Währlegerang vielleicht zurückblickst... Wer hat Dich wirklich geprägt?
00:16:05: Vielleicht auch mit Entscheidungen und der Art.
00:16:07: Wer ist dir wirklich eine Erinnerung geblieben, der auch heute vielleicht ein Stück weiter Einfluss auf wie Du Heute bist, wie Du heute Entscheidung triffst, wie du heute auf Dinge blickst?
00:16:16: Dich auch dann ein Stück mal selber beeinflusst aber Dich vielleicht auch geprägte.
00:16:22: Ich würde sagen, auch da gibt's zwei Kategorien vielleicht.
00:16:24: Das eine ist tatsächlich auch wieder mein Elternhaus.
00:16:27: eben ich hab schon erwähnt meine Eltern waren selber oder sind es bis heute Unternehmer und haben auch mehrere Firmen gegründet.
00:16:35: in der Zeit
00:16:37: Gab's da auch mal den einen oder anderen Diskurs, was du da gerade so politisch für Themen hast und wie die Weltlage
00:16:43: sozusagen
00:16:43: auf der anderen Seite gesehen
00:16:44: wird?
00:16:44: Meine Eltern sind mal sehr kritisch auch gewesen.
00:16:47: Ich hab ein politisches Elternhaus.
00:16:49: durchaus jetzt auch in dem ähnlichen Spektrum würde ich sagen ist nicht dass sie mega konservativ waren und ich seit ihre Bellin sondern es ist schon relativ ähnlicher Kosmos.
00:16:57: aber grade was so auch Wirtschaftsfragen angeht sind die natürlich schon auch daran interessiert das Dinge einfach sind und diese dann halt auch manchmal von Prozessen nervt, die ihr Unternehmen betreffen.
00:17:08: Das habe ich dann auch immer als Feedback sehr schnell bekommen und das hilft natürlich auch wenn man dann teilweise so ein bisschen absurde bis hin zur Datenschutzgrundverordnung, die halt dann den Projekten auch genervt hat meiner Eltern weil sie das für völlig überzogen halten, weil sie mit Schulen keine Projekte machen konnten, weil halt dass es so strikt war, dass man bestimmte Software gar nicht einsetzen durfte etc.
00:17:30: Und das ist glaube ich so dieser Praxischeck der da immer war und den ich deswegen auch von Haus aus schon sehr kenne, und der mich dann auch politisch geprägt hat.
00:17:39: Ich glaube für mich sagen zu können dass sich versuche immer sehr pragmatisch und praxisorientiert zu agieren sei es als Politikerin oder jetzt als Unternehmerin.
00:17:50: Und das ist neben meinem Elternhaus die mir das vorgemacht haben auch politische quasi erste Zeit gewesen in der ich geprägte wurde.
00:17:58: Das war ja in Heidelberg, bin ich zu den Grünen gekommen und dort war eine Landtagsabgeordnete bei der ich dann auch gearbeitet habe die später Wissenschaftsministerin geworden ist.
00:18:07: in Baden-Württemberg kennt man bundesweit jetzt nicht so breit.
00:18:09: Theresia Bauer war aber da schon genau auch eine sehr pragmatische Frau von der ich politisch viel gelernt hab bis hin dass wir das man auch keine Scheulklappen hatten.
00:18:22: Wir haben damals als ich noch im Studium war und für sie gearbeitet hat auch zum Beispiel darüber nachgedacht, wie man Studiengebühren auf eine faire Art und Weise einführen kann.
00:18:32: Ein Konzept was eigentlich gerade auch in der Grünen Partei oder den anderen sehr verpönt ist ungerecht.
00:18:36: Man soll für Studienmöglichkeiten zahlen.
00:18:38: So teile ich auch es schön wenn man nichts zahlen muss aber trotzdem bereit zu sein sich Gedanken darüber zu machen Wie kann man trotzdem Finanzierungsprobleme lösen die es nun mal gibt?
00:18:47: Und so versuchen das auf eine fiere Art undweise zu machen.
00:18:49: also nur als Beispiel dass man auch immer ein bisschen über das eigene hinaus denkt und guckt was ist eigentlich notwendig?
00:18:56: letztlich ist das ein bisschen die baden-württembergische grünen schule, die ich da durchlaufen habe mit den freie kretschmann gem osti mehr der jetzt ja auch dort aktiv ist und dass es das was mich dann politisch geprägt hat also immer sehr pragmatisch nicht zu sehr nur irgendwie an parteilokigen sich zu orientieren sondern an dem was gesellschaftlich notwendig ist.
00:19:18: Und das kann eben auch mal etwas anderes sein als jetzt die mir halt in einer partei deckt.
00:19:22: du warst vor anderen seiten natürlich Extrem viel unterwegs, hast sehr viel auch gesehen aus der Startup-Landschaft.
00:19:27: Aus anderen Bereichen im Innen- und Ausland... Was waren da prägende Ereignisse für dich?
00:19:34: Wo vielleicht auch ein Stück weit wirklich mal der technologische Fortschritt wirklich so visionäre Gene auch von bestimmten Menschen die einfach Dinge entwickeln, die es vielleicht so noch gar nicht gegeben hat wo man wirklich hautnah dabei gewesen ist.
00:19:49: Wo ist da vielleicht auch der Funk übergesprungen?
00:19:53: Also der erste Technologie-Punkt war eben wirklich dieser erste KI, nicht der erste KI Hype aber der zweite nach dem KI Winter sozusagen relativ früh als wir da in Tübingen mit dem Max Planck Institut angefangen haben und das ganze Machine Learning aufkam.
00:20:10: Das war glaube ich der erste Moment wo es einfach super spannend war mit den Leuten davor auch zu reden an neuen Konzepten arbeiten.
00:20:21: Damals war das alles noch neu, dass man Gemälde irgendwie im Stil von Van Gogh malen lassen kann und so, dass wir Dinge, die da gerade neu hatten ... Wie lang ist es jetzt her?
00:20:31: Zehn Jahre, ein bisschen mehr zehn Jahre.
00:20:33: Und da war das eben alles brandneue Forschung.
00:20:38: Man merkte so okay, da rollt was Neues auf uns zu.
00:20:42: Das war spannend, relativ früh mit dabei zu sein weil das war damals noch gar nicht selbstverständlich, und wofür das eigentlich da sein soll, war dann noch sehr viel umstrittener.
00:20:53: Und das zweite würde ich sagen ist natürlich der Moment als ich Raumfahrtkoordinatorin für die Bundesregierung geworden bin.
00:20:59: War natürlich ein Riesenprivileg.
00:21:01: Ich hatte mich vorher mit RaumfahrT immer mal schon beschäftigt gerade mit diesem Stichwort New Space weil da auch neue Start-ups entstanden sind aber war nicht so tief drin wie ich es jetzt erleben durfte in den dreieinhalb Jahren die ich das gemacht habe Und dann zu lernen, okay wir haben in Deutschland Unternehmen die Raketen bauen.
00:21:20: Die dann Saliden ins All bringen und das ist nicht was, was jetzt nur Elon Musk macht sondern wir haben große Chancen da auch in Europa etwas aufzubauen.
00:21:29: Es war natürlich super faszinierend um nochmal einen besseren Einblick zu bekommen was alles von Daten aus dem Weltraum lebt und welche superspannenden Startups und Unternehmen man aufbauen kann, die halt auf Satellitendaten basieren bis hin zur Waldbrandbekämpfung.
00:21:45: Die in Deutschland sich gegründet haben.
00:21:48: wir haben eine super spannende Raumfahrts-Startup Landschaft und das ist natürlich faszinierend.
00:21:53: Zuletzt war ich jetzt in Berlin bei einem DeMount Mound Rover Und haben jetzt da zusammen mit der NASA ein Projekt, wo sie Teile quasi so zum Testen damit schicken konnten.
