Tradition ist kein Geschäftsmodell: Wie ROSE Bikes sich immer wieder neu erfindet

Shownotes

ROSE Bikes ist vom klassischen Fahrradhändler zu einer der bekanntesten deutschen Premium-Fahrradmarken geworden. Heute beschäftigt das Familienunternehmen nach eigenen Angaben rund 650 Mitarbeitende und erwirtschaftet etwa 215 Millionen Euro Umsatz.

Der Weg dorthin war keine lineare Erfolgsgeschichte. Immer wieder musste ROSE zentrale Elemente des eigenen Geschäftsmodells infrage stellen: den gedruckten Katalog, den Handel mit Fremdmarken, ein extrem breites Customizing-Angebot und die Vorstellung, dass Direct-to-Consumer ausschließlich digital funktionieren müsse.

Im Gespräch mit Thorsten Heckrath-Rose geht es darum, wie Transformation in einem Traditionsunternehmen tatsächlich funktioniert.

Wir sprechen darüber,

  • warum die größten Wachstumsschritte häufig auf die disruptivsten Entscheidungen folgten,
  • weshalb ROSE sein individuelles Customizing trotz hoher Kundennachfrage weitgehend aufgegeben hat,
  • wie Standardisierung Produktion, Qualität und Skalierbarkeit verändert,
  • warum eine starke Eigenmarke langfristig mehr Kontrolle ermöglicht als ein austauschbares Handelsmodell,
  • welche Rolle Stores als Community-, Service- und Erlebnisorte spielen,
  • warum ROSE beim Customer Service auf eine Kombination aus Technologie und menschlicher Expertise setzt,
  • wie das Unternehmen internationale Märkte testet, ohne das deutsche Modell einfach zu kopieren,
  • weshalb Thorsten Heckrath-Rose beim Thema Investoren bewusst zurückhaltend bleibt,
  • was die Partnerschaft mit dem Profiradsport-Team ROSE Racing Circle von klassischem Sponsoring unterscheidet,
  • und warum Reshoring, neue Produktionsverfahren und kürzere Lieferketten das Geschäftsmodell der Fahrradindustrie grundlegend verändern könnten.

Die zentrale Entscheidung

ROSE Bikes hat das breite Customizing-Angebot beendet, obwohl es lange Teil der Differenzierung war.

Die Entscheidung reduzierte Komplexität in Einkauf und Produktion, verbesserte die Qualität und ermöglichte es, stärker mit standardisierten Prozessen und Quereinsteigern zu arbeiten. Erst dadurch wurde das Geschäftsmodell in größerem Maßstab skalierbar.

Der Wendepunkt

Der eigentliche Wendepunkt war der Wechsel vom Händler zur eigenständigen Marke.

Als Onlinehandel und Plattformen den Wettbewerb über Preis, Sortiment und Liefergeschwindigkeit verschärften, erkannte ROSE: Ein Händler kann schnell kopiert werden. Eine Marke mit eigener Produktkompetenz, Ästhetik, Community und technischer Positionierung deutlich schwerer.

Die zentrale These

Unternehmen müssen nicht ihre bisherigen Erfolgsmodelle schützen. Sie müssen die Fähigkeit schützen, diese Erfolgsmodelle rechtzeitig zu verändern.

Transkript anzeigen

00:00:00: Wenn du siehst, was in kurzer Zeit Elektromobilität verursacht hat.

00:00:05: Welche Veränderungen letztendlich auch im Markt das verursachte?

00:00:09: Welche neuen Arten von Fortbewegungsmitteln wir heute auf den Straßen und auf den Bürgersteigen sehen ist halt schon krass.

00:00:18: Wichtig für die Zukunft wird es sein, dass du kontinuierlich bereit bist dich da irgendwie zu verändern.

00:00:24: Und ich glaube tatsächlich auch, dass wir ein Technologietransfer sehen werden aus anderen Branchen.

00:00:30: Weil ... Ich kenne wenige Branchen wie die Fahrradindustrie, die im Moment doch so stark bereit ist, auch Reshoring zu betreiben und Produktionen zurückzuverlagern in Richtung Europa.

00:00:42: Wir machen ja fast alles selbst bis auf das physische produzieren von Komponenten Aber wir entwickeln die Bikes wirklich bis zum Ende durch und wir bauen dann auch die Fahrräder hierauf.

00:00:54: Nur dass dazwischen, das haben wir noch nicht bei uns.

00:00:57: Und ich glaube, dass wir da in Zukunft sehen werden, dass sich irgendwie die Lieferketten so stark verändern und auch die Produktionsmethoden sich soweit verändern, Möglichkeiten sehen werden, die Lieferketten zum Teil zumindest auch hier aus Europa zu betreiben.

00:01:19: Und das wäre für uns nochmal ein massiver Game Changer weil dann bist du automatisch auch in Verkürzung von Lieferzeiten.

00:01:25: Du kannst deinen Lagerbestand massiv reduzieren und du kannst dein Geschäftsmodell noch mal auf eine ganz andere Art und Weise anpassen.

00:01:35: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Episode CEO-FiveHundred.

00:01:40: Über einhundert Jahre Unternehmensgeschichte, eine der bekanntesten Fahrradmarken Deutschlands und eine Branche in permanentem Wandel!

00:01:48: Heute zu Gast Thorsten Heckrat Rose, CEO von Rosebikes.

00:01:54: Rosebikes hat sich vom klassischen Fahrradhändler zu einer modernen Direct-to-Consumer-Marke entwickelt.

00:02:01: Und musste dabei nicht nur das eigene Geschäftsmodell neu denken, sondern auch einen Marktmeistern der zwischen Rekord Boom und Konsolidierung pendeln.

00:02:10: Wie führt man ein Traditionsunternehmen durch die Transformation?

00:02:14: Was gilt es zu bewahren, zu verändern?

00:02:17: Und warum investiert Rosebiges genau jetzt in den Profisport?

00:02:22: Über genau diese Themen habe ich mit Thorsten gesprochen.

00:02:26: Freut euch auf eine sportliche Episode mit Rosebikes, los geht's!

00:02:32: Moin Thorsten!

00:02:32: Ja moin

00:02:34: Ich freue mich hier zu sein bei euch.

00:02:36: es ist ja wirklich eine riesige Fläche hier die ihr bespielt.

00:02:40: in Bocholt kommen wir vielleicht gleich noch mal zu.

00:02:43: lass uns gleich mit einer direkten Frage ein Stück weit einsteigen.

00:02:46: ihr führt Am Ende Rosebikes, du deine Frau und auch sozusagen der Senior.

00:02:54: Der mit dabei ist plus ein Management-Team.

00:02:58: Am Ende um auch strategisch Rose nach vorne zu entwickeln.

00:03:00: Wenn ich dich jetzt fragen würde was eigentlich die eine Deine Perspektive und Perspektiven, die Du mit reinpringst, die du mit an den Tisch springst?

00:03:10: Geht natürlich viel darum gemeinsam an Strategien zu arbeiten.

00:03:15: also oft ist die Rolle tatsächlich darin, Impulse zu geben.

00:03:20: Vielleicht auch mal bei Priorisierung zu helfen eine gewisse Ruhe in Dinge reinzubringen oder vielleicht auch mal Themen von der Liste zu streichen, die einfach dann zu viel werden und einfach den Prozess operativ und strategisch möglichst eng begleiten aber halt nicht so als nicht so in einer Rolle des Alleinhärschers.

00:03:45: Tatsächlich krasse Tradition, ne?

00:03:47: nineteenhundertsieben glaube ich.

00:03:49: Wenn es richtig habe historisch irgendwie entstanden bis heute extrem viel durchgemacht.

00:03:54: Hundertzwanzigjähriges Jubiläum irgendwie nächstes Jahr.

00:03:57: Ja, gut dass du mich dran erinnerst!

00:03:59: Ich hoffe, das Party-Hütchen ist schon bereit.

00:04:03: Wie würdest du eigentlich heute die DNA von euch beschreiben?

00:04:07: Was ist die DNA der Organisation und was macht Rosebikes aus?

00:04:12: Wenn wir das oft die Organisation beziehen, dann würde ich sagen dass wir schon sehr stark werteorientiert handeln.

00:04:20: Das ist uns total wichtig weil die Menschen stehen einfach im Mittelpunkt und auf der anderen Seite natürlich wenn man dann Richtung Produkt schielt... dass auch natürlich das Fahrrad im Mittelpunkt des Tuns steht, ist völlig klar.

00:04:35: und da arbeiten wir sehr erlebnisorientiert.

00:04:37: Wir nennen es bei uns Experience-Based Design.

00:04:40: Das heißt, wir denken wirklich aus der Nutzung des Fahrrads, aus der Brille des Kunden in der Kundin wenn die auf dem Fahrrad sitzen Erlebnisse irgendwie eine Natur haben wie wir die halt möglichst schön gestalten mit den richtigen Produkten, mit den Richtigen Services.

00:04:57: Das in Kombination, dieses wertbasierte Verständnis kombiniert mit einem Experience-Base Design.

00:05:05: Das ist eigentlich genau das was uns antreibt.

00:05:07: Wir kommen nachher nochmal auf das Geschäftsmodell richtig rein.

00:05:12: Was ich noch mal ganz spannend finde ist natürlich bei euch nicht nur dass ihr ein Famineunternehmen als solches seid sondern auch tatsächlich mit der Doppelspitze mit Stephanie Rose sozusagen auch noch dabei.

00:05:23: Wie stelle ich mir das bei euch vor?

00:05:24: Also wie weit ist eigentlich Arbeit und Privatleben irgendwie trennbar, es ist permanent dabei.

00:05:31: Wie schaltet ihr ab?

00:05:33: Wie muss man mir das vorstellen?

00:05:33: tatsächlich in der wirklichen klassischen Führung aber auch letztendlich die Auseinandersetzung mit den Themen?

00:05:40: Trennung der Themen ist natürlich wahnsinnig schwierig.

00:05:43: Also manchmal fängst du tatsächlich schon vorm Frühstück an, über Dinge zu sprechen die vielleicht gerade wichtig sind oder wo du morgens schon irgendwie eine E-Mail gewesen hast und dann geht es halt direkt los.

00:05:54: Wir fahren tatsächlich meistens getrennt zur.

00:05:56: Arbeit liegt einfach daran dass wir unterschiedliche Kalender haben und dann natürlich auch eine gewisse Flexibilität brauchen.

00:06:04: aber die Büros sind direkt nebeneinander.

00:06:06: also wir stimmen uns dann einfach zu den wichtigen Themen ab.

00:06:10: Die Trennung ist im Grunde genommen da zu finden, wo du auf der einen Seite HR Themen, Finanzthemen hast die weitestgehend von meiner Frau betreut werden und ich kümmere mich dann viel um alles was das Produkt betrifft.

00:06:24: Was die Marke betriffe auch den Operations Bereich und so gesehen hat jeder schon seine eigene Verantwortung.

00:06:31: aber dadurch dass ja viele Themen doch Überschneidungen haben oder überlappend sind und gerade natürlich die strategischen Dinge, die besprechen wir dann auf jeden Fall immer zusammen.

00:06:41: Und in aller Regel sogar auch direkt mit dem Management-Team wollen uns dann die richtigen Leute dazu kommen zu uns und man ist eigentlich immer im Gespräch mit den Leuten.

00:06:52: Wann bist du dazugestoßen?

00:06:54: In deine jetzige Rolle?

00:06:56: Ich bin jetzt ziemlich genau fünfundzwanzig Jahre an Bord und meine Frau noch ein paar Jährchen länger.

00:07:03: Also wir sind schon relativ lang dabei.