00:22:04: Es ist natürlich super spannend und faszinierend.
00:22:07: Total fasziniert!
00:22:09: Was ich faszinellend finde in dem Zusammenhang ist... Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich nehme dich und dann sehe ich dich auch da in einer anderen Rede die du im Bundestag erhalten hast wie kommen solche Themen tatsächlich bei den anderen Abgeordneten an?
00:22:26: Weil das sind ja wirklich Themen, die teilweise für die A so weit weg sind im Sinne von auseinandersetzung.
00:22:31: Aber auch soweit weg sind wenn sie vielleicht aus ihren Landkreisen und ihrem Themenfeldern kommen wo es vielleicht um ganz andere Sachen gerade geht.
00:22:40: Wie schwer ist tatsächlich der Diskurs diese Themen ein Stück weit auf die Agenda?
00:22:45: Andere Menschen zu bekommen auch gerade in politischen Umfeld?
00:22:48: oder war's für dich?
00:22:49: weil Ich würde schon sagen, da warst du ein bisschen, ich will nicht sagen der Rebell.
00:22:53: Aber du warst schon jemanden, der die neuen Themen reingebracht hat.
00:22:56: Man muss es damit auseinandersetzen und so hast sie verbunden.
00:22:58: Du hast sie mehr oder weniger erklärt.
00:23:01: Wie war das für dich?
00:23:03: Also diese Beschreibung ist schon ein bisschen zutreffen dass es gerade so am Anfang solcher technologischen Entwicklungen schwierig ist sich Leute dafür richtig zu begeistern.
00:23:14: Das hat man auch gesehen, ich war ja Mitglied in der KI Enquete-Kommission des Bundestags.
00:23:18: Die eingerichtet worden ist.
00:23:23: Und dort war jetzt nicht der Run so groß auf die Plätze in dieser Kommission, dass man da reingeht... Und deswegen konnte ich das dann auch als relativ neue Abgeordnete direkt machen und war die sogenannte Opfrau für meine Fraktion, also die Hauptzuständige.
00:23:39: Ich habe diese KI-Oncet gemacht, die ein bisschen Weiterbildungsprogramm für Abgeordneter zu der Zeit war.
00:23:45: Warum geht es da eigentlich?
00:23:47: Warum ist das wichtig?
00:23:48: Warum müssen wir uns damit beschäftigen?
00:23:51: Und das war so ein bisschen als die Nerd-Kommission halt, wo die Leute reingehen.
00:23:57: Die sich für komische Sachen interessieren und die vielleicht eben mal Computerspiele gemacht haben früher.
00:24:03: So wurde das ein bisschen gesehen... Und erst nachdem diese Kommission lange zu Ende war und jetzt wirklich mit Chat GPT kann man eigentlich sagen, ist das Thema KI wirklich erst so richtig in die Breite gekommen würde ich sagen.
00:24:16: Davor war es natürlich auch schon da und relativ breit da aber in der politischen Debatte immer noch ein bisschen unter Ferner liefen und vor allen Dingen – und da sind wir wieder bei dem Diskurs Warum kommen wir technologisch nicht so richtig voran in Deutschland und Europa?
00:24:31: immer unter dem Aspekt, was sind da jetzt die Gefahren von dieser Technologie?
00:24:35: Mit welchen ethischen Fragen müssen wir uns auseinandersetzen.
00:24:39: Und ich denke mal das ist alles richtig!
00:24:41: Das müssen wir auch tun und es ist eine Stärke von Europa dass wir immer viele dieser gesellschaftlichen äthischen Fragen von Technologien betrachten, was wir aber oftmals vergessen ist.
00:24:52: Dass wir gar nicht mitreden können mit all diesen tollen Ideen die wir da haben, die durchzusetzen wenn wir selber gar keine Stärke in dieser Technologie haben.
00:25:01: das heißt für mich kommt schon immer als erster Schritt dass wir selber Expertise brauchen und es auch anwenden müssen um zu wissen worum geht's denn überhaupt bei einer technologie?
00:25:12: Was sind die Chancen und Risiken einer Technologie?
00:25:15: kann ich eigentlich erst wirklich wissen die Leute haben, dies können.
00:25:21: Absolut!
00:25:21: Wie siehst du auf der anderen Seite da?
00:25:22: Weil das ist ja auch gerade ein großes Thema.
00:25:25: Auch jetzt habe ich viele Berichte gesehen und mir einige Sachen angeschaut von den CES in Las Vegas
00:25:30: usw.,
00:25:31: man sieht hier auch umso weiter das Spiel KI Hardware Software sich entwickelt dass immer teils größere Abhängigkeiten entstehen.
00:25:43: Mercedes als Beispiel ja nimmt die Software umsonst an von Nvidia muss aber auf dem Gegenzug sozusagen auf den Chips im Ökosystem, im sozusagen kompletten Hardware-Umfeld von Nvidia entwickeln und sich auch sozusagen fortbewegen.
00:25:58: Wie siehst du solche Elemente?
00:26:01: Auch gerade für ich sage mal ein souverines Europa.
00:26:05: Ja, das Thema Souveränität ist ja gerade in aller Munde.
00:26:08: Wir hatten auch den deutsch-französischen bzw europäischen digitalen Souveränitätsgipfel und ich halte es für absolut richtig dass wir hier besser werden müssen und das bedeutet aber nicht dass man jetzt nicht mit Nvidia oder Microsoft oder wie immer zusammenarbeiten darf sondern es bedeutet dass wir eigene Alternativen brauchen als Möglichkeit haben müssen.
00:26:31: Also es ist dann ein Problem, wenn ich halt gar keine Alternative habe sondern eben abhängig bin weil's nur diese Lösungen gibt.
00:26:37: Absolut!
00:26:38: Und das sind wir leider in verschiedenen Bereichen im Moment und deswegen halte ich es für richtig dass wir da verstärkt dran arbeiten auch europäische Alternativen aufzubauen und dann auch gezielt zu stärken aber quasi nicht mit dem Ziel irgendwann nur noch europäisch Lösungen zu nutzen.
00:26:54: das finde ich immer wichtig weil das hat sonst so eine isolatorische Seite, als ob wir jetzt irgendwie die weltweite Zusammenarbeit dann nicht mehr bräuchten oder nicht mehr machen wollen.
00:27:05: Sondern es geht nur darum dass man nicht zu einseitig in dem ganzen Bereich gar nichts anbieten kann weil wenn ich selber nix bieten kann, dann habe ich ja auch wenig wo ich quasi darauf Einfluss nehmen kann was ich vom anderen kriege.
00:27:16: also dann bin ich in dieser einseithigen Abhängigkeit und das ist eigentlich das Problem.
00:27:20: und wenn ich halt im Cloudbereich in bestimmten Softwarebereichen einfach gar nichts Eingangs hab dann ist diese Gefahr gegeben und deswegen müssen wir da schon gezielt auch daran arbeiten, dass wir hier eigene Lösungen stärken.
00:27:31: Und die sind ja zum Teil im Kommen aber natürlich in einigen Bereichen noch nicht so gut wie die von den großen Bekannten Anbietern und das gezielt weiterzuentwickeln muss aber schon ein wichtiger Bestandteil sein.
00:27:45: Was würdest du sagen?
00:27:45: Was sind die drei vier wirklich wichtigen Aspekte wo ein Stück weit Ich finde, ich sage eine autarke Umsetzung oder irgendwie erfolgen muss.
00:27:59: Aber zumindest wo es die Möglichkeit gibt vielleicht besser wählen zu können als heute sind das dann Themen wie die Cloud Infrastruktur?
00:28:07: Sind das dann bestimmte was weiß ich Datenserver-Fabriken, die auch ein Stück weit in Deutschland ist schon schwer wenn sie alle mit Nvidia Chips ausgestattet sind.
00:28:17: aber Wo siehst du tatsächlich die Themen, wo du sagst da müssen wir was machen um Souveränität ein Stück weit für Europa sicherzustellen in der Zukunft.
00:28:27: Also diese zwei Sachen würde ich auf jeden Fall auch nennen.
00:28:29: Cloud-Infrastruktur und Rechenzentren sind zwei ganz entscheidende Faktoren.
00:28:34: im übrigen auch das die Hardware angeht finde ich super spannend.
00:28:37: in Dresden entwickelt sich daher jetzt ein sehr schönes Ökosystem was hoffentlich noch weitergestellt
00:28:42: wird.
00:28:43: Das heißt, da geht es sowohl um die Softwarekomponente als auch um die Hardwarekomponenten.
00:28:47: Also um die Frage wo entstehen auch Rechenzentren lässt sich übrigens auch super verbinden.
00:28:51: dann mit auch Fragen der Nachhaltigkeit was für Rechencentren wollen wir eigentlich?
00:28:56: Wie schaffen wir das eigentlich?
00:28:57: dass sie auch ein bisschen weniger Strom verbrauchen also das bisher tun?
00:29:00: wie kann man die Abwärme besser nutzen?
00:29:02: all das Themen die in Europa ja viel mehr diskutiert werden und wo?
00:29:06: wenn eine große Chance hätten eigentlich Vorreiter zu sein sozusagen das nachhaltigste Rechen Zentrum der Welt zu bauen Das ist dann vielleicht noch nicht gleich das Billigste der Welt, aber das könnte ja ein Ziel sein so eine Technologie soweit weiterzuentwickeln.
00:29:21: Dass wir hier wirklich auch eine Wettbewerbsfähigkeit in so einem Bereich aufbauen könnten.
00:29:25: Absolut!
00:29:26: Dafür muss man aber halt einen nötigen Fokus setzen.
00:29:29: Bin ich voll bei dir?
00:29:30: Lass uns vielleicht an dem Kontext vielleicht mal auf Say Europe Komm.
00:29:35: was machst du sozusagen mit... Deiner neuen Organisation, mit der ihr jetzt an den Stadt gegangen seid.
00:29:40: Um vielleicht auch genau solche Dinge zu ermöglichen um hier auch ein Stück einen Push reinzubekommen.
00:29:45: Fühlen Sie mal so ein bisschen ein was da so deine Themen sind.
00:29:48: Was habt Ihr vor?
00:29:50: Ja, sehr gerne.
00:29:52: Am Anfang unserer Reise haben wir uns im letzten Sommer gegründet und das Ziel ist es deswegen auch Say Europe also steht für Strategisch Agentur für Innovation in Europa.
00:30:02: Das heißt, wir haben uns einerseits wirklich diesen Europafokus ganz bewusst gegeben weil ich genau damit das unterstützen möchte dass Innovationen in Europa eben schneller vorankommen und dann auch weiter skalieren Startups in dem Bereich größer werden können hier auch Finanzierung finden ein bisschen diese Europakomponent, die natürlich auch mit der Souveränitätsfrage zu tun hat.
00:30:23: Und deswegen sind USERFOCUS klar europäische Unternehmen, europäischer Akteure staatliche Private, mit denen wir zusammenarbeiten wollen und inhaltlich wollen wir eben Technogiefelder vorantreiben, die wir als relevant ansehen.
00:30:39: da sind einige schon genannt worden KI Rechenzentrums Hardware gehört sicherlich auch dazu.
00:30:44: Raumfahrt ist sicherlich im Bereich der uns viel interessiert Letztlich.
00:30:49: aber natürlich entwickeln wir nicht selber Technologie, sondern wir wollen die unterstützen, die das tun.
00:30:55: Und das sind natürlich zu einem Großteil Startups!
00:30:58: Und ich setze da wahnsinnig stark drauf, weil Startups doch im Vergleich zu den großen und interpretierten Unternehmen eine höhere Dynamik in der Regel haben.
00:31:07: Eine spezifische Technologie die neu ist wirklichen Umsetzung zu bringen.
00:31:11: Weil ich natürlich in großen Konzernen immer eine Herausforderung habe so die haben schon Technologie mit denen sie erfolgreich sind.
00:31:17: also das ist immer ein bisschen anderer Prozess dann auch neue Technologien zu implementieren machen die natürlich auch.
00:31:24: aber sozusagen unser Fokus ist hier vor allem Technologiefirmen zu helfen, die oft eben ja auch ganz viele Fragen haben.
00:31:32: Die regulatorischer Natur sind wie kann ich in Prototypen ausprobieren?
00:31:37: Wie kann ich eine Finanzierung bekommen für einen aufwändigen Technologischritt den nicht machen muss?
00:31:43: Das sind Fragen die Technogiethemen umtreiben.
00:31:46: und wie kann Ich auch eine Akzeptanz für neue Technologie schaffen?
00:31:49: das sind wir wieder bei der Frage warum sollte sich immer dafür interessieren Warum ist es relevant dass ein sagen, wo wir Technologiefirmen dabei unterstützen.
00:32:01: Und dann adressieren wir aber auch eben diese staatliche Komponente einfach mit meiner Erfahrung aus der Politik und gucken wie können wir den auch mal Input geben?
00:32:10: Der staatlichen Seite, wie der Staat eben auch innovativer sein kann.
00:32:15: ein Thema mit dem wir uns beschäftigen sind zum Beispiel Vergabeverfahren.
00:32:19: Kann man denn beim Einkauf von Produkten, die der Staat macht vielleicht auch mal neue Sachen einkaufen und nicht immer einfach nur das was schon im Regal steht.
00:32:27: Ich könnte ja auch als Staat sagen ich möchte gerne auf meine Gebäude Solarzellen haben die irgendwie nochmal zwei Prozent effizienter sind als sie gerade auf dem Markt sind und einen Auftrag vergeben an Firmen Im Wettbewerb.
00:32:42: wer schafft das denn mir vielleicht in drei Jahren solche neuen Solarmodule zu liefern um zum Beispiel so ein Bereich anzukurbeln.
00:32:49: Das gibt es in allen Bereichen, wir haben es im Raumfahrtbereich auch zum Teil gemacht zu sagen der Staat gibt einen Auftrag für ein Start einer Rakete die es aber noch gar nicht gibt.
00:32:59: das heißt der Stadt geht auch ein bisschen ins Risiko und sagt okay wir wollen mit eurer Rakete staatliche Satelliten starten Wir geben euch jetzt auch schon mal eine Anzahlung dafür und habt ihr schonmal ein bisschen Geld, mit dem ihr Entwicklung betreiben könnt.
00:33:12: Und wir tragen dadurch als Staatenteil des Risikos mit.
00:33:15: All solche Sachen sind ja möglich, werden aber noch zu wenig gemacht.
00:33:20: ne?
00:33:20: Ganz häufig wird halt irgendwie beim Standard Großunternehmen eingekauft weil es eingeübt und das übliche ist.
00:33:28: Der Staat hat aber viel mehr Möglichkeiten hier selber innovativ zu sein.
00:33:31: Was ist da eure Rolle in der Vermittlung, in der Erstellung?
00:33:35: Wie könnte so ein Konzept aussehen?
00:33:37: auf welche Fördertöpfe.
00:33:39: Welche Art von Knöpfen gilt es zu drücken von beiden Seiten damit sowas hinkommt?
00:33:43: also ist man eine so bisschen Brückenbauer ein Enabler dafür diese Team oder ist das die?
00:33:49: oder sehe ich das falsch?
00:33:50: Ne genau also Brückenbau ist ein sehr gutes Stichwort weil ich das natürlich auch einfach selber jetzt mitbringe.