00:07:06: Ich finde es sehr total spannend, wenn man auch so ein bisschen eure Reise anguckt als klassischer Händler mit Rosa Versandt und dem Katalog

00:07:13: usw.,

00:07:13: man hat ja sehr viele unterschiedliche Karten gemacht bis hin zu den Red Bull Themen und jetzt dann zur Eigenmarke usw.

00:07:21: Da war viel dabei!

00:07:23: Wenn ich dich jetzt fragen würde der Aktienindex, wenn dieser sozusagen auf Rosebikes übertragen werden müsste?

00:07:33: Was wären eigentlich so wirklich Ausschläge, würde ich sagen?

00:07:35: Würdest das waren irgendwie Highlights vielleicht auch mit ein paar Lowlights oder so dabei.

00:07:38: Aber welche Punkte würdest du nennen wo man wirklich aus so einem Stück weit die Geschichte von Rose relativ gut abbildet?

00:07:46: Also wir sind erstmal froh, dass wir uns nicht irgendwie an Shareholder-Values oder ähnlichen Dingen orientieren müssen.

00:07:53: Da sind wir tatsächlich relativ frei in dem was wir tun.

00:07:56: aber wenn man das jetzt wirklich mal so seit der Phase wo wir dabei sind betrachtet.

00:08:02: So Ende der neunziger, sechsundneinzig ist meine Frau mit eingestiegen.

00:08:06: damals waren es glaubt fünfzig Mitarbeiter ich meine zwanzig Millionen Demark Jahresumsatz.

00:08:14: heute sind wir bei ... sechshundertfünfzig Mitarbeitern, so in Total über Stores und alles mitgerechnet... ...und über Rose Digital und die Produktion machen.

00:08:24: Zweihundert fünfzehn Millionen Euro Umsatz.

00:08:28: Allein die Kurve, die zeich natürlich relativ klar nach oben,... ...du hast natürlich immer also die üblichen Ups and Downs,... ...die du glaube ich in fast jedem Unternehmen hast.

00:08:38: Es gibt immer größere kleinere Krisen, es gibt auch mal größere oder kleinere Sprünge.

00:08:45: Da kann man sicherlich ein paar Themen oder auch Phasen oder Ereignisse rausheben, die da besonders prägend waren.

00:08:53: Eine der ersten Amtshandlungen meiner Frau beispielsweise war damals den ersten Webshop an den Start zu bringen.

00:09:00: Wir waren ja damals sehr katalogfokussiert als Versender unterwegs und das war natürlich schon ein wichtiger Meilenstein und eine wichtige Grundvoraussetzung um dann irgendwann auch digital wachsen zu können.

00:09:13: Und so gesehen hat solche Momente eigentlich in der gesamten Unternehmensgeschichte immer wiedergegeben.

00:09:19: Ich glaube tatsächlich, dass die größten Sprünge nach oben immer dann erfolgt sind wenn wir so die disruptivsten Veränderungen vorgenommen

00:09:27: haben.

00:09:28: Was war das?

00:09:29: Vom Katalog

00:09:30: auf Web oder von...

00:09:32: Ja, Katalog auf Web war eher ein langfristiger Prozess muss man sagen.

00:09:37: Wir haben dann den Katalog eingestellt, das ist doch eine relativ lange Phase.

00:09:44: Ich glaube so in der kürzeren Historie sicherlich der Schritt... wir waren ja früher sehr stark im Customizing unterwegs was uns aber echt gerade in der Lieferkette vor enorme Probleme gestellt hat.

00:09:58: Der Einkauf war enorm schwierig weil du eigentlich immer das falsche Material am Lager hattest und Der Lagerbestand trotzdem immer sehr, sehr hoch war im Vergleich zum Umsatz.

00:10:09: Und wir haben dann festgestellt das um echt skalieren zu können und das Geschäft nach vorne entwickeln zu können.

00:10:16: Wir keinen Customizing mehr in dieser Bandbreite betreiben können.

00:10:20: Dann kam ja auch noch Corona.

00:10:21: da waren wir echt froh dass wir zu der Zeit kein Customising mehr im Programm hatten weil das hätte uns wahrscheinlich echt vor riesige Probleme gestellt.

00:10:31: Aber man hat gesehen, dass relativ kurz nachdem wir diese Entscheidung getroffen haben tatsächlich erstes Skalierungseffekte eingesetzt haben.

00:10:38: Das betrifft sowohl den Vertrieb als auch die Produktion an sich weil du ganz anders in der Lage warst Produktionsprozesse zu industrialisieren, zu professionalisieren.

00:10:52: Man muss sich das vorstellen.

00:10:53: früher Customizing war fast immer Einzelplatzmontage.

00:10:59: hochqualifizierte zwei Radmechatroniker, die so einen Rattern auch wirklich von Null auf Hundert bauen können.

00:11:07: Und auch da heutzutage findest du gar nicht mehr zwei RadMechatronika in der Anzahl wie du dafür bräuchtes um so ein Prozess betreiben zu können.

00:11:16: Das heißt wir mussten viel stärker auf Quereinsteiger sitzen und auf Leute die wir dann hier Ausbilden zusätzlich jetzt nicht als Berufsausbildung, sondern wirklich so Quereinsteiger aus anderen Branchen die wir verstärkt gesucht haben.

00:11:35: Und wenn wir den Schritt nicht gegangen wären dann wäre uns das extrem schwer gefallen diese neuen Kolleginnen und Kollegen zu integrieren und da letztendlich auch das richtige Arbeitsrumfeld fürzufinden.

00:11:46: So gesehen war das halt eine Entscheidung.

00:11:48: die hat uns einen großen Sprung verpasst oder ermöglicht aus mehreren Gründen letztendlich getrieben und da sind wir sehr froh drüber, dass wir diese Entscheidung getroffen haben.

00:12:00: Ich finde es total spannend auch gerade weil du sagst Es waren die oftmals disruptiven Elemente, die man gemacht hat.

00:12:08: Wie findet eine Entscheidungsfindung zu einem disruptiven Thema statt?

00:12:11: Weil das heißt natürlich immer Wir verlassen irgendwie das was uns eigentlich irgendwie vielleicht letzten Jahre zufrieden bestellt hat oder irgendwie auch erfolgreich gemacht hat.

00:12:21: wie läuft so etwas?

00:12:22: also?

00:12:24: oftmals halten es ja unternehmen das merkt man hier auch wenn so ein innovationsteam geht immer nur.

00:12:28: Gewissermaßen aus in diesen waku um zurechtzukommen.

00:12:31: okay wir entwickeln jetzt was aber es kommt noch irgendwie kein keine resonanz keinen kann umsatz irgendwie richtig rein.

00:12:37: wie gestaltet ihr dass für euch?

00:12:38: also ist dann eher so ok wir, Wir sehen da wirklich auch dann in dem Weg das Ziel erstmals, ja.

00:12:44: Das ist die richtige Richtung und gehen den halt auch ein Stück weit länger durch, auch wenn es sein muss oder wie muss ich mir das dann vorstellen?

00:12:51: Gibt's da bestimmte KPIs wo ihr dann auch sagt irgendwie... das kann man ja auf heute irgendwie beziehen, ne?

00:12:55: Wo man sagt okay wir testen das aber wir geben dem was ich sechs Monate oder zwölf Monate, man hat ja auch Erfahrungswerte, wo wir wirklich sagen so lange können wir sowas auch vertesten, weil unendlich kann man sowas natürlich auch nicht laufen lassen.

00:13:08: Also testen und letztendlich erste schnelle Erfahrungen sammeln ist natürlich dabei total wichtig!

00:13:14: Und wir hatten tatsächlich damals auch schon über erste vormontierte Bike-Modelle die du dann halt wirklich nur in dieser Spezifikation kaufen konntest erst Erfahrung gesammelt und wir haben halt gesehen dass der Einkauf, die Produktion wesentlich smoother verliefen und mit wesentlich weniger Hürden.

00:13:36: Du hattest einfach nicht diese auch teilweise Qualitätsprobleme, die du bei Customizing hattet weil du ja jedes Rad einzeln aufbauen musstest.

00:13:44: Einem Bipackzettel so ungefähr?

00:13:46: Genau

00:13:46: eine individuelle Bedienungsanleitung quasi in einem individuellen Bipakzell wenn du so willst.

00:13:52: und da haben wir einfach gemerkt okay das kann für uns eine riesige Chance sein.

00:13:56: Und wenn du dann nach so einer kurzen Testphase oder auch einer längeren Testphase feststellst, das hat Potenzial.

00:14:04: Dann musst du halt entscheiden ob das dann quasi nur ein zweites Standbein wird oder ob du daraus dann letztendlich auch dein Hauptgeschäft entwickeln kannst und ob es in der Lage ist letztendling auch das abzubilden auch an Umsatzanvolumen was zu dann vielleicht möglicherweise auf der anderen Seite verlieren wirst.

00:14:24: Ja, wir haben ähnliche Dinge zum Beispiel auch gehabt um dir nochmal ein anderes Beispiel zu geben im Bereich von Handelsware.

00:14:32: Wir waren ja tatsächlich auch wiederum damals aus der Katalogzeit geprägt eigentlich immer ein sehr starker Händler und haben den Fokus damals zu siebzig Prozent darauf gelegt Ersatzteile Fahrradzubehör und Fahrradbekleidung zu verkaufen.

00:14:48: Fahrräder waren zu der Zeit tatsächlich nur dreißig Prozent des Umsatzes, also eigentlich relativ wenig.

00:14:55: Und wir haben dann halt gemerkt dass gerade so in den Zeiten als der E-Commerce echt so eng wurde, ne?

00:15:00: Dann kam Amazon und nahm mehr und mehr Produkte auf und Der Handel wurde halt immer schwieriger und du warst halt immer weniger her deines eigenen Schicksals weil Du einfach nicht beeinflussen konntest wie das Pricing online funktioniert Welcher Player morgen auf den Markt kommt, wer vielleicht ein Tag schneller liefern kann als du.

00:15:22: Was ja letztendlich auch immer ein wichtiges Kriterium ist im Handel online und haben gesagt okay wir müssen aus diesem Risiko raus und haben dann auch da wiederum einen Strategiewechsel beschlossen.

00:15:38: Wir können eigentlich nur langfristig überleben, wenn wir selbst eine starke Marke sind die die Geschicke komplett in der eigenen Hand hat.

00:15:46: Wo wir selbst wirklich definieren können wie sieht die Marke aus?

00:15:51: mit welchen Produkten sind wir am Start?

00:15:54: Welche Kundinnen und Kunden wollen wir ansprechen?

00:15:57: welche Erlebnisse wollen wir bedienen draußen im Markt?

00:16:01: Und dieser Strategiewechsel, der hat uns auch wiederum enormen Boost verschafft und uns geholfen.

00:16:06: Uns dann am Markt nicht nur zu etablieren als Fahrradmarke sondern auch eine Positionierung zu erlangen in der du halt nicht mal eben ausgetauscht wirst weil jetzt jemand Geld in einen Vertrieb steckt das Ganze irgendwie an den Logistik-Dienstleister gibt und dann morgen mit einem Webshop.

00:16:24: am Start ist es mit fünfzigtausend Artikeln was du ja... ... in der Theorie zumindest relativ leicht kopieren kannst.

00:16:31: Eine Bike Brand, die gewisse

00:16:33: Gefühle

00:16:34: erzeugt,... ... die ein gewisses technisches Selbstverständnis hat... ... einen Anspruch an Ästhetik und auch ein wirklich eigenständiges Erscheinungsbild,... ...die kopierst du halt nicht mal so eben.

00:16:46: Nee das ist schwieriger!

00:16:48: Wie stark würdest du sagen wie wichtig es für euch eigentlich... ...das Thema Community?

00:16:55: Es ist ein absoluter Treiber.

00:16:57: Und das letztendlich ja auch der Grund, warum wir alle so gerne Rad fahren?

00:17:01: Warum wir selbst auch lieben auf dem Fahrrad zu sitzen und uns mit Menschen zu umgeben?

00:17:07: Weil halt genau dieses Erlebnis gemeinsam zusammen eine Ausfahrt zu machen, zusammen irgendwie eine Radreise zu machen oder auch zu einem Fahrradrennen zu fahren sich das gemeinsam anzugucken oder sich inspirieren zu lassen von jemandem gerade irgendwo in einem Land war, wo ich selbst noch nie war.

00:17:25: Das sind ja die Momente, warum man letztendlich so gerne auf zwei Rädern unterwegs ist?

00:17:31: Absolut!

00:17:32: Wenn ich eigentlich... Ich glaube eins euch wirklich auch das was ich jetzt recherchiert habe und gelesen habe attestieren würde.

00:17:38: es ist ja eine enorme Anpassungsfähigkeit auf die Möglichkeiten, die der jeweilige Markt gerade bietet.

00:17:47: wenn wir heute auf Rose blicken und sagen okay als wirklich einer ... im Markt, ja standhaften Player die unterschiedliche Segmenten bespielen.

00:17:57: Worauf basiert aktuell das Geschäftsmodell von euch?

00:18:00: Du hast gerade schon davon gesprochen... ... es sind unterschiedliche Experiences, die ihr habt,... ... es ist eine unterschiedliche Segmente, die er anbietet.

00:18:05: Was sind die Segmente dir gerade anbietet?

00:18:08: Also welche Art von Märkten bespielt ihr?

00:18:10: wie stark seid ihr überhaupt noch im Bereich...?

00:18:12: Macht ihr teilweise noch Customized-Thema?

00:18:15: Macht ihr in irgendeiner Weise noch... Klar Ersatzteile wahrscheinlich so wie's halt sein muss aber.... Wie stark ist das Geschäftsmodell eigentlich in den letzten zehn Jahren, hat sich das verändert?

00:18:25: Es hat sich eigentlich komplett von Grund auf verändert.

00:18:28: Also das was wir vor zehn Jahren gemacht haben sieht heute nicht mehr ansatzweise so aus.

00:18:34: Customizing um das vorweg zu schicken machen moment nicht mehr.

00:18:37: Wir liebäubeln zwar selbst immer damit weil uns das ja selbst auch klar ist dass es ein Thema ist was für viele draußen total interessant ist.

00:18:47: Aber nützt ja auch nichts, wenn du das Prozessual nicht wirklich hundertprozentig im Griff hast und wenn da nicht auch verlässliche Lieferzeiten hinterstecken.

00:18:54: Und natürlich auch die immer härter werdenden Compliance Anforderungen, die du da erfüllen musst.

00:19:01: Gerade wenn du mit E-Bikes unterwegs bist dann bist du da so stark eingeschränkt schon per Gesetz dass es eigentlich auch nicht mehr so richtig viel Spaß macht und nicht mehr Soviel Sinn macht in großem Stil Optionen anzubieten.

00:19:14: aber ist Immer ein Thema.

00:19:16: mit dem beschäftigen wir uns auf jeden Fall.

00:19:19: Ansonsten, unsere DNA ist halt tatsächlich sehr stark aus dem Rennrad abgeleitet.

00:19:25: Das ist auch so ein bisschen historisch begründet weil mein Schwiegervater gerade in den Siebzigern sehr stark auf das Thema Rennrat gesetzt hat was für uns total gut war weil wir uns da wirklich eine enorme Expertise aufbauen konnten.

00:19:38: Und das ist was man heute auch spürt, dass eigentlich jedes Rad was wir am Markt haben eine sehr sportliche DNA hat.

00:19:46: Das gilt sowohl für Cityräder die du halt im urbanen Bereich nutzen kannst womit du zur Arbeit pendeln kannst oder einkaufen fährst.

00:19:54: selbst diese sind ... sehr sportlich im Vergleich zu vielen anderen Brands, aber natürlich auch alles was dann wirklich... ...em hochsportlichen Performance-Bereich unterwegs ist.

00:20:04: Also Gravelbikes, Rennräder das sind eigentlich so die beiden Sekmente,... ...die uns im Moment sehr stark nach vorne tragen und da sind wir dann halt wirklich bis hin zur World Tour unterwegs also wirklich auf höchstem Wettbewerbsniveau komplett auch kompetitiv ja.

00:20:19: Ihr seid jetzt gerade.

00:20:21: wie kommt denn zum Beispiel ihr seid hier auch in den Rennen?

00:20:24: Ist sozusagen Team eingestiegen oder seid da voll dabei?

00:20:27: Wie kam dann das, ist es sozusagen die die Speerspitze um zu zeigen auch dass können wir beziehungsweise da sind wir auch Zuhause oder

00:20:36: absolut.

00:20:37: Wir haben jetzt tatsächlich über viele Jahre sehr stark auf Influencer Marketing gesetzt.

00:20:42: Das war aus unserer Sicht der für uns richtige Weg weil dass einfach viel mehr an den Menschen ist und vielmehr auch so die Lebenswirklichkeit der Leute abbildet.

00:20:54: Auch für die normalen Bereiche wahrscheinlich?

00:20:56: Ja genau,

00:20:56: also wenn du sehen kannst wie jemand irgendwie das Fahrrad im Alltag nutzt oder damit tatsächlich auf eine schöne Radreise geht oder eine längere Radtour macht dann ist es einfach wahnsinnig inspirierend.

00:21:09: Und wir haben halt bewusste nur mit Leuten zusammengearbeitet Authentisch unterwegs sind, die jetzt nicht sich für irgendeinen Real da auf einen Sall springen und dann direkt wieder irgendwie runter.

00:21:21: Und dann die nächste Sau durchs Dorf treiben, sondern im Baumarkt oder so mit einem Bohrhaber?

00:21:27: Ja genau.

00:21:28: Das sind schon echt Leute, die stehen halt für Fahrradfahren, die sind authentisch und das hat super funktioniert!

00:21:36: Und für unser Empfinden war halt gerade Profi Radsport immer doch so eine eigene Bubble und sehr weit auch von den Leuten weg, nicht so nahbar.

00:21:46: Auch vielleicht ein Stück zu stark geprägt von Funktionären und also dem was man irgendwie nicht so cool findet eigentlich.

00:21:54: Wie man es halt mit der Frau hat oder woanders halt irgendwie herkommt?

00:21:56: So ein bisschen als Laie, der jetzt nicht so lang dran ist...

00:21:58: Ja genau!

00:21:59: Dann haben wir die Rockets kennengelernt Und da war dann auf einmal alles ganz anders.

00:22:05: Die waren halt so vom Wertekorsett ähnlich unterwegs wie wir.

00:22:10: sehr jung, ein sehr junges Team muss man sagen mit einer total verrückten Idee wenn du dir überlegst sie sind halt irgendwie ich glaube zwei tausend neunzehn mit einem YouTube Channel gestartet und haben dann vor drei Jahren erst gesagt okay jetzt wäre es cool wenn wir nicht nur YouTuber wären sondern wir wollen jetzt neben dem Radsport Content den wir über andere produzierend haben auch ein eigenes Team am Start haben und wir wollen irgendwann selbst die Tour de France mitfahren.

00:22:36: Und das ist ja irgendwie eine total irre Geschichte eigentlich, wenn man sich das

00:22:40: so

00:22:40: vor Augen führt.

00:22:42: Und die haben es halt in drei Jahren geschafft einen Team aufzusetzen was jetzt knapp an den Top-Zwanzig der Welt mitfährt.

00:22:51: Also wahnsinnig erfolgreich ist dieses Jahr beim Giro d'Italia starten wird also auch ne Total krass Geschichte.

00:22:59: Die haben halt tatsächlich von ihrer Herangehensweise die Fans auch in den Mittelpunkt gezogen.

00:23:06: Wir wollen wirklich nah dran sein, wir wollen authentisch sein und auch die Geschichten hinter dem Rennen erzählen wie man UCI Punkte sammelt.

00:23:16: Wir berichten aus der Teambesprechung oder aus der Kabine raus.

00:23:20: Wir machen vielleicht ab und zu mal Blödsinn bei aller... Performance Orientierung die du natürlich haben muss als professionelles Radrenteam.

00:23:30: und diese diese Mischung, die einfach so total nahbar ist.

00:23:34: Die passt halt super gut zu uns.

00:23:36: und dann gesagt okay da war irgendwie nicht viel nachdenken angesagt sondern nur wie kriegen wir uns jetzt hier?

00:23:44: Verheiratet quasi und integriert.

00:23:46: Und es ist halt tatsächlich auch nicht so ein klassisches Sponsoring, wo du halt ein rechte Paket erwirbst und das dann abarbeitest, so checklistenmäßig sondern wir haben wirklich eine sehr tief verzahnte Partnerschaft in der wir uns sehr eng über viele Themen abstimmen.

00:24:03: Wobei versuchen die Communities auf beiden Seiten auch sehr eng mit einzubeziehen.

00:24:10: Wir haben uns jetzt zum Beispiel neuen werden gekauft, um halt die Rockets bei den Rennen zu begleiten.

00:24:16: Und in dem Wenn hast du eine Kaffeemaschine und Bildschirm heißt Du siehst seit dann beim Rennen nicht nur irgendwie die Profis vorbei sausen ist ja immer so ein kurzes Erlebnis Dann sind Sie da drei Sekunden weg sondern du kannst das ganze Rennen irgendwie dann am Fernseher mitverfolgen am Screen du kriegst einen Kaffee Da wird richtig, richtig Bambule gemacht.

00:24:39: Also richtig Fan-Corner wie das eigentlich sonst eher so aus dem Fußballstadion kennt und das Ganze halt zu einem gemeinsamen Erlebnis.

00:24:47: Und wenn du dann vielleicht am Tag vorher schon da bist, dann kommen auch die Fahrer selbst vorbei und holen sich noch ein Kaffee ab oder der Teamwagen stoppt mal eben kurz während des Rennens und dann kriegt der sportliche Leiter noch einen Espresso.

00:24:58: Das ist halt wirklich... es fühlt sich einfach total gut und richtig an und von daher haben wir gesagt mit denen müssen wir zusammenarbeiten!

00:25:07: Wenn überhaupt, dann mit den Rockets.

00:25:10: Ich meine es interessant ist.

00:25:11: ja wenn ich jetzt die Frage würde gibt es überhaupt eine Person wo du sagst die steht für die Company im Sinne der Nutzung des Produktes?

00:25:22: Oder ist das schon eigentlich total heterogen geworden?

00:25:26: wenn du sagest ja für dem Bereich ist vielleicht das dass das also Segment ist ja auch sehr breit geworden.

00:25:31: nichtsdestotrotz ist es ja auch so.

00:25:33: Eure Preise sind jetzt einmal im ehempreis Premium auch unterwegs.

00:25:38: Wahrscheinlich auch ganz bewusst auch, wer ist dann wirklich ... Wer ist Zielgruppe?

00:25:43: Also wenn du sagst wen willst du draußen eigentlich erreichen?

00:25:46: Es ist ja kein Bike für ich sage mal jeder Mann es ist ein Bike für eine spezielle Gruppe die gebaut wird.

00:25:53: Ja du musst natürlich schon bereit sein um gewisse Summe auch an Geld in die Hand zu nehmen und du musst glaube ich das Produkt wertschätzen können.