00:33:55: als Geschäftsführerin Erkenne ich diese verschiedenen Welten sehr gut.
00:33:59: Ich kenne die politische Welt, die Verwaltungswelt, weil ich nicht nur als Politikerin, sondern auch mal als Mitarbeiterin in einem Ministerium war.
00:34:07: Ich kenn die Wissenschaftswelt ziemlich gut.
00:34:08: Weil ich Wissenschaftspolitik lange gemacht habe, gerade die Wissenschaftsorganisationen, die da zum Teil eine Rolle spielen, weil es häufig spin-offs aus der Wissenschaft sind mit denen wir arbeiten.
00:34:19: und ich kenn die Startup-Welt gut.
00:34:22: Alle haben ihre eigenen Logiken und verstehen manchmal die anderen nicht so gut und das zusammenzubringen.
00:34:29: Das ist eigentlich jetzt unsere Aufgabe, und natürlich sozusagen Input zu liefern, Vorschläge zu machen, Expertise aufzubauen.
00:34:37: Wir machen jetzt so sehr innovativen Vergabeneveranstaltungen mit dem Vergabennetzwerk zusammen.
00:34:41: Das heißt wir holen ein bisschen die traditionellen Vergabeläute, die in den öffentlichen Institutionen sitzen, zusammen mit dem Start-ups, mit dem start up Verband, macht doch die Ausschreibung bitte mal so, dass auch Unternehmen, die jünger als zwei Jahre sind mitmachen können.
00:35:00: Und dann können sie das direkt erzählen und wir versuchen es wirklich in die Umsetzung zu kriegen.
00:35:05: Unser Fokus ist immer, dass es hinterher tatsächlich auch anders gemacht wird.
00:35:09: also Wir wollen jetzt nicht nur Papiere schreiben sondern wirklich mithelfen im sehr engen Prozess mit den zuständigen Akteuren Dass es hinter her tatsächlich auch in der Praxis sich verändert Das ist eigentlich auch meine Motivation.
00:35:21: Warum bist du wirklich eigentlich rausgegangen?
00:35:23: Ich meine, ich hätte sich wahrscheinlich auch das ein oder andere noch mal andere politische Amt irgendwie wahrscheinlich vielleicht auch ergeben können.
00:35:29: Oder war einfach für dich hier die Reise zu Ende um am ende vielleicht auch anders zu beeinflussen also anders darauf einzuwirken?
00:35:40: War das auch für dich nochmal so?
00:35:41: ein wichtiger Punkt, um wirklich zu sagen okay ich mache jetzt hier was eigenes ich gehe eigentlich genau.
00:35:46: Weil man hätte ja auch genau den Weg den du jetzt eigentlich stehst auf einer anderen Seite ein Stück weit bzw bei dem einen oder anderen Thema nach wie vor vielleicht forcieren können.
00:35:54: Nehmen wir jetzt das neue Ministerium von Lieben Herrn Wildberge oder sonstiges aber da hat sich ja für einen anderen Weg entschieden.
00:36:00: Glaubst du es ist einfacher sozusagen den Push sozusagen der wirtschaftlichen Seite dann an die Politik zu machen?
00:36:06: Oder mit deinem Netzwerk auch in die Politik anstatt andersrum.
00:36:10: Jeder hat seine Rolle, also nicht mal in jeder Umfeld hat immer seine Vor- und Nachteile.
00:36:15: So letztlich ist natürlich auch die Wahl für mich jetzt eine Rolle gespielt.
00:36:18: Werden die anders ausgegangen?
00:36:20: Bekanntermaßen sind die Grünen nicht total siegreich aus der Wahl hervorgegangen.
00:36:25: Wären die Grüner noch an einer Regierung beteiligt vielleicht hätte ich da im Rahmen auch was weiter gemacht.
00:36:29: man weiß es nicht.
00:36:31: Ich habe aber schon die letzten Jahre schon auch mich sehr stark auf diese fachlichen Themen einfach fokussiert.
00:36:38: Nämlich hat einfach diese ganze Innovations- und Technologielandschaft total interessiert, und habe das vielleicht auch ein bisschen stärker schon in den letzten Jahren gemacht als jetzt quasi mit dem ersten Hut die grünen Politikerin zu sein.
00:36:51: Insofern war für mich eigentlich klar ich möchte vor allem auch diese Themen weitermachen Und in einem anderen Wahlausgang hätte ich das vielleicht auch in einer politischen Rolle gemacht.
00:37:00: Das weiß man nicht, finde ich jetzt auch müßig zurückzubringen.
00:37:04: Deswegen beschäftigt mich das eigentlich gar nicht!
00:37:07: Sondern ich habe immer gedacht, na gut entweder mache ich es in der Politik oder ich mach's dann halt in einer anderen Rolle.
00:37:12: Und ehrlicherweise fand ich das jetzt auch einfach eine superspannende Gelegenheit, das auszuprobieren und zu sagen, dann mache ich das mal aus der wirtschaftlichen Perspektive.
00:37:21: Der Vorteil ist natürlich, wir hatten vorhin von Entscheidungen treffen.
00:37:25: Ich kann jetzt erstmal sehr schnell und unkompliziert Entscheidungen treffen und hab da wenig Vorgaben von außen und eben nicht irgendwie fünf Gremien mit denen mich jeden Tag abstürzen.
00:37:37: So, das mache ich dann quasi in meiner Arbeit mit den Akteuren.
00:37:39: Mit denen ich arbeite gibt es natürlich viel Abschlussbedarf.
00:37:42: aber so Ich kann erstmal für mich unter die Entscheidungen selber treffen und selber entscheiden mit welchen Themen befassen möchte.
00:37:51: und das ist auch erst mal eine neue Freiheit, die natürlich auch viel Spaß macht und viel Gestaltungsraum bringt.
00:37:56: Und ich lerne natürlich auch wahnsinnig viel.
00:37:58: jetzt noch einmal dazu was sich in der Politik in den letzten Jahren vielleicht schon alles gelernt hatte also wie so Grundabläufe sind, wie das funktioniert welche Gremien relevant sind auf welcher Termine man gehen muss
00:38:09: usw.,
00:38:10: das lernt man ja nach einer Weile Und das ist jetzt in der wirtschaftlichen Perspektive, bleibt man nochmal ein paar andere Sachen dazu.
00:38:16: Das finde ich eigentlich auch für meinen gesamten Lebenslauf einfach wahnsinnig spannend zu diese verschiedenen Phasen jetzt zu haben.
00:38:20: Ich war ja erst eine Zeit lang in der Wissenschaft als Doktorantin und dann noch nach der Promotion habe ich ja noch ein bisschen an einem wissenschaftlichen Institut gearbeitet, war dann in der Verwaltung, dann in die Politik und jetzt selber als Unternehmerin so besser könnte ich es mir eigentlich gar nicht vorstellen.
00:38:39: Bis am Ende auch... ... eine teils auch öffentliche Person gewesen, gab es auch Schattenseiten der ganzen Aktivitäten.
00:38:46: Ich meine am Ende macht man sich ja auch wenn man irgendwie ein Stück weit auf die Bühne geht... Wenn man irgendwie auch Entscheidungen trifft.
00:38:52: Angreifbar?
00:38:54: Wie war das für dich?
00:38:55: Ich hatte immer den großen Vorteil, dass ich einfach super Themen habe wie ich finde und das ich mit meinem Themenbereich wahnsinnig viel mit Leuten zu tun gehabt hab.
00:39:02: Einfach die selber auch Sachen nach vorne bringen wollen.
00:39:06: Mit Wissenschaftlern, die wollen, dass ihre Erfindungen Wirklichkeit werden.
00:39:10: Mit Startups, die irgendwie einfach Bock haben ihr Unternehmen voranzubringen.