00:26:04: Wenn du ein gewisses Qualitätsbewusstsein hast und auch einen gewissen Anspruch technisch an so einem Produkt, also ein Fable für Design und für Ästhetik.

00:26:16: Und vielleicht dann auch das Ganze noch gepaart mit einer gewissen sportlichen Ambition oder eine Leidenschaft für Sport oder Bewegung oder generell einfach draußen unterwegs zu sein, dann bist du Zielgruppe definitiv!

00:26:30: Und wir versuchen schon bewusst auch Angebote zu schaffen für Einsteiger.

00:26:34: Wenn du dir jetzt beispielsweise bei uns im Rennrad oder Gravel-Bereich die Einstiegspreispunkte anguckst, dann liegen die so bei ca.

00:26:42: fourteen, fünfzehn und hundert Euro.

00:26:43: Das ist nicht wenig Geld ganz klar aber es ist natürlich jetzt auch nicht vergleichbar mit einem rein rassigen Racebike was man tatsächlich auch im Wettbewerb fahren kann was vielleicht acht oder neuntausend Euro kostet.

00:26:57: Und so gesehen versuchen wir schon bewusst auch nach unterschiedlichen Preispunkten irgendwie zu agieren.

00:27:04: Insgesamt ist Preisleistung für uns aber durch gesamte Sortimenten wesentlicher Treiber.

00:27:10: Am Ende gibt es ja auch da, ich finde sie auch total Wahnsinn eigentlich auch gar kein wirkliches Ende wenn man teilweise an Preise denkt.

00:27:17: Du hast vorhin auch gesagt, man hat Customized sozusagen in Perfektion betrieben und dann gibts hier auch fast keine Grenzen... Abgefahrenste Anfrage, die es vielleicht mal für ein Fahrrad gab.

00:27:32: Also auf einen Fahrrad...

00:27:34: Bei Autos gibt's ja sehr extrem... Gibt's das auch bei Fahrrädern eigentlich?

00:27:37: Es gibt schon ab und zu wirklich mal so verrückte Geschichten.

00:27:41: Aber eher dann im sportlichen Kontext wo einer sagt ich will das auch von einem wahnsinnigen Performance Level haben oder eher dann... Ja

00:27:48: das ist glaube ich eher so.

00:27:49: wirklich Geld ausgeben wollen.

00:27:51: also wenn der Danach fragst du die verrückteste Geschichte, war tatsächlich mal in München im Store.

00:27:55: Da rief mich dann unser Storemanager auch direkt irgendwie relativ aufgeregt an und wusste noch nicht so ganz genau wie er darauf reagieren soll.

00:28:02: Er kriegte dann halt irgendwann Besuch von jemandem ich glaube aus dem arabischen Raum und der wollte halt irgendwie alle Ausstellungsräder daraus kaufen.

00:28:10: wir sind ja als DTC so aufgestellt dass wir halt im Store in der Regel eine Ausstellung haben und ein paar Demo-Bikes die du nachher Probe fahren kannst.

00:28:20: Also du hast halt in der Regel keine Räder zu mitnehmen.

00:28:22: Sondern er wollte uns mal eben den ganzen Laden leer kaufen, weil das irgendwie auch cool fand glaube ich und das war so abgefahren ist dazu auch nicht gekommen.

00:28:31: aber das war sowas beknackt was uns irgendwie untergekommen ist.

00:28:35: auf ein Bike selbst bezogen muss man sagen eigentlich eher nicht.

00:28:39: Okay Lass mal kurz auf die andere Seite.

00:28:42: Was ich wahnsinnig sehe, ist sowohl deine Leidenschaft für die Themen natürlich jetzt auch für warum man ein Performance-Team ausstattet dann natürlich auch voll in Leidenschaft und auch letztendlich wahrscheinlich einen Engagement irgendwie aufgeht.

00:28:57: Der Markt selbst ist natürlich nicht so leidenschaftlich im Sinne von wie er sich sozusagen rein wirtschaftlich gerade bewegt.

00:29:06: Es gibt viele unwegbarkeiten von geopolitischen Themen, die Lieferketten beeinflussen.

00:29:13: Von wahrscheinlich auch anderen größeren Punkten.

00:29:16: Was ist wenn ich dich jetzt fragen würde auf das aktuelle Geschäftsmodell?

00:29:19: Bevor gleich mal ein Stück weit dann in Richtung Zukunft abdriften was es eigentlich heute wirklich die größte Herausforderung um am Markt erfolgreich zu performen?

00:29:33: Es ist ein Komponente-Thema, es ist eine Marktbespielung und der Konsument.

00:29:39: Ich glaube alles ist in irgendeinem Stück weit Herausforderungen.

00:29:41: aber die Frage ist wo sagst du das ist wirklich gerade richtig nervig?

00:29:48: Also die größte Herausforderung ändert sich tatsächlich auch von Tag zu Tag!

00:29:59: Es gibt halt Themen, die Nerven einen dann wirklich total akut und da ist man in dem Moment auch echt in Rage.

00:30:05: Am nächsten Tag ist es vielleicht schon gar nicht mehr so schlimm.

00:30:08: was eigentlich jetzt so dauerhaft uns tatsächlich sehr stark belastet, wie ich jetzt nicht sagen.

00:30:14: Aber was uns umtreibt und was uns auch ein Stück weit nervt ist sicherlich die wahnsinnige Regulatorik... ...die du draußen findest.

00:30:24: Das bezieht sich ja letztendlich auf alle Ebenen.

00:30:26: Es beziebt sich aufs Produkt.

00:30:28: Du musst da wahnsinnig viele Dinge erfüllen, um einen Produkt überhaupt erst mal am Markt platzieren zu können.

00:30:33: Was zum Teil ja auch total Sinn macht.

00:30:35: Produkt Sicherheit muss natürlich über allem stehen Aber da gibt's halt auch wahnsinnig viel Blödsinn.

00:30:41: Wenn du dann halt auch weißt, dass dann manche Wettbewerber aus Asien sich an solche Dinge einfach schlichtweg nicht halten ist das auch irgendwo ein Stück weit Wett-Bewerbsverzerrung und es fühlt sich dann einfach ein Stück weiter ungerecht an würde ich mal sagen.

00:30:56: Na dann hast du Themen... Lieferketten-Gesetze.

00:30:59: Ist ja jetzt auch ein Stück weit aufgeweicht worden, die Grundidee war ja gar nicht verkehrt eine Verantwortung zu übernehmen als Unternehmen auch für das was man in der Lieferkette verursacht.

00:31:11: und die Arbeitsbedingungen die du vor Ort findest halte ich für total richtig das zu tun aber nicht in der Ausprägung und nicht in den Berichtstiefen die da verlangt wurde.

00:31:25: Das ist auch so ein Thema echt wahnsinnig viel Zeit und auch Energie gekostet, da waren wir alles andere als happy mit.

00:31:35: Wir machen viele Dinge jetzt trotzdem freiwillig die wir für gut und für zielführend erachten und das wäre halt schön wenn so regulatorik auch einfach da ein bisschen pragmatischer wäre.

00:31:48: was uns dann zusätzlich auch total stört ist, wenn du jetzt innerhalb der EU unterwegs bist.

00:31:53: Dann wird er immer über den Binnenmarkt gesprochen.

00:31:56: Den gibt's ja so gar nicht!

00:31:58: Du hast in jedem Land unterschiedliche Steuergesetzgebungen.

00:32:02: Du musst andere Dinge erfüllen, wenn man im Markt tätig ist und anders reporten muss oder andere Verpackungsrichtlinien erfülle.

00:32:10: Da gibt es also einen Mix aus EU-Gesetzten, Landesgesetzen und Rechtsprechung – das macht es halt wirklich nicht leichter.

00:32:17: Und das sind glaube ich so die Themen, die uns zumindest am stärksten stören.

00:32:22: Wir kommen da irgendwie durch und wir...

00:32:25: Man navigiert sich ein Stück weit durch?

00:32:27: Ja genau man navigiert sie durch aber es fühlt sich einfach auch nicht gut an weil man weiß ist könnte die Rahmenbedingungen könnten halt besser und einfacher sein und dass dann gepaart mit einer relativ miesen Konsumstimmung im Moment macht es halt insgesamt einfach wirklich nicht leicht.

00:32:44: Auch wenn man sagen muss, dass wir als Marke da im Vergleich zu vielen anderen echt noch sehr gut dastehen.

00:32:50: Wenn du sagst auch gerade so Zulassung, wenn ich mir eine klassische Entwicklung angucke wie lang ist die Entwicklung bei euch von Modell rein oder von Entwicklungszüge?

00:33:00: Ist das ein klassisches... Ich würde schätzen was ich zwischen achtzehn und was ist eigentlich dreißig Monaten wahrscheinlich.

00:33:05: Ja das ist schon echt gut geschätzt ja!

00:33:08: Also im Schnitt würde ich auch so sagen, zwei drei Jahre musst du rechnen

00:33:11: ja.

00:33:12: Weil das ist ja genau das.

00:33:13: also dann strategisch gesehen sind oftmals die Frage man muss ja alle zwei drei jahre immer wieder in den gleichen Prozess rein was er denn immer wieder die Themen verursacht was dann sozusagen auch die Frage ist okay wie gehen wir eigentlich mit einem Modellstrategie um?

00:33:29: Wir gehen jetzt ein bisschen Richtung Zukunft.

00:33:31: auf anderen Seite sehen wir auch haben vorhin auch darüber gesprochen eine lange Zeit war klassisch irgendwie der Container, ja?

00:33:38: Der Lieferweg aus unterschiedlichen Ländern wo man dann noch Teile oder andere sozusagen Komponenten irgendwie hinzugefügt hat hier nach Bochhold.

00:33:48: Jetzt macht man das schon irgendwie auf anderen Wegen ob es jetzt die Schiene ist, ob's der LKW ist und auch eine Diversifikation zu haben geschuldet auch an geopolitischen Situationen die wir in der Welt gerade vorherrschen haben.

00:34:00: Lass uns mal, und das finde ich eine ganz interessante Aspekt momentan mit Unternehmen.

00:34:05: Und auch gerade mit den Entscheidenden darüber zu sprechen, wenn wir über Zukunft sprechen einer Organisation.

00:34:12: was geht es eigentlich zu Bewahren hinzuzufügen, zu verändern und loszulassen?

00:34:15: Wenn du das so ein bisschen ... Mit den aktuellen Herausforderungen die ihr auch grade habt irgendwie ja... Ein Stück weit matched.

00:34:24: Was gilt es eigentlich Bei euch zu bewahren.

00:34:28: Also was ist das, was euch groß gemacht hat?

00:34:30: Was euch heute erfolgreich macht, wo du auch ganz klar davon ausgehst... Das wird sich auch in der Zukunft nicht verändern dass dieser Anspruch der Kunden an uns gerichtet wird.

00:34:37: Was wäre das?

00:34:39: Was gilt es zu bewaren?

00:34:40: auf jeden Fall?

00:34:42: Ja ich glaube da ist tatsächlich die Veränderungsbereitschaft an sich bereit zu sein.

00:34:47: Tatsächlich sich immer kritisch zu hinterfragen.

00:34:49: Sein Geschäftsmodell zu hinter fragen Auch nicht davor zu rückschrecken wirklich mal Dinge, die vielleicht über Jahre lang funktioniert haben.

00:34:59: Bei denen man aber vielleicht erkennt so das wird jetzt wirklich schwierig dann auch mal loszulassen und ich glaube diese Offenheit dafür ist entscheidend.

00:35:07: und letztendlich glaube ich dass auch andersrum das weglassen können eine ganz wichtige Komponente ist weil Man hat immer wieder Phasen, in denen drobt man sich dann komplett irgendwie zu verzellern.

00:35:20: Und dann hat man so viele Initiativen auf dem Tisch findet nicht richtig den Weg durchs Dickicht und es fällt einem total schwer zu priorisieren.

00:35:29: Da aber wirklich auch mutig zu sein und wirklich nur die Dinge zu tun, die man wirklich schaffen kann und sich nicht zu viel vorzunehmen ist glaube ich auch eine ganz wesentliche Eigenschaft im Kontext.

00:35:40: Wie wenn wir gerade auf diesen Punkt gehen, manchmal auch gerade loslassen?

00:35:44: Wenn man immer wieder auf was wir gerade eben Oder sehr stark momentan auch sehen ist, dass Geschäftspaten.

00:35:52: Aufgelöst werden verkauft werden geschlossen werden oder sonstiges.

00:35:56: ihr habt selbst mehrere Sekmente.

00:35:59: worauf basiert sozusagen Reflexion?

00:36:01: Ist das dann rein nur wie entwickelt sich der Markt oder unser Anteil im Vergleich zum Gesamtmarkt?

00:36:07: Wie entwickelt sich überhaupt die Brand?

00:36:08: machen wir damit noch Geld so oder was?

00:36:11: sind also Kernelemente?

00:36:12: weil oftmals ist es ja auch so dass man Bereiche hat diese einfach wichtig mit anderen gut funktionieren.

00:36:17: Ja, die müssen irgendwie da sein.

00:36:19: Damit andere irgendwie unterstützt werden oder sie müssen aber auch in sich irgendwie geschlossen performen.

00:36:23: also man zahlt ja ungern oder ungeliebt sage ich mal auf einzelnen Bereiche drauf wenn man sagt hier performance läuft super als Beispiel aber ganz der ganze urbane Bereich der ist momentan irgendwie sehr schwierig.

00:36:36: wie geht ihr sozusagen mit der unterschiedlichkeit des geschäftes von selbst um?

00:36:38: weil die merkte in den einzelnen segmenten tickt schon ein bisschen anders auch gerade die kunden und die zahlbereitschaft.

00:36:46: Es ist definitiv eine Herausforderung und es gibt immer Phasen, in denen auch Produktsegmente, Spächen zeigen.

00:36:54: Nicht ganz so gut performen wie man's vielleicht gewohnt ist.

00:36:57: Wenn man dann jedes Mal eine radikale Entscheidung treffen würde das dann komplett abzusägen, dann hätten wir wahrscheinlich heute fast keine Bikes mehr im Sortiment.

00:37:07: Weil auch Rennräder haben tatsächlich mal eine Zeit lang geschwächelt und so gibt's halt immer PhASEN eines auf-und abs Glaube so lange halt, dass das Sortiment in sich und die Marke in sich konsistent ist.

00:37:21: Musst du vielleicht manchmal auch Dinge ein Stück weit mitziehen und am Leben halten?

00:37:26: Die vielleicht gerade ein bisschen specheln, wo vielleicht eine Unternehmen was sehr stark am Aktienmarkt hängt oder von Investoren gesteuert wird, vielleicht auch sehr radikale Entscheidungen treffen würde und sagen würde okay wir kriegen irgendwie X mehr EBTA Ende des Jahres raus, wenn wir jetzt diesen Geschäftsweig abschneiden oder verkaufen.

00:37:49: Und da denken wir dann schon eher strategisch und überlegen so brauchen wir das in fünf Jahren noch zehn Jahre noch?

00:37:54: Wenn wir sagen okay es trägt möglicherweise irgendwann wieder zum Unternehmenswachstum bei und kann uns auch ein Teil unseres Ertrags erwirtschaften Dann fährst du vielleicht in der Zwischenzeit einfach ein Stück weit zurück.

00:38:10: Das ist dir leisten kannst, damit weiterzuarbeiten.

00:38:13: Und das sind eigentlich so Erfahrungswerte die haben wir über viele Jahre gesammelt dass man davon dann nicht unbedingt komplett weggehen muss.

00:38:20: Man passt dann auch eher auf

00:38:22: die aktuellen Gegebenheiten

00:38:23: an?

00:38:24: Ja genau du fährst halt die Anzahl an SKUs beispielsweise runter bis vorsichtiger im Einkauf, plant weniger Stück Zahl versuch einfach den Gesamtaufwand da ein Stück weit runter zu fahren.

00:38:36: Weil irgendwann ist es dann vielleicht doch so, dass es einen Revival gibt.

00:38:40: und zum Beispiel jetzt gerade bei Mountainbikes.

00:38:43: Die waren halt über viele Jahre absolut Nummer eins im Markt.

00:38:48: jeder der irgendwie was auf sich hielt und er erkennbar Radsport betreiben wollte.

00:38:55: Der hatte irgendwie ein Mountainbike in der Garage.

00:38:57: selbst die Leute die in einer Stadt gefahren sind sind am liebsten mit Mountainbike gefahren weil's halt irgendwie besser aussah und bisschen cooler war.

00:39:04: Und Mountainbikes waren halt über viele Jahre das prägende Sortiment im

00:39:10: Verratmarkt.

00:39:10: Absolut, hat das Gravelbike das Mountainbike abgelöst?

00:39:12: Ja du hast natürlich zum einen die Entwicklung Richtung E-Mountainbikes was dann wiederum auch andere Zielgruppen zum Teil anspricht aber gerade auch Gravelbikes die sicherlich dem Mountainbike dann ein Stück weit etwas weggenommen haben.

00:39:24: in Anführungsstrichen und so gesehen haste da eine Verschiebung.

00:39:28: jetzt zumindest für den Moment und wahrscheinlich auch in einer näheren Zukunft wird es so bleiben.

00:39:34: Aber ich würde nicht ausschließen, dass Mountainbikes vielleicht mit einem anderen technischen Ansatz zwei, drei, vier Jahren wieder eine Art Revival erleben werden.

00:39:44: Weil ich wüsste nicht was dagegen spricht!

00:39:47: Wenn du dir heute anguckst... Ich meine die Leute diskutieren darüber so brauche ich bei meinem Gravel-Bike ne Federgabel und noch breitere Reifen?

00:39:55: Sondern änderst du nachher nur noch den Lenker und dann bist du schon wieder beim Mountainbike.

00:39:58: Es ist einfach sehr nah beisammen Und deswegen sollte man wenn man das Produkt beherrscht es nicht vorschnell aufgeben.

00:40:08: Auf anderen seite welche Frage oder was gilt's ... hinzuzufügen.

00:40:11: Ihr habt in den letzten Jahren, ich glaube nicht griechisch mit München als Beispiel... ... war ja auch erst im Jahr zwanzig vierzehn, ne?

00:40:17: Wo sie eröffnet worden ist, jetzt habt ihr vier Standorte, glaube ich, mit Köln-Hamburg und...

00:40:20: Mittlerweile fünf in Deutschland, ja!

00:40:22: Okay.

00:40:23: Ist das eine Strategie um noch näher sozusagen das Thema DTSI zu leben am Kunden mit sozusagen Fläche, Präsenz, Community forever oder...?

00:40:34: Was gilt es hinzuzufügen?

00:40:35: Ist das dann eher Fähigkeiten innerhalb der Organisation, um irgendwie keine Ahnung.

00:40:40: Aktuell in alle über Künstlikenz und die Themen also solche neuen Technologien irgendwie in die Prozesse, in die Produktionen, in den Vertrieb, in whatever sozusagen zu integrieren?

00:40:49: sind es sozusagen neue strategische Partner oder sonstiges?

00:40:51: was wenn du an Hinzufügen denkst?

00:40:54: woran denkst du?

00:40:57: Ja man muss sagen Stores hinzufügen in der Qualität wie wir's jetzt in den letzten Jahren gemacht haben ist schon Kraftakt und kostet wirklich Energie.

00:41:07: Von daher sind wir jetzt mit dem Set-up, was wir in Deutschland haben an Stores eigentlich ganz zufrieden.

00:41:12: Jetzt schieben wir tatsächlich eher so ein bisschen mal ins Ausland und überlegen wo da möglicherweise einmal der eine oder andere Store Sinn machen könnte.

00:41:21: Es ist halt nicht so wie bei einem Standard Filialisierung Prozess dass du halt irgendwie copy and paste einfach Konzepte auf Flächen bringst, sondern da steckt schon eine Menge mehr hin.

00:41:33: Das ist genau was du gesagt hast.

00:41:34: Du machst dir Gedanken dazu wie kannst du die Community vor Ort einbinden?

00:41:38: Wer könnte der gute Partner sein?

00:41:41: und so gesehen ist halt ein Store mehr als nur ne Verkaufsfläche, sondern das auch im Begegnungspunkt ist letztendlich oft gepaart bei uns dann auch mit einem Kaffee in einer Fläche die du auch abends bespielen kannst wo du dich halt treffen kannst nach dem Ride Out wo du zusammen nochmal irgendwie ein Bier trinken kannst oder wo du den Film anguckst von jemandem, der gerade irgendwo unterwegs war und so gesehen hat das mittlerweile wirklich eher so einen Multifunktionsansatz.

00:42:11: Wo wir halt stark daran arbeiten sind einfach gerade Digitalisierungsprozesse, Operations-Prozesse weil da steckt wirklich noch eine Menge Potenzial drin einfach auch besser und schneller zu werden präziser zu werden in der Leistung was beispielsweise Liefertermine angeht, da einfach noch zuverlässiger draußen am Markt auftreten zu können.

00:42:36: Aber das ist für uns ein Riesenanliegen, dass wir halt nicht nur als tolle Brand wahrgenommen werden und dass die Leute uns wegen der Produkte lieben sondern wir wollen auch wirklich einen zuverlässigen Servicepartner sein.

00:42:47: Und dann wissen wir halt, dass die gesamte Branche einfach kein so richtig gutes Bild im Moment abgibt weil es oft schwer ist den Servicetermin zu bekommen.

00:42:57: Die die Kapazitäten dafür sind einfach nicht so da und der Zugang ist auch nicht immer klar.

00:43:03: Wie komme ich jetzt an meinen Terminen?

00:43:04: oder gibt es vielleicht Kleinigkeiten, die auch selbst machen kann?

00:43:08: Und da besser zu werden ist uns ein Riesenanliegen und da investieren wir gerade eigentlich so die meiste Energie und versuchen uns da nochmal komplett wiederum auf links zu ziehen.

00:43:19: was die Erreichbarkeit im Customer Support angeht Wir haben hier einen Team von fast fünfzig Leuten die telefonieren ... auch schriftlich in der Lage sind, mit Kunden irgendwie Probleme zu lösen.

00:43:32: Die einfach ansprechbar sind

00:43:34: und... Wie gehst du da an dem Punkt?

00:43:35: Lass ganz kurz rein.

00:43:37: ich habe noch gleich mal einen zum Thema Internationalisierung.

00:43:38: aber bei dem Punkt was wir gerade sehr stark merken ist viele was Ich First Layer Kommunikationen an Chatbots ausgelagert funktioniert auch ganz gut.

00:43:49: trotzdem wenn wir bei großen Beispielen dann wieder Menschen hinzugeholt Äh, damit das dann sozusagen auch ganzheitlich funktioniert.

00:43:56: Wie ist da deine Einstellung dazu?

00:43:58: Im Allgemeinen sind es nicht auch große Entscheidungen.

00:44:00: Wenn du selber sagst, fünfzig Personen sitzen aktuell so ein bisschen auch innerhalb dieses Bereiches, nehmen Telefonanrufe an und machen auch Outbound wahrscheinlich oder sonstiges.