00:39:15: Und natürlich waren die zum Teil auch mal kritisch und es sollen sie ja auch sein und haben ihre Punkte eingebracht.
00:39:19: Das fahrte ich aber immer gut und glaube auch sehr offen das auch entgegenzunehmen und dann zu versuchen, die Dinge auch besser zu machen.
00:39:27: Aber ich habe dadurch zum Beispiel diesen ganzen Bereich von Hate Speech oder wirklich Verunglimpfungen, denen es ehrlicherweise eher in anderen Politikbereichen gibt, die halt sehr gesellschaftlich umstrittensende, wenn du jetzt Migration legst oder andere Themen ... In denen war ich nicht so stark unterwegs und deswegen habe ich solche Formen von Bedrohungen oder ähnlichem wirklich kaum erlebt, teuer-teuer.
00:39:51: Die größte Herausforderung oder Schattenseiten würde ich jetzt sagen ist natürlich immer die zeitliche Komponente also gerade die Zeit als Koordinatorin der Bundesregierung für Luft und Raumfort, als Startup beauftragte.
00:40:03: Das war eine super Zeit mit vielen internationalen Reisen.
00:40:08: Und ich hab wahnsinnig viel gelernt und bin dafür sehr dankbar, aber es war natürlich auch ne Zeit in der ich dann nicht so viel zu Hause war.
00:40:14: Und genau habe da ja noch einen Mann und zwei Kinder zuhause die dann auch viel Zeit ohne mich verbracht haben was sie gut hingekriegt haben.
00:40:21: Aber was natürlich wenn man überschatten Seiten spricht finde ich man immer schon auch mit bedecken muss.
00:40:25: Na klar ist das einfach zeitintensiv und die private Seite kommt ein bisschen kürzer.
00:40:31: Das kann ich total gut nachvollziehen.
00:40:34: Was mich gerade nochmal in Bezug auf die Legislaturperiode auf eine Frage gebracht hat, finde ich, das treibt immer sehr viele Leute um.
00:40:41: Ab wann beschäftigt man sich eigentlich wieder mit einer Wiederwahl?
00:40:45: Und wie stark ist sie auch dann selbst beeinflussbar?
00:40:48: Aber es sind ja äußere Faktoren, die überhaupt nur dazu führen können, was sich vorgeschlagen zu werden und überhaupt wieder in die Auswahl zu gelangen... Ist das tatsächlich, ist es ein Grund für dich auch gewesen oder denkt man darüber nach?
00:41:02: Kommt dann irgendwann da so, okay, man ist jetzt seit zwei Jahren.
00:41:05: Es geht noch zwei Jahre weiter und wie geht's eigentlich danach denn weiter?
00:41:08: Wann fängt man eigentlich an mit der Planung der nächsten Legislaturperiode der Zeit danach?
00:41:13: Ich hab das immer relativ wenig gemacht was vielleicht auch damit zu tun habe dass ich nicht wieder gewählt worden bin weil ich immer eine Priorität darauf gesetzt habe, dass ich die Themen voranbringen möchte.
00:41:23: Die mir wichtig sind und hab das auch dann zum Teil auch gegen die Parteilinie getan.
00:41:29: Ein Beispiel ist die ganze Debatte um grüne Gentechnologie ja auch an denen der Gesellschaft nach wie vor sehr umstritten ist also gentechnisch veränderte Pflanzen was im Grunde alle Pflanzen sind, die wir auf dem Tisch haben.
00:41:41: im Übrigen, weil alles ist gentechnische Veränderung Ein normales Züchtungsverfahren, die schon lange erprobt sind, verändern die Gene.
00:41:50: So ist eine technologische Debatte, dass neue Technogen wie diese Gen-Schere Chris Bacars genau das Gleiche macht und deswegen nicht per se gefährlicher ist.
00:41:59: Das ist zum Beispiel eine Position, die ich sehr klar immer vertreten habe, die jetzt nicht unbedingt mit der Parteimeinung einhergeht oder bei anderen technologischen Fragen ... Also war ich da auch nicht immer in erster Linie als Grüne Politikerin unterwegs, sondern immer mit der Auffassung selber die Dinge beurteilt zu wollen und zu schauen.
00:42:20: was ist aus meiner Sicht wichtig.
00:42:21: Was wir ja auch gesellschaftlich vorantreiben müssen.
00:42:24: Und dann genau ist das natürlich schon manchmal eine Entscheidung dass man vielleicht weniger Verankerung hat für eine nächste Wahl.
00:42:32: Das ist ganz klar.
00:42:33: aber Ich habe mich da immer auch selber sehr frei gefühlt und auch sehr frei verhalten.
00:42:38: Ich meine, ich bin ja schon bei dem ersten Mal als ich kandidiert habe war es keine klassische Kandidatin für so eine Bundestagswahlliste weil ich relativ kurz vorher mir das überlegt hatte und dann gesagt hab wenn ihr noch ne Kandidatin braucht so ich würde das machen und hatte da keinen wahnsinnig langen Vorlauf.
00:42:57: Ich war ja vorher ein paar Jahre in der Schweiz haben wir noch nicht angesprochen Das heißt gar nicht so sehr politisch in Deutschland aktiv und habe dann mit einem relativ kurzen Vorlauf die erste Bundestagskandidatur eigentlich ein bisschen aus dem Blauen heraus gemacht.
00:43:09: Und ich habe gedacht, noch vielleicht klappt es ja und dann hat's gleich geklappt.
00:43:11: Insofern ging es da in die andere Richtung sozusagen einfach mal unbefangenlos und das hat funktioniert.
00:43:18: und wenn dann auch quasi einmal wieder gewählt werden so jetzt beim dritten Mal war ja auch das Ergebnis der Grünen insgesamt nicht gut und dass es dadurch dann nicht gereicht hat.
00:43:26: aber mir war immer ganz wichtig selber relativ frei zu entscheiden und mich nicht zu sehr von solchen Wiederwahl-Fragen beeinflussen zu lassen.
00:43:37: Ist das einfach für dich, dass das zu tun?
00:43:39: In vielen Fällen ist es ja dann schwer sozusagen nicht mit dem... Ich will nicht sagen Mainstream oder vielleicht mit der Parteierichtlinie ein Stück weiter auch.
00:43:46: Oder vielleicht den Werten oder den Themen die sozusagen dort irgendwie im Einheitsbrei vielleicht damit getragen werden auch dann irgendwie mitzugehen.
00:43:55: Oder war das für Dich eher du stehst dafür deine eigenen Themen für Dein wie Du das empfindest und dementsprechend bist Du auch dann mit den Themen aber auch insgesamt Dein Weg gegangen.
00:44:04: Für mich war das eigentlich nie besonders schwierig, aber vielleicht auch weil ich so gepriegt worden bin.
00:44:08: Ich habe es ja vorhin schon ein bisschen erwähnt und die Baden-Württembergische Grünlinie ist vielleicht auch noch ein bisschen anders als sie bundesweit immer schon sehr pragmatisch gewesen.
00:44:18: Und das war mir dann auch immer wichtig dass sich so einen Versuch selber nach dem zu entscheiden was ich einfach für in der Sache für richtig halte.
00:44:25: Das ist nun mal nicht immer mit dem gleich was jetzt irgendwie vor zwanzig Jahren auf einem Parteitag beschlossen worden.
00:44:32: Das heißt jetzt aber auch nicht, dass ich per Sie immer gegen die Partei entschieden habe.
00:44:36: Nein,
00:44:36: das ist natürlich
00:44:38: schon eine politische Heimat und ich finde nach wie vor viele Grundsätze.
00:44:43: Ich bin ja auch noch Parteimitglied bei den Grünen.
00:44:46: Ich bin da auch zu Recht natürlich, aber mir war es wichtig selber immer ein Stück unabhängig zu entscheiden.
00:44:54: Und vor allen Dingen jetzt unabhänge ich von der Grünen Partei generell mich nicht von einem politischen Amt so abhängig zumachen und habe mich da eigentlich immer frei gefühlt weil ich immer wusste okay wenn das zu Ende ist mache ich halt etwas Neues und das hab' ich ja jetzt auch gemacht.
00:45:07: Wie blickst du generell?
00:45:08: Dann lassen wir nochmal kurz auf das andere Thema zum Beispiel diesen Blicken.
00:45:12: Es wird ja sehr viel auf Deutschland draufgehauen aus unterschiedlicher Art und Weise, ob wir es im digitalen Kosmos sprechen aber auch mit anderen Themen die auch große Herausforderungen sozusagen im eigenen Land irgendwie abbilden.
00:45:22: Wie siehst du Deutschland Europa aktuell aus deiner Warte?
00:45:27: Also erstmal finde ich es nochmal wichtig festzuhalten, dass Deutschland und Europa einfach wahnsinnig viel Lebensqualität bieten.
00:45:33: Dass wir hier eine sehr freie Gesellschaft sind, eine sehr gerechte Gesellschaft und einen hohen Wohlstand haben wenn wir's mit anderen Regionen vergleichen oder auch so einfach für uns vielen Lebensumfeld haben sodass ich nicht missen wollen würde also bin ich schon irgendwie ganz happy in Deutschland, in Europa zu sein.
00:45:55: Auf der anderen Seite sieht man eben, das haben wir vorhin schon ein bisschen angesprochen wie das Unterdruckgerät.
00:46:01: Weil weltweit die Dinge nicht mehr so laufen, wie wir uns das gerne wünschen würden und wie wir es glaube ich deswegen vor allem Probleme haben weil ... mäßig nicht mehr die Relevanz haben, die wir lange hatten.
00:46:16: Also exportweltmeister Deutschland... Alle wichtigen Technologien kommen von hier.
00:46:24: Wir sehen es bei den Autos wo wir wie lange einfach eine wahnsinnige Stellung hatten weltweit dass die besten Autos aus Deutschland kommen.
00:46:32: so das verändert sich halt gerade und ich finde das nicht gut ist immer ne Debatte Wie relevant ist jetzt das Auto für uns?
00:46:40: Ob man selber Autofahrerin ist oder nicht?
00:46:41: später erst mal nicht so eine Rolle sondern Diese Branche hat natürlich für den ganzen Innovationsbereich jahrzehntelang eine entscheidende Rolle gespielt.
00:46:49: Wenn man sich die Investitionen, Forschung und Entwicklung anguckt in Deutschland ist der übergroße Teil in der Automobilbranche.
00:46:57: Das heißt wenn es dieser Branche schlecht geht sind auch Forschungs- und Entwicklungsthemen für uns plötzlich viel gravierender.
00:47:04: Und deswegen sind wir jetzt an einem Punkt, wo wir einfach viel mehr diversifizieren müssen bei Technologien und wo wir diese Idee auch eines Industriestandorts halt nochmal neue definieren müssen.
00:47:18: Weil wir sehen die klassischen Industrien mit denen Deutschland oder Europa stark geworden sind und damit eben auch eine internationale Macht hatten Die sind jetzt in großer Veränderung und wenn wir diese Veränderungen nicht selber mittreiben, das können wir übrigens in einigen Technologiebereichen.
00:47:37: Dann haben wir eben auch um so größere Schwierigkeiten auch international mitzureden.
00:47:41: Das heißt, wirtschaftliche Macht hat natürlich auch was mit politischer Macht, wenn es um die Konflikte dieser Welt geht zu tun weil wenn wir einfach in Europa relevant sind dann interessiert sich halt doch keiner mehr für unsere Meinung.
00:47:54: Und wenn ich dich jetzt fragen würde, drei Zutaten die vielleicht für Deutschland und Europa wichtig wären um mit den Entwicklungen egal ob es technologisch oder auch anderweitig behaftet sind voranzukommen.
00:48:12: Welch würdest du uns mitgeben?
00:48:15: Also das ist ja auch was, was wir versuchen mit Say Europe im Übrigen zu tun.
00:48:18: Wir haben auch ein Papier rausgebracht so'n bisschen... Was sind jetzt eigentlich die großen Stellschrauben?
00:48:23: Die man machen kann?
00:48:24: und ich finde die positive Botschaft, die ich auch immer gerne weiter tragen möchte es gibt Bereiche in denen sind wir wirklich wettbewerbsfähig in Europa aber es müssen wir halt auf die auch setzen.
00:48:36: Also eine ist der ganze Bereich Quantencomputing.
00:48:39: Eine Zukunftstechnologie, manche können sich darunter auch noch nicht so viel vorstellen.
00:48:42: Wo ist dieser Vorteil?
00:48:43: Der Quantenvorteil, wo wirklich es sich lohnt dann mit einem neuartigen Computer zu rechnen weil das dann schneller ist als das was wir bisher haben.
00:48:53: Das ist aber ein Bereich in dem nach absolut auf Augenhöhe sind mit anderen Kontinenten, also mit dem was in den USA passiert.
00:49:03: Wir haben einige spannende Start-ups in Deutschland und Europa die hier gerade an wichtigen Meilensteinen sind wirklich hin zu einem wirklichen Quantenprozessor zukommen der auch eine gewisse Schnelligkeit hat.
00:49:18: gibt es einige Ausgründungen von Max Planck die wir haben.
00:49:22: das DLR hat hier mit der Quanten Computing Initiativen letzten Jahren viel mit unterstützt.
00:49:26: nächste Schritt kommen, hier nochmal richtigen Boost reinzugeben.
00:49:31: Dann haben wir hier potenziell Unternehmen die wirklich weltweit auch Wettbewerbsfähigkeit sein können.
00:49:37: Andere Dinge sind solche neuen Sachen wie Fusionsenergie.
00:49:40: Auch ja zum Teil durchaus um Stritten.
00:49:42: manche verwechseln das so ein bisschen mit klassischen Atomkraftwerken und haben damit aber gar nicht so viel zu tun weil sie eben nur einen Bruchteil an radioaktiven Müll der auch viel schneller wieder quasi zerfällt produzieren, weil sie sehr viel sicherer sind.
00:49:57: Es gibt gar keine Möglichkeit, dass so ein Gau passiert, weil das System einfach zusammenbricht zu sagen und nicht von alleine weitermacht.
00:50:06: Ein Bereich wo wir wahnsinnig stark sind, wo wir jetzt auch mehrere Start-ups haben, wo so eine Forschungsstärke gerade in jetzt wirklich Unternehmen übertragen wird die dann auch am Markt erfolgreich sein können braucht aber Wahnsinnig viel Investition ist ja jetzt auch Teil der berühmten Hightech Agenda
00:50:23: Und Robotik
00:50:25: würde ich vielleicht auch noch nennen und den ganzen Medizinbereich.
00:50:28: Wir sind, was so die KI in physische Systeme reinzubringen ist, nicht so schlecht wie wir vielleicht manchmal denken und können.
00:50:37: hier mit einigen Unternehmen, die sich da auch gegründet haben in der Vergangenheit müssen wir uns auch nicht verstecken.
00:50:44: Also, ich würde sagen viel im Hardware-Bereich auch.
00:50:47: Und das ist auch ein Bereich der mich deswegen neben dem ganzen Software KI Thema wahnsinnig interessiert wo wir momentan bei Europa noch die Schwierigkeit haben, dass Hardware sehr investitionslastig ist.
00:50:57: Du brauchst halt viel Geld um wirklich Produktionsanlagen aufzubauen.