00:44:08: Ähm... wie blickst du da ein Stück weit auf Technikisierung?

00:44:12: Ist das eher so ein Bereich, wo du denkst, ey für uns ist eigentlich eine riesen Chance weil wir das hinzufügen können um sozusagen unsere Schlagkraft zu erhöhen, Ich gehe mal davon aus, wenn wir an den Markt anteilen und sozusagen wen können wir eigentlich in der Zukunft noch als Markt bespielen.

00:44:26: Habt ihr wahrscheinlich noch relativ viel Potenzial richtig?

00:44:29: Ja absolut ist genau so wie du es beschrieben hast.

00:44:32: also ich glaube das Potential durch Technologie ist riesig.

00:44:36: Es geht ja vor allem darum erstmal die einfachen Fragen auch schnell zu beantworten ... dann für Kundinnen und Kunden der Weg dahin zur Information nicht ganz klar.

00:44:47: Und denen irgendwie klar aufzuzeigen... ...und dann Informationen zum Liefertermin beispielsweise schnell verfügbar zu machen.

00:44:54: oder was an wen muss ich mich wenden, wenn ich jetzt hier vielleicht ein Problem mit der Schaltung habe?

00:44:59: Was kann ich

00:44:59: tun?!

00:45:00: Da kann man über Technologie wahnsinnig viel lösen.

00:45:03: und für die darüber hinausgehenden Fragestellungen, wenn es dann wirklich ein bisschen komplizierter wird.

00:45:08: Dafür wollen wir dann halt wirklich auch Zeit haben und schnell erreichbar sein.

00:45:11: Und da hilft ihr dann meistens auch zumindest im Moment noch nicht die Technologie dahinter sondern da brauchst du tatsächlich dann die Expertise von Menschen und das ist halt genau das worauf wir setzen.

00:45:22: Das ist eigentlich tatsächlich eher so zweistufig.

00:45:26: Könnten wir sonst glaube ich nächste Stunde für mich da jetzt einsteigen würde.

00:45:31: Was mich immer interessiert du hast es vorhin gesagt die verfügbarkeit also wirklich dann auszuliefern zu sagen, da zu sein aber dann auch sozusagen Wir haben Produkte wir können liefern wir können service warten machen und so weiter.

00:45:44: wenn jetzt über Internationalisierung sprichst, wie muss ich mir das vorstellen?

00:45:48: Also wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe müsste es ja im nahen Ausland sein um sozusagen die Fähigkeit in dir jetzt mitbringt abzubilden.

00:45:56: Es muss in den gleichen Regionen irgendwie stattfinden wo eine ähnliche Kaufkraft ist.

00:45:59: also wahrscheinlich keine Ahnung eher in Holland oder in den skandinavischen Ländern irgendwie unterwegs Wenn du an internationalisieren denkst welche welche Länder welche Märkte sind tatsächlich spannend weil sie Ähnlich sind.

00:46:12: wieder deutsche markt Wenn es um Fahrradfahren geht.

00:46:16: Die Märkte ticken ja auch sozusagen von Synkonsumenten irgendwie anders, wenn wir hier den nächsten Nachbarn angucken in Holland ist Fahrrad fahren eine ganz andere Kultur nochmal ein Stück weil als jetzt hier irgendwie Deutschland.

00:46:28: welche Märkte sind tatsächlich wirklich spannend?

00:46:31: Ja es ist tatsächlich.

00:46:32: gibt es Den

00:46:33: Markt irgendwie in Europa.

00:46:36: Also wenn du jetzt andere Fragen würdest dann würden die wahrscheinlich sagen Deutschland ist der Markt und das sind wir halt schon.

00:46:44: Ich glaube halt Mitteleuropa, weil es uns auch einfach kulturell am nächsten liegt.

00:46:50: Und man muss sagen selbst bei jetzt unseren holländischen Nachbarn, die kennen wir halt relativ gut aber wir sind selbst keine Niederländer und wir wissen das selbst in Details der Markt dann doch wieder so anders tickt als der deutsche Markt.

00:47:05: da muss man wirklich auch sehr behutsam rangehen muss bereit sein, sich auch ein Stück weit der Kultur anzupassen.

00:47:11: Es funktioniert einfach nicht wenn du dann dahin gehst und sagst so jetzt wir sind die geile deutsche Marke und jetzt hier nimm kauf sondern du musst halt wirklich auf den Markt und auf die Menschen eingehen.

00:47:22: und das ist das was wir versuchen.

00:47:24: aber es ist eher ein Pop-Up Store Prinzip was ihr dann irgendwie im Ausland versucht international zu spielen wo man ... sich auch mal verproben kann, keine Ahnung.

00:47:34: Gehst du in ähnlich große Städte rein?

00:47:35: Eine Millionenstädte ist ja aber euch ganz auf das Thema ne?

00:47:38: Ich hasse irgendwie Amsterdam, kommt man hagen, keine ahnung...

00:47:41: Aber

00:47:41: in meinen deutschen Städten seid ihr wirklich mit großen... Das sind ja große Stores die ihr da wirklich habt in den einzelnen Bereichen Im Außern wie du selber sagst, ist es dann eher mehr der Testballon jeweils.

00:47:54: oder ist man eh nicht sozusagen bold unterwegs im Sinne von wir kommen um zu bleiben?

00:48:00: kann tatsächlich beides sein.

00:48:01: und auch da wiederum gibt es Städte, die werden wir sicherlich erst über kleinere Ballons testen mit Kooperationspartnern zusammenarbeiten um überhaupt erstmal erste Erfahrungen zu sammeln.

00:48:14: In den Niederlanden können wir schon vorstellen das wird ja auch mit einem eigenen Store relativ fest etabliert und auch langfristig unterwegs sein wollen.

00:48:26: Aber das machst du definitiv nicht in jedem Land.

00:48:28: Weil als Familienunternehmen musst du da halt echt genau hingucken, so wie es

00:48:32: ist... Das muss ich abstrich hier machen.

00:48:34: Wo ist der Fokus?

00:48:34: Also jetzt nach Amerika zu gehen ist eine extreme Anstrengung selbst wenn die... Ich weiß gar nicht, ob es in den VHS einen wirklich großen Markt für Fahrräder gibt.

00:48:43: Es sind schon viele!

00:48:47: Ja ja, es gibt wahnsinnig große Communities.

00:48:49: ich war selbst überrascht die treffen sich dann irgendwie relativ früh morgens oder spät abends.

00:48:56: Aber die haben halt echt geile Radstrecken und Trainingsstrecken Und da wird richtig viel Rad gefahren.

00:49:01: man wundert sich aber ich meine man denkt natürlich immer an die USA du hast sie gerade genannt.

00:49:06: das ist natürlich so auch einer der Märkte weltweit, der sicherlich

00:49:11: Sport natürlich, aber auch ein sehr eigener Markt dann oder?

00:49:13: Ja

00:49:14: total.

00:49:15: Aber der Markt in sich ist halt auch sehr divers und du hast erstmal die beiden Küsten mit den ganz großen Städten und dann unglaublich viel Land dazwischen.

00:49:26: und ich glaube nicht dass wir als Direktanbieter mit dem Modell was wir jetzt hier in Deutschland fahren da nur ansatzweise erfolgreich sein könnten, wenn wir jetzt einfach versuchen würden das System zu kopieren.

00:49:38: Sondern da müsstest du dich wirklich sehr stark auf die lokalen Gegebenheiten anpassen oder du musst enorm viel Geld mitbringen und auch bereit sein, da sehr stark ins Risiko zu gehen.

00:49:48: Und dafür brauchst du Investoren.

00:49:50: Da kann ich mir im Moment nicht vorstellen dass wir das so machen werden.

00:49:53: Ich glaube eher, dass wir dann ein bisschen kleiner und bescheidener und bodenständiger ... auch mal so einen kleineren Versuch starten würden, wenn wir uns... ...so einem großen Markt widmen würden.

00:50:05: Also da musst du schon echt mit Respekt und auch ein bisschen Demut rangehen?

00:50:09: Einer Aspekt für mich habe ich total spannend, den du gerade gesagt hast die man hat es schon in deiner Aussage gemerkt.

00:50:14: Die Auseinandersetzung von Naja, dann bräuchte man ja Investoren.

00:50:18: Ich meine was ist der ganz klassische PE-Case?

00:50:20: ist das wahrscheinlich jetzt hier nicht?

00:50:21: aber wenn wir über Private Advocacy sprechen Aber natürlich mit Family Offices mit anderen usw.

00:50:27: Inwieweit spielt sowas eine Rolle?

00:50:29: Weil das muss ja nicht gleich heißen, dass sie hier mit einsteigen.

00:50:32: Das können die auch Joint Venture Themen oder andere Elemente irgendwie abbilden ist so was.

00:50:37: Ab und zu mal wurde sagst du, das könnte einen Wachstumstreiber sein sozusagen Die Marke an sich sozusagen Ich will nicht sagen zu lizenzieren aber Sie auch ein Stück weit anders aufzubauen um andere Märkte zu bespielen.

00:50:51: natürlich

00:50:52: Elementen.

00:50:53: Natürlich kann das ne riesige Chance sein Weil du natürlich dann ganz schnell auch die Möglichkeiten bekommst, auch finanziell ganz andere Dinge zu tun und zu bewegen.

00:51:04: Also ich will gar nicht verneinen dass es nicht irgendwie Verlocken klingt aber wir haben's halt oft im Wettbewerb auch beobachtet wie ja ich will jetzt nicht sagen unvorsichtig aber wie vielleicht schnell man Dann auch das Geld, was einem zur Verfügung gestellt wird dann ausgibt.

00:51:22: Und da ist es dann auch erstmal weg und du hast die Anteile dafür abgegeben... ...und du bewegst dich halt in dieser Spirale, dass du schnell wachsen musst,... ...dass du schnell Profit abwerfen musst um an den nächsten Investor weiterverkauft zu werden.

00:51:37: Absolut!

00:51:37: Ja gerade wenn du einen klassischen Proud Equity Game einsteigst,... Speziell, dass auch was du jetzt gerade irgendwie abgebildet hast.

00:51:47: Wenn du nach außen guckst und sagst wer entwickelt sich eigentlich jetzt grade wie?

00:51:51: Wo guckt man sich die Sachen ab?

00:51:52: also im Sinne auch von Inspiration für die Entwicklung einer Organisation in dem Markt aber auch darüber hinaus.

00:51:58: Guckst du dann eher auf Player die sich im nahen Bereich ja weiß ich einen Canyon was macht ein Cube das macht keine Ahnung was ein Track oder sonstiges.

00:52:07: Oder guckest du denn auch was machen ganz andere Marken da draußen Ähnlich geartet wie wir sind in der Konstellation.

00:52:14: Eigentlich großes deutsches Dach-Geschäft, sag ich jetzt mal auch mit den Stores und so weiter... ...mit den Möglichkeiten für Internationalisierung über Europa hinaus.

00:52:24: Mit all dem Chancen und Risiken, sage ich jetzt einmal.

00:52:28: Wo guckst du da hin?

00:52:31: Ja ist das dann digitalere Elemente des Geschäftsmodellentwicklungs?

00:52:36: Also es ist glaube

00:52:36: ich keine wirklich spezielle Stelle wo du dahin gucken kannst weil dann doch alle Geschäftsmodelle sich so stark wieder voneinander unterscheiden, dass du dir wahrscheinlich am besten Inspirationen holen kannst in dem du alles dir anguckst und das relativ offen für bist.