00:51:01: Deswegen ist es so wichtig das jetzt mit diesem Deutschlandfonds der angekündigt worden ist auch solche Unterstützungen kommen wie eine First of the kind Finanzierung nennt sich das also Prototypen, dass die leichter an Kredite kommen was sie bisher oft aus Risikoehrwirkungen vom Banken etc.
00:51:16: nicht so leicht bekommen.
00:51:17: Also hier haben wir eigentlich ne wahnsinnig starke Pipeline auch von solchen Hardwares Startups.
00:51:23: Wir müssen aber die Lücke schließen, dass sie wirklich an den Markt kommen können um ihre Prototypenfinanzierung zu verbessern.
00:51:29: Wie kritisches Zeit?
00:51:30: Du hast ja gerade eben meine Spritzfirmen an wie Marvel, Spritz-Firmen an neuere Robotics und so weiter von Kernfusionen zur Robotik
00:51:38: usw.,
00:51:40: viele von denen überlegen natürlich wo finden MVP statt, die sind nicht in Deutschland zumindest ist es gerade bei Marvel zum Beispiel.
00:51:49: Wie wichtig ist Zeit sie natürlich auch irgendwie relativ zügig.
00:51:53: In Europa ja zu halten, zu entwickeln.
00:51:57: Damit eben eine Abwanderung nicht großen teils stattfindet.
00:52:02: Weil das für mich eine spannende Frage wie viel Zeit haben wir eigentlich am Ende um uns mit diesen Themen auseinanderzusetzen?
00:52:09: was würdest du sagen?
00:52:11: Wieviel Zeit bleibt es eigentlich das ein oder andere Thema wirklich auf die Kette zu bekommen Technologien im eigenen Umfeld zu wahren, Souveränität auf anderen Bereichen vielleicht auch irgendwie wirklich abzubilden.
00:52:26: Um am Ende mit diesem Status dann tatsächlich irgendwie auch ein Stück weit wettbewerbsfähig und auch zukunftsfähig zu sein wenn es um Export geht, wenn's um Standardvorteile geht.
00:52:37: Wenn es um wirklich Entwicklung geht, am Ende auch um uns als Bürger ja um den Wohlstand.
00:52:42: was glaubst du?
00:52:43: Was ist die Zeitspanne?
00:52:45: Also erst mal vielleicht noch nicht alle Unternehmen suchen ja bewusst, also viele wollen ja auch nicht ins Ausland gehen.
00:52:50: Das finde ich immer nochmal einen wichtigen Punkt weil wir immer diese Debatte haben nur wir bauen die auf und dann hauen die alle ab.
00:52:57: sehr viele von denen wollen das gar nicht.
00:53:00: Und wenn ich, du hast ein paar genannt jetzt könnte man eine Proxima Fusion als Max Planck Ausgründung Plank im Bereich Kanten Computing quant ne photonische Prozessoren aus Gründung von Trumpf gibt es viele die wirklich in Deutschland sich jetzt aufbauen gerade und die auch hier bleiben wollen.
00:53:19: aber wir müssen natürlich dann auch die Bedingungen schaffen dass sie hier und das ist der Verbindung zu seiner Frage schnell genug sein können.
00:53:25: Und Zeit ist tatsächlich wahnsinnig kritisch.
00:53:27: Ich meine, es war immer so ein allgemeiner Satz der aber immer noch gültig ist.
00:53:31: So in Deutschland ist es immer schwierig Geld zu kriegen.
00:53:37: In den USA ist es leicht Geld zu bekommen.
00:53:39: Aber dafür geht's da eigentlich ganz kritisch um Zeit.
00:53:43: Also die bewerten Zeit eigentlich viel stärker als wir in Deutschland.
00:53:46: Wir werden Zeit nicht so stark, aber gucken immer mehr darauf.
00:53:49: wie komme ich eigentlich an mein Geld?
00:53:50: Weil das schon eine große Frage ist!
00:53:52: Das heißt... Zeit ist eigentlich wichtiger als Geld, aber du brauchst natürlich auch das Geld dazu.
00:53:57: Und deswegen müssen wir so schnell sein wie es geht.
00:54:00: Auf der anderen Seite halte ich auch nichts davon.
00:54:01: manchmal gibst du dieses ach na ja schon viel zu spät brauchen uns nicht mehr drumzukümmern dass rennen ist gelaufen.
00:54:09: was heißt denn das?
00:54:10: das heißt wir machen jetzt nix mehr oder wie sondern das finde ich quasi auch.
00:54:16: diese ganzen apokalyptischen Prophezeiungen, da halte ich irgendwie überhaupt gar nichts von.
00:54:21: Sondern ich glaube ein gewisser Grundoptimismus ist die viel bessere Herangehensweise sonst kann ich es gleich lassen.
00:54:26: wenn nicht glaube ich schaffe's am Ende.
00:54:28: und was aber richtig ist das uns klar sein muss dass es wirklich überall um Zeit geht und das Finanzentscheidungen schneller getroffen werden müssen.
00:54:36: und das sind auch Themen die wir halt ja auch politisch oft diskutiert werden wo ich glaube Mit dem Verständnis, wie wir Steuergelder ausgeben im Innovationsbereich zum Teil.
00:54:47: Wir nicht so schnell sind, wie es sein müssten.
00:54:49: Da haben wir bei der Agentur für Sprung Innovationen mehr Freiheiten geschaffen.
00:54:53: die können jetzt mehr selbst entscheiden und zum Teil ihr Budget auch über das Jahr hinweg selber managen So alle, die sich aber an so einem Bundeshaushalt halten müssen.
00:55:02: Der halt ein Jahr gilt und dann ist wieder das nächste Jahr was du zum Ende nicht ausgegeben hast verfällt.
00:55:08: Dann kommen immer diese Atokentscheidungen weil du nicht willst dass das Budget weg ist.
00:55:12: damit kann man eigentlich innovationspolitisch nicht sehr gut arbeiten.
00:55:15: Und auch was ich vorhin schon gesagt habe, dass man vorher schon ganz perfekt alles ausbuchstabiert haben muss wie das Projekt von A bis Z ist und wie viele Kuckelschreiber ich mir in den Projekt kaufen möchte es natürlich totaler Käse.
00:55:27: Das
00:55:27: macht es natürlich dann schwierig.
00:55:28: Wie siehst du das auf der anderen Seite?
00:55:29: Wir haben jetzt auch gerade, wo man versucht, auch dann Modelle die schon gut sind wie zum Beispiel das Unternehmertum mit aus München ja zu skalieren.
00:55:36: wir haben dieses Start-up Factories jetzt auch im Land sozusagen ich weiß gar nicht Sex oder Siebenstandorte glaube ich sind das.
00:55:43: Zehnt sind's!
00:55:44: Noch besser.
00:55:47: Am Ende ist das auch so ein kleiner Push in die richtige Richtung, wenn sich da auch dann Organisation oder Unternehmen auch an diesen sozusagen Ökosystemen sozusagen randocken.
00:55:58: Oder ist es für dich zu dezentralisieren?
00:56:01: Das ganze Thema.
00:56:03: Die Starter Factory sind ja eine der Programme, die ich in meiner Zeit als Starter beauftragte sehr stark mit voranbringen durfte und auch eins der Programmen, die eigentlich am meisten von denen ich am meisten überzeugt bin, dass sie eigentlich mit einem guten Einsatz von bisschen Bundesgeld zu viel Innovationspotenzial führen werden.
00:56:24: Also ich glaube das da ein sehr effizienter Einsatz von Bundesmitteln erfolgt ist weil dort ja jetzt einen Push ausgelöst worden ist.
00:56:32: also das Prinzip war Unis Hochschulen müssen sich zusammentun mit privaten Geldgebern.