00:52:53: Und einfach wenn du erkennst oder macht jemand irgendwas besonders gut versuchst daraus tatsächlich auch eine Inspiration zu ziehen.

00:53:02: Natürlich du machst immer irgendwie Wettbewerbsbenchmarking, du guckst ja immer an wie agieren andere im D-to-C Und muss dann für dich letztendlich auch, manchmal ist es ja auch viel Bauchgefühl.

00:53:15: Dann die richtigen Entscheidungen treffen.

00:53:17: und letztendig ist halt bei uns so wir versuchen uns da immer ein bisschen zu limitieren nicht nicht

00:53:24: zu.

00:53:25: Wir wollen schon groß denken.

00:53:26: aber wir wollen halt nicht so überambitioniert denken dass vor uns nachher selbst irgendwie ein Beinchen schnell

00:53:32: noch reinpassen

00:53:32: muss muss halt reinpassen genau.

00:53:34: und deswegen Es ist halt auch so wichtig, dass du dir nicht nur anguckst.

00:53:38: So wie agieren Leute in den Märkten oder wie agierend Unternehmen in den Merken sondern auch wir gehen die um mit ihrem Produkt Portfolio.

00:53:46: manchmal entwickeln ja dann auch tatsächlich Produkte ganz gezielt nur um in einem Markt irgendwie Fuß zu fassen.

00:53:54: Wir gehen die mit Preisen.

00:53:55: Wie verändert sich letztendlich ein preisniveau?

00:53:57: Dann auch wie verändert sich auch die Wahrnehmung durch solche Aktivitäten im Heimatmarkt.

00:54:02: das kann ja auch sein dass du denn auf einmal von Leuten ganz anders wahrgenommen wird, was sowohl positiv als auch negativ sein kann.

00:54:12: Und ich glaube halt dass wir gerade hier vor Ort noch so viel machen können und noch soviel auch an Services entwickeln können.

00:54:20: und auch im Produktbereich können wir noch wahnsinnig viel tun und besser werden.

00:54:24: das wir eigentlich gut beraten sind uns sehr stark weiterhin auf den Dachmarkt mit den kleineren Schritten in der Expansion international im Sinne wirklich benachbarte Ausland erstmal zu konzentrieren und da nicht zu übertrieben großzudenken.

00:54:41: Weil das würde dann wiederum nämlich diesen hohen Kapitalbedarf ervorrufen, wir sind im Moment einfach froh dass wir mit unseren Finanzierungspartnern, mit den Banken, mit dem Eigenkapital was wir haben wirklich gut wirtschaften können und solide wirtschafte können und wenn du die letzten Jahre anguckst auch ein sehr kontinuierliches Ergebnis erwirtschaften konnten.

00:55:04: Das ist wirklich so auch für mich ein Zeichen nicht nur von guter Planung, sondern auch von Stabilität das einfach nicht diese super extremen Ausreißer hast nach oben und auch nicht nach unten Sondern wir sehen halt dass wir Ein planbares aber auch skalierbares Geschäftsmodell entwickelt haben, wo du jetzt nicht von einem Jahr auf das andere um hundert Prozent wächst.

00:55:28: Aber du machst vielleicht in dem einen Jahr fünf in einem anderen Jahr fünfzehn Prozent Aber du versenkst auch nicht massiv Geld und verbrennts die Leute nicht.

00:55:37: Auch ein ganz wichtiger Faktor.

00:55:39: Du musst ja auch letztendlich die Organisation mit weiterentwickeln, darfst die Kundinnen und Kunden nicht verlieren?

00:55:45: Und du bist in so einer Wachstumsphase eh schon immer vor der Herausforderung dass einem unterstellt wird soll jetzt wollen die wachsen und jetzt kümmern sie sich nicht mehr um ihre alten Kunden.

00:55:54: Das ist was das wollen wir halt echt vermeiden.

00:55:57: Erwachstum ist ja eh, ich finde ein sehr verbündetes Wort schon teilweise weil es immer gleich mit irgendwelchen negativen sei mal fast schon irgendwelche Elementen verbunden wird obwohl das gar nicht bedeutet.

00:56:07: also meiner Meinung nach aber ist auch egal.

00:56:09: Aber wenn du hast gerade angesprochen es zeigt natürlich eine hohe Treue eurer Kunden.

00:56:14: so ein Stück weil also mit denen die am Ende auch auf den Fahrrädern irgendwie unterwegs sind was macht?

00:56:21: Wenn wir wirklich sagen Rose twenty-fünf und drei ist sich Was muss eigentlich eine Marke in dem Bereich wirklich abbilden, damit sie erfolgreich ist?

00:56:31: Muss ihr den Kunden perfekt kennen um ihnen auch noch das Erlebnis sozusagen mit der eigenen Route.

00:56:37: Mit all den Themen irgendwie abzubilden.

00:56:40: Muss es einfach nur ganz klassisch dass Fahrrad das verspricht auch liefern können und im Service und in der Ansprechbarkeit einfach funktionieren?

00:56:47: weil wenn man ehrlich ist das klingelt schon irgendwie neunzig Prozent aller Magen aktuell nicht mehr hin.

00:56:51: also Genären ja allgemein in irgendwie von.

00:56:55: das ist das Produkt, dass der Service und das sozusagen meine gesamte Dienstleistung irgendwie sauber abzubilden.

00:57:01: Was glaubst du was bedeutet es für euch?

00:57:04: Weil das preist gleich ein Stück weit mit ein.

00:57:07: wie wird sich auch eine stückweite Industrie verändern... ...was ja ich glaube mehr als fünf Jahre hinaus fast auch wahrscheinlich Science Fiction ist in der Betrachtung wenn man so die letzten zehn Jahre zurückguckt.

00:57:19: Veränderungen passieren auch sehr schnell.

00:57:21: also Was gilt es eigentlich konstant weiterzuentwickeln, weil das am Ende wahrscheinlich für den höchsten Faktor von Zukunftsfähigkeit für die eigene Firma spricht?

00:57:32: Ja, das ist wirklich eine sehr gute Frage.

00:57:37: Weil man einfach jetzt auch nicht auf so lange Zeit vorher sagen kann wie sich Produktwelten entwickeln, wie sich auch Technologie entwickelt Wenn du siehst, was in kurzer Zeit Elektromobilität verursacht hat.

00:57:50: Welche Veränderungen letztendlich auch im Markt das verursachte?

00:57:54: Welche neuen Arten von Fortbewegungsmitteln wir heute auf den Straßen und auf den Bürgersteigen sehen?

00:58:01: Das ist halt schon krass!

00:58:06: Wichtig für zwanzig-vormdreißig wird sein, dass du halt kontinuierlich bereit bist dich da irgendwie zu verändern.

00:58:12: Woran wir arbeiten werden ist definitiv das halt die Rolle des Fahrrads einfach in der Gesellschaft möglicherweise eine andere sein wird.

00:58:20: Das schon eins unserer Ziele.

00:58:22: Wir wollen schon darauf hinarbeiten, dass das Fahrrad Pendlerfahrzeug Nummer Eins wird in Deutschland weil wir glauben fest daran, dass einfach die Benefits, die Du hast vom Rad fahren und die das Fahrrad letztendlich auch in der Lösung urbaner Probleme beisteuern kann.

00:58:39: Dass wir da einfach ein super Produkt für haben, einen richtigen Durchschlag zu erreichen in den nächsten Jahren.

00:58:49: Da werden wir definitiv dran arbeiten.

00:58:51: Und ich glaube tatsächlich auch dass wir ein Technologietransfer sehen werden aus anderen Branchen weil... Kenne wenige Branchen wie die Fahrradindustrie, die im Moment doch so stark bereit ist auch Reshoring zu betreiben und Produktionen zurückzuverlagern in Richtung Europa.

00:59:11: Wir haben ja eh schon jetzt gerade hier auf Rose bezogen eine enorm hohe Wertschöpfung in Deutschland.

00:59:16: wir machen ja fast alles selbst bis auf das physische produzieren von Komponenten.

00:59:22: aber wir entwickeln die Bikes wirklich bis zum Ende durch und wir bauen dann auch die Fahrräder hierauf.

00:59:28: Nur dass dazwischen, das haben wir noch nicht bei uns.

00:59:31: Und ich glaube, dass wir da in Zukunft sehen werden... die Lieferketten so stark verändern und auch die Produktionsmethoden sich soweit verändern, dass wir über neue Materialien und auch über Know-how aus anderen Branchen Möglichkeiten sehen werden.

00:59:48: Die Lieferketten zum Teil zumindest auch hier aus Europa zu betreiben.

00:59:53: Und das wäre für uns nochmal ein massiver Game Changer weil dann bist du automatisch auch in Verkürzung von Lieferzeiten Du kannst deinen Lagerbestand massiv reduzieren Und du kannst dein Geschäftsmodell nochmal auf eine ganz andere Art und Weise anpassen.

01:00:07: Wie gesättigt ist der deutsche Markt?

01:00:10: Kann man das sagen?

01:00:14: Es gibt ja mehr Fahrräder als Einwohner in Deutschland,

01:00:18: fast wie mit Handys ein.

01:00:21: Also so gesehen hast Du natürlich jetzt gerade auch in den letzten Jahren durch die doch starken qualitativen Verbesserungen, die man am Produkt gesehen hat, eine hohe Durchdringung mit hochwertigen Fahrrädern ... würde ich jetzt mal vorsichtig sagen.

01:00:36: Und was sich jetzt halt zeigen muss, ist wie sich beispielsweise so ein Gebrauch-Rattmarkt in den nächsten Jahren entwickeln wird... Wie die Rolle von Dienstradleasingen sich entwickeln wir?

01:00:47: Das

01:00:47: hat sich ja auch gerade mit so Job gearbeitet.

01:00:49: Ich war letztens mein Fahrrad, mein kleiner Grad ein neues Fahrrad bekommen.

01:00:54: Da war ich irgendwie auch fasziniert, wie viele Anbieter es schon gibt, rund um den klassischen Leasingbereich.

01:01:00: im Firmenkontext Beflügelt das also ist tatsächlich der geschäftliche Bereich.

01:01:09: Auch gerade durch diese ganzen Leasing-Aktivitäten, einer der tatsächlich euch auch total... Also merkt man das?

01:01:15: Das merkst du definitiv!

01:01:17: Also es gibt auf der Nachfrage Seite schon nochmal einen Push und erhöht auch ein Stück weit die Durchschnittspreise zu denen verkauft wird.

01:01:28: Man muss halt dazu sagen dass halt Leasing angelegt ist auf eine Laufzeit von drei Jahren und dann kommt natürlich auch in regelmäßigen Abständen eine relativ große Menge an Rädern zurück in den Markt oder bleibt dann als zweit- oder drittrat in der Garage.

01:01:44: Und das führt dazu, dass dann halt der Bestand an hochwertigen Räder schon insgesamt vielleicht ein Stück weit steigt und dadurch ergibt sich wahrscheinlich tatsächlich ne Sättigung so wie du die jetzt gerade beschrieben hast.

01:01:57: Du kannst halt nur mit einem sinnvollen technologischen Fortschritt irgendwie gegenarbeiten oder mit Modellen, die diesen Zweitmarkt vielleicht ein Stück weit abholt und besser regelt.

01:02:08: Oder du kommst halt komplett über die emotionale Schiene.

01:02:13: so wie viele wenn Apple neues iPhone rausbringt, die das sofort haben müssen gibt es natürlich auch bei Fahrrädern durchaus viele die sagen, okay wenn sich die Technik massiv verändert und da einfach Fortschritte sind was weiß ich nicht.

01:02:29: Rahmen, Ästhetik, Design, Gewicht, Performance, Performance von Elektromotoren usw.

01:02:34: angeht dann schlage ich zu und die dann halt auch relativ häufig sich ein neues Fahrrad kaufen muss man natürlich tatsächlich immer sehr genau hingucken weil diese Sättigung die tritt in Teilen definitiv eine Und da muss man als Marke dann die richtigen Antworten darauf finden.

01:02:56: Absolut!

01:02:58: Letzte Frage, wir leben tatsächlich an der Herausforderung Zeit und es ist ja auch nicht immer einfach sozusagen irgendwie egal ob man's im Führungs-Trio alleine oder in einer Gruppe unterwegs ist... Da wirklich auch Freude bei den ganzen teilweise Themen, die einen so beschäftigen immer zu haben.

01:03:15: Worauf freust du dich dieses Jahr meistens vor allem?

01:03:18: Was liebst Du eigentlich auch genau in Deiner Rolle am meisten?

01:03:22: Hier im Haus.

01:03:23: Zwei Fragen eigentlich.

01:03:26: Also dieses Jahr am meisten freue ich mich offen gesagt tatsächlich, dass wir beim Giro d'Italia dabei sind mit unseren Bikes.

01:03:33: Weil du warst in

01:03:34: der Stadt?

01:03:35: Im Mai!

01:03:36: Ja

01:03:37: ist einfach das ist natürlich ein emotionales Highlight und da fiebern wir alle schon total drauf hin was am meisten beflügelt oder Spaß macht oder motiviert ist halt tatsächlich die Arbeit mit Leuten und meinen Kolleginnen Kollegen da auch einfach in so einer Rolle zu sein, in der du vielleicht auf der einen Seite ein bisschen inspirieren darfst.

01:04:02: Auch mal moderieren darf es schon eigentlich eine sehr schöne Rolle.

01:04:06: Das genieße ich schon sehr nicht mehr diesen sehr hohen operativen Druck habe, sondern dass ich mich viel auch mit Strategie beschäftigen kann.

01:04:17: Auch mal Zeit hab für das eine oder andere Gespräch und ich hoffe einfach, dass die Kolleginnen und Kollegen wieder ab und zu ganz gerne nochmal zuhören.

01:04:28: Seit das wo man so vor zwanzig, fünfzwanzig Jahren gedacht hat jetzt kommen die alten Knöpfe und erzählen einem was.

01:04:35: Ich hoffe, dass es anders wahrgenommen wird und das auch positiv wahrgenommen.

01:04:41: Wenn du dich viel mit Strategie beschäftigst, was ist der disruptivste Gedanke den du aktuell in dir trägst?

01:04:50: Das würde ich dir ja dann vielleicht aus einer oder anderen Geheimnis verraten.

01:04:56: Wir beschäftigen uns schon wirklich mit allem, was unser Produkt betrifft und was auch unser Vertriebsmodell betriffe.

01:05:04: Wir scheuen da wirklich überhaupt nicht zurück, vielleicht auch mal Dinge zu tun die jetzt gar nicht in unserer Kerndehren a-liegen.

01:05:13: Also außerhalb der eigenen Fahrernindustrie?

01:05:15: Naja es sollte schon mit dem Fahrrad zu tun haben finde ich.

01:05:19: Das ist für uns eigentlich ein wichtiger Kern weil wenn wir daraus gehen dann ist vielleicht auch schon wieder zu weit weg und dann verzerrt man sich zu stark.

01:05:29: Aber wir denken schon auch einfach über den Zugang zum Produkt nach.

01:05:35: Wie schaffen das irgendwie Lösungen für Fahrradfans zu entwickeln, die es leichter machen an's Fahrrad zu kommen?

01:05:48: Es gibt da tatsächlich viele Überlegungen... Ich kann dir das jetzt leider nicht genau verraten.

01:05:53: Okay, also spoilern wir nicht den rosen Rasen mehr.

01:05:56: okay alles klar.

01:05:57: Nein,

01:05:59: was ist es?

01:05:59: Viele denken immer an so ein selbstfahrendes Fahrrad oder so aber das wäre ja auch quatscht.

01:06:03: Feuer viel lieber selbst.

01:06:05: Wenn ich den Lenker nicht in meine Hand hab...

01:06:07: Ich glaube beim Fahrrad ist das ein bisschen.

01:06:09: ich glaube dann zu weit weg von dem wirklichen Element-Fahrrad fahren warum man überhaupt aufs Fahrrad noch steigt.

01:06:15: Das können andere Samen machen.

01:06:17: Eine Sache, die ich noch mal ganz spannend, weil ihr auch gerade das so ein bisschen erwähnt habt ist strategische Partner.

01:06:23: Was ist eigentlich wirklich der ideale Partner für uns?

01:06:32: Gibt es sowas?

01:06:33: wenn's dann darum geht dadurch werden dann Marktzugänge einfacher Produktion einfacher, dadurch wird Vertrieb einfacher... Gibt es einen Player, wo wir sagen das matcht eigentlich wahnsinnig gut?

01:06:48: Es ist tatsächlich auch wiederum je nach Thema völlig unterschiedlich zu bewerten.

01:06:55: Wo man gerade drin ist dann ob man in der Performance sparte ist oder sonstiges und ja

01:06:58: und auch ob du dich jetzt eher mit vertrieblichen Themen beschäftigst oder ob du eher in einer Supply Chain unterwegs bist.

01:07:05: Ich sag mal so auf der Marketing-Seite, glaube ich haben wir jetzt gerade mit den Rockets als Profi Team einen echt guten Partner und da macht es halt wirklich komplett das gemeinsame Wertekosett.

01:07:18: Das gemeinsame Verständnis davon wie man den Markt bearbeiten sollte Wie man Leute draußen anspricht?

01:07:25: Wie man kommuniziert?

01:07:27: Das ist glaube ich da eine Grundvoraussetzung.

01:07:30: wenn du jetzt dann weiß ich nicht in die Supply Chain gucken würdest mit wem?

01:07:34: als Produktionspartner oder als Innovationspartner, um vielleicht mit nachhaltigen Materialien Fahrradrahmen zu entwickeln.

01:07:42: Können wir jetzt wieder ganz andere Faktoren vorstellen die an der Stelle dann Ausschlag geben?

01:07:51: Da geht es ja eher wiederum auch um eine Verantwortung letztendlich so ein bisschen aus gesellschaftlicher Sicht, dass du halt wirklich dann nachhaltig unterwegs bist dass du dich über die Art und Qualität von Arbeitsplätzen irgendwie austauscht.

01:08:06: Und auch einig bis letztendlich, von daher glaube ich wäre es für uns einfach vom Verständnis her vielleicht auch schwierig mit so einem asiatischen Partner einen Joint Venture zu bilden beispielsweise um da jetzt einfach mal in Bildern oder Beispiele zu sprechen.

01:08:23: Da würde ich wahrscheinlich tatsächlich eher so auf europäischer Ebene gucken.

01:08:27: Und so gesehen ist, glaube ich, je nachdem über welche Art von Partner man nachdenkt gibt es da ganz unterschiedliche Konstellationen und Möglichkeiten?

01:08:37: Ist Acquisition eigentlich aktuell im Markt ein großes Thema?

01:08:40: Man sieht in vielen Märkten gerade Konsolidierung für eine extrem Stadt und wird auch vorbereitet wo größere Unternehmen eigentlich zusammengehen um überhaupt marktfähig und auch zukunftsfähig zu bleiben, zu sein whatever.

01:08:56: Sieht man das auch im Markt?

01:08:58: Dafür habe ich den Markt nicht ganz genau vor Augen.

01:09:00: also gibt es der größere Akquisition.

01:09:02: macht es überhaupt Sinn eine andere Marke zu akquirieren.

01:09:07: Ja weil man oft mal

01:09:08: echt wirklich treue Leute hat ja oftmals hinter diesen einzelnen Marken.

01:09:11: Also ich stelle mir das ein bisschen schwieriger vor als jetzt irgendwie in einem anderen Umfeld wo man wirklich da irgendwie, also wenn jetzt Apple irgendwie morgen Samsung kauft ist schwierig für jemand der wirklich Samsung Anhänger ist.

01:09:20: Das

01:09:21: ist halt genau der Punkt.

01:09:22: Es gibt durchaus Konstellationen in denen das funktioniert hat zum Beispiel Industrieebene, wenn jetzt mal Tram als Großunternehmen amerikanischer Hersteller von Schaltung und Bremskomponenten nimmts.

01:09:35: Die haben halt irgendwann Rockshox akquiriert als Federgabelhersteller oder Suspension-Hersteller generell.

01:09:41: das macht auf...

01:09:42: Aber für so komponentenweise da Materialebene noch eine andere Nummer als auf Brand?

01:09:47: Da macht es einen Sinn!

01:09:49: Wenn du jetzt tatsächlich mal guckst, was in den letzten Jahren auf dem europäischen Markt häufig passiert ist.

01:09:54: Dass halt eine Bike-Brand unter das Dach irgendeiner Holding geschlüpft ist und dann ist ja der erste Impuls häufig dass man anfängt Ressourcen zu kombinieren und zusammenzulegen.

01:10:06: Dann hast du auf einmal die gleichen Produktentwickler mit der Konsequenz, dass dann die Bikes nachher auch alle gleich aussehen.

01:10:12: Das ist eigentlich immer so der Anfang vom Ende.

01:10:15: wenn Entwicklung vertrieb und alles irgendwie in einer gleichen Hand liegt dann macht es eigentlich überhaupt keinen Sinn, Marken an der Stelle zusammenzulegen.

01:10:23: Ich glaube das einzige was aus meiner Sicht wirklich richtig viel Sinn machen würde jetzt auch aus unserer Sicht gesprochen sind halt so strategische Allianzen wo man dann wirklich sagt du hast hier jemand in einem Segment was nicht zu unserer Kernkompetenz zählt also sei es jetzt Produktion von Komponenten oder seins bestimmte vertriebliche Themen die wir nicht so gut können Dass man sich da halt jemanden sucht, der einfach komplementäre Kompetenzen mitbringt und da auch wirklich richtig gut ist.

01:10:54: Und zu den besten gehört und vielleicht zu den innovativsten gehört.

01:10:59: Wenn man sich dann quasi so ein Stück weit zusammenschließt um die Wertschöpfungskötte gemeinsam zu bedienen das kann Sinn machen.

01:11:07: Das sind auch so die Dinge.

01:11:09: Das ist das, wo du mich vorhin nachgefragt hast, wo ich so ein bisschen verklausuliert antworten musste.

01:11:13: Aber das sind halt die Dinge, wo wir wirklich auch hingucken und überlegen wer könnte da passen?

01:11:18: Und welches Thema könnte man da möglicherweise gemeinsam bedienen?

01:11:23: Aber dann musst du halt wirklich auch ein richtig gutes Händchen haben und vielleicht auch einen Glückstreffer halten.

01:11:28: Absolut!

01:11:29: Thorsten, ich sage ganz, ganz lieben Dank für die abwechslungsreiche Reise.

01:11:34: Total spannend zeigt auf jeden Fall in wie vielen unterschiedlichen Dimensionen man tatsächlich sich auch Gedanken macht.

01:11:39: Herzlichen Dank fürs Gespräch!

01:11:40: Ja, danke hat Spaß gemacht.

01:11:46: Danke für's Zuhören und wenn dir diese Episode unser Format gefällt dann unterstütze unseren Weg mit einem Like eine Bewertung oder einer Empfehlung.

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01:12:13: geh gerne mit uns in den Austausch.

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01:12:18: Wir freuen uns drauf und in diesem Sinne bis zur nächsten Episode von CEO-Fivehundert.

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