00:56:39: Und das war für viele schon so ein neuer Schritt, den die überhaupt erst einmal gemacht haben – zumindest in der Konsequenz nicht nur mal hier und da mal mit einem Unternehmen zusammenarbeiten sondern wirklich zu sagen wir bauen hier gemeinsam eine Start-up Factory auf mit Partnern aus der Privatwirtschaft.
00:56:55: Das wird Fifty Fifty finanziert.
00:56:56: Das ist auch in der Regel wird es jetzt als GmbHs gemacht, nicht direkt innerhalb der Unis und kriegt dadurch einen ganz anderen.
00:57:03: und eben die Unternehmertum war ein bisschen Vorbild dafür, aber wichtig ist natürlich auch dass das jetzt alle Standorte so'n bisschen passend für sich umsetzen.
00:57:12: Und was ich erlebt habe – was das in der Zeit, in der ich diese Teams dann immer mal besucht hab, auch in meiner Rolle schon an Dynamik ausgelöst hat… Das es auch an den Hochschulleitungen mal herangedrungen ist dadurch ne?
00:57:25: Also sicherlich gibt's immer einige, die schon vorher Vorreiter sind, aber andere haben sich dadurch zum ersten Mal damit zu intensiv beschäftigt.
00:57:32: Ausgründungen aus Universitäten ein zentrales Thema sein müssen für uns in Deutschland.
00:57:38: Wir haben so hervorragende Forschung und schaffen es immer noch nicht, die so konsequent wirklich in Unternehmen zu bringen wie es eigentlich sein müsste.
00:57:47: und da setze ich große Hoffnungen auf die Start-up Factories die jetzt ja für fünf Jahre da diese Bundesfinanzierung haben.
00:57:54: Zusätzlich das private Geld.
00:57:56: und die große Chance ist, dass daraus aber wirklich eigene Ökosysteme entstehen, die dann auch nicht mehr auf öffentliche Förderung angewiesen sind sondern wirklich eine Dynamik entsteht, dass du da ein Netzwerk hast aus privaten Investoren, aus den Start-ups, die sich schon gegründet haben, aus Aluminen, die auch wieder neue unterstützen können und einen ganz anderen Spirit an den Hochschulen.
00:58:18: Das ist ja auch wichtig.
00:58:20: begegnet.
00:58:20: mir das Thema Gründung an der Hochschule überhaupt in meinem ganzen Studium.
00:58:24: Oder kann ich da meine zehn Semester oder wie viel auch immer machen, ohne dass ich jemals auf die Idee gebracht wurde?
00:58:30: Mensch gründen wäre doch vielleicht auch eine Option!
00:58:32: Also das ist schon ein Programm, das ich jetzt wahnsinnig wichtig finde und deswegen auch sehr eng und interessiert verfolge was da an den verschiedenen Standorten passiert.
00:58:41: und genau freue mich auch, dass sich da immer mal wieder jetzt noch vor Ort sein kann und dann Veranstaltungen teilnehme wo ich so ein bisschen Einblick bekomme wie die vorangehen
00:58:51: Absolut.
00:58:51: Ich finde das ein schönes Beispiel, dass ich mich auch am Ende noch mal reinbringen was du ja und Stück für dich auch schon selber mit auf den Weg gebracht hast.
00:59:00: Wenn ich dir jetzt frage dieses Jahr so abschließend welche ein zwei Projekte-Initiativen sozusagen bei Say Your Wouldest You Dir Wünschen, dass sie wirklich erfolgreich werden?
00:59:14: Welche wären das?
00:59:15: weil Sie dann einmal nach einem extremen hohen Einfluss darauf hätten wie Entwicklung, in welcher Geschwindigkeit am Ende des Tages dann vielleicht auch fortgesetzt wird.
00:59:25: Also ich freue mich total auf das Jahr mit ZER Europe!
00:59:27: Wir haben wahnsinnig viele Ideen und die große Herausforderung ist ja immer sich dann auf die Richtigen zu fokussieren weil alles schafft man nicht und alles werden wir auch im diesem Jahr jetzt nicht schaffen.
00:59:37: aber wir haben einerseits so spannende Projekte, die wir jetzt noch am Laufen haben wo wir eben wirklich solche Hochtechnologiestartups unterstützen dürfen.
00:59:44: auf die freue ich mich einfach.
00:59:46: ne?
00:59:46: Fusionsenergie gehört unter anderem Portfolio mit Proxima Fusion, mit denen wir zusammenarbeiten.
00:59:54: Wir steigen gerade ein bisschen mehr in den Batteriesektor auch ein.
00:59:58: was Großbatteryspeicher angeht.
01:00:00: also Energiewende in die Praxis bringen finde ich auch ein super spannendes Thema.
01:00:04: Also alles eigentlich rund um so.
01:00:07: Den Energiebereich ist ein Schwerpunkt, der sich bei uns gerade so ein bisschen herauskrastalisiert.
01:00:11: So und der zweite Bereich den wir jetzt aber stark aufbauen wollen ist auch eigene Projekte mit anzustoßen also da es nicht nur mit einzelnen Unternehmen zusammen zu arbeiten sondern auch ein bisschen zu helfen Konsortien zu bilden wo wir neue Projekten anstoßen.
01:00:27: Eins geht ein bisschen in Datenräume in Europa, auch über Grenzen hinweg aufzubauen.
01:00:33: Das finde ich ein sehr spannendes Thema weil die ganze Frage Datenverfügbarkeit einfach in Europa auch ein Riesenthema ist wo wir schlechter sind als andere und wo man es einfacher machen muss das Daten zur Verfügung stehen.
01:00:45: Und ein anderer Bereich ist überhaupt im ganzen KI-Bereich so Expertiseaufbau, Weiterbildung ist auch gerade so ein bisschen was, wo wir reinschauen.
01:00:58: Und da wirklich eigene Projekte anzustoßen – das ist so ein Ziel, dass wir auf dem Schirm haben und ansonsten insgesamt die Debatte weiter voranbringen, was wir in innovationspolitischen Entscheidungen brauchen und unser Netzwerk weiter aufbauen mit Start-ups zusammenzuarbeiten, die spannend sind.
01:01:17: Da freue ich mich einfach ganz viel, was da dieses Jahr noch auf uns zukommt.
01:01:21: Total spannend!
01:01:23: Ja, ich würde sagen ganz ganz lieben dank dass ihr die zeit genommen hast so ein bisschen a über Nicht nur deine geschichte dann wäre gegangen aber vor allem auch so ein bissel was sie mit sehr Europe vorhabt Rüber zu bringen.
01:01:34: Ich glaube wir haben einige Themen angesprochen wo tatsächlich Potenzial dahinter liegt aber auch letztendlich gestaltungsspielraum Um das eine und andere ding besser zu machen gerade in der zusammenarbeit politischen Akteuren Aber auch nicht den wirtschaftlichen Themenfeldern aber auch den menschen die sich dort dahinter bewegen inklusive des startups.
01:01:53: Von daher, danke für die Zeit auf ein spannendes.
01:01:58: Ich bin gespannt am Ende des Tages welche Botschaft die nächste ist sie mit dir in Verbindung gebracht wird.
01:02:03: Ganz ihm Dank Anna!
01:02:04: Vielen Dank, gerne!
01:02:10: Danke fürs Zuhören und wenn dir diese Episode unser Format gefällt dann unterstütze unseren Weg mit einem Like eine Bewertung oder einer Empfehlung.
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01:02:34: So oder so.
01:02:35: ich sage Dank für deine Unterstützung.
01:02:37: geh gerne mit uns in den Austausch.
01:02:39: gib uns Anregungen Fragen Gäste Vorschläge.
01:02:43: Wir freuen uns drauf und in diesem Sinne bis zur nächsten Episode von CEO-Fivehundert.
